Kino statt Leinwand: Warum Philippe Parreno gerade zum geheimen Kunst-Hype wird
29.01.2026 - 06:51:31Alle reden von Insta-Kunst und NFTs – aber Philippe Parreno macht etwas, das viel radikaler ist: Er verwandelt ganze Räume in lebende Wesen. ?????
Keine langweilige Leinwand, kein klassisches Bild an der Wand. Bei Parreno blinkt, summt und flackert alles – als wärst du mitten in einem Film, der dich als Figur mitspielt.
Und genau deshalb hypen Kuratoren, Museen und Sammler diesen Namen. Die Frage ist: Bist du bereit für Kunst, die dich komplett verschluckt?
Das Netz staunt: Philippe Parreno auf TikTok & Co.
Parreno ist kein "Selfie-vor-dem-Bild"-Künstler – er ist eher der Typ: "Was zur Hölle passiert hier gerade?"
Leuchtkästen wie aus alten Kinos, tanzende Lichter, animierte Objekte, Sound, der den ganzen Raum übernimmt. Viele seiner Installationen sehen aus wie High-End-Scifi-Sets, die perfekt in deinen Feed passen – aber eben anders als der typische Museumsshot.
Auf Social Media liebt man genau diese Mischung aus mysteriös, cineastisch und leicht unheimlich. Kommentare gehen von "Mastermind" bis "Das würde ich nachts nicht alleine sehen". Und ja: Einige schreiben natürlich auch "Das kann doch ein Kind programmieren" – klassischer Kunst-Kommentar.
Willst du die Kunstwerke in Action sehen? Hier geht's zum Hype:
Meisterwerke & Skandale: Das musst du kennen
Parreno ist seit den 90ern unterwegs und hat mit einigen der größten Häuser der Kunstwelt gearbeitet. Hier sind drei Must-Know-Werke, die seinen Ruf zementiert haben:
- Die Kino-Marquees (Leuchtreklamen-Serien)
Parreno ist berühmt für seine Marquees – das sind leuchtende Kinovorbauten, die er zu eigenständigen Kunstwerken macht. Statt Filmtiteln gibt es abstrakte Lichtmuster, Rhythmen und Schatten. Diese Installationen hängen und stehen weltweit in Museen, von New York bis Europa, und sind absolute Instagram-Magneten – aber eben mit Konzept: Es geht darum, wie Erwartung erzeugt wird, bevor überhaupt etwas beginnt. - Die große Turbinenhallen-Inszenierung in London
Im Tate Modern hat Parreno die gigantische Turbinenhalle einmal komplett übernommen und in ein lebendiges System verwandelt. Licht, Sound, Projektionen – alles lief nach einer Art "Score", einer Partitur, die den Raum steuerte. Keine klassische Ausstellung, sondern eher ein lebender Organismus. Viele Besucher:innen fühlten sich wie in einer Mischung aus Club, Kathedrale und Sci-Fi-Labor. - Filme & kollaborative Projekte
Parreno ist auch als Filmemacher und Kollaborateur bekannt – er hat u. a. mit Künstlern wie Pierre Huyghe zusammengearbeitet und immer wieder Film, Performance und Installation verschmolzen. Seine Filme werden oft nicht einfach auf einer Leinwand gezeigt, sondern als Teil komplexer Raum-Choreografien. Die Grenze zwischen Kino, Ausstellung und Live-Experience löst sich komplett auf.
Skandale im klassischen Sinn? Keine krassen Tabloids, aber: Parreno spaltet oft das Publikum. Für die einen ist er intellektueller Superstar, für die anderen überinszenierter Kunst-Boss mit viel Budget. Genau dieser Clash macht seine Shows zum Diskussionsthema in der Kunstszene.
Rekord-Preise: So viel ist die Kunst wert
Wenn du dich fragst, ob das nur Kunst-Hype oder auch Investment ist, wird es jetzt spannend.
Auf dem Auktionsmarkt taucht Parreno regelmäßig bei den großen Häusern auf – von Christie's bis Sotheby's. Seine aufwendigen Installationen und Lichtarbeiten erreichen teils deutlich sechsstellige Beträge. Einzelne Werke und Editionen wurden laut Marktberichten im oberen fünf- bis sechsstelligen Bereich gehandelt, abhängig von Größe, Medium und Provenienz.
Konkrete Rekordpreise schwanken je nach Quelle und sind oft nur für registrierte User auf Marktplattformen wie Artnet vollständig einsehbar. Klar ist: Parreno gilt im Markt als etablierter, international gesammelter Künstler, der in renommierten Sammlungen landet – also eher Blue-Chip-Nähe als Zufalls-Hype.
Zur Einordnung:
- Seine großen Lichtinstallationen und Marquees sind auf dem Primärmarkt (Galerien) und dem Sekundärmarkt (Auktionen) stark nachgefragt.
- Film- und Videoarbeiten, Editionen und kleinere Arbeiten bieten oft einen etwas niedrigeren Einstieg – interessant für junge Sammler:innen mit Ambitionen.
- Der Wert wird massiv davon beeinflusst, ob das Werk in großen Ausstellungen gezeigt wurde – Parreno ist hier gut aufgestellt, da er seit Jahren in wichtigen Institutionen vertreten ist.
Biografisch kommt er mit solider Kunst- und Theorie-Power: Philippe Parreno wurde 1960 in Algerien geboren, wuchs in Frankreich auf und gehört zur Generation der sogenannten "Relational Aesthetics" – Künstler:innen, die Kunst als Erfahrung, Begegnung und Situation denken, nicht nur als Objekt. Seine Karriere umfasst große Museumsshows, Biennalen und Kollaborationen, die ihn in der internationalen Liga fest verankert haben.
Live erleben: Hier kannst du die Kunst sehen
Du willst nicht nur Reels und Clips sehen, sondern selbst durch die Räume laufen? Gute Entscheidung – bei Parreno kommt der wahre Effekt erst live.
Aktuell sind konkrete, öffentlich zugängliche Ausstellungsdaten für die nächsten Monate über frei zugängliche Quellen nur begrenzt einsehbar. Viele seiner Projekte entstehen in enger Zusammenarbeit mit großen Institutionen und werden oft kurzfristig angekündigt oder sind Teil von Gruppenausstellungen.
Stand jetzt gilt deshalb: Aktuell keine Ausstellungen bekannt, die eindeutig und verbindlich datiert öffentlich zur Verfügung stehen, ohne auf interne Datenbanken zugreifen zu müssen.
Wenn du wirklich nichts verpassen willst, gibt es zwei Anlaufstellen, die du regelmäßig checken solltest:
- Offizielle Infos direkt vom Künstler
Hier findest du – sofern verfügbar – Updates zu neuen Projekten, Filmen und Kollaborationen. - Gladstone Gallery – internationale Galerie-Base
Gladstone gehört zu den wichtigen Playern im High-End-Kunstmarkt und vertritt Parreno. Hier tauchen News, vergangene Ausstellungen und teils Hinweise auf aktuelle Präsentationen auf.
Tipp: Viele Museen posten Parreno-Installationen zuerst auf Instagram, TikTok & YouTube Shorts, bevor die Website aktualisiert ist. Wenn du seinem Namen folgst, bekommst du den Kunst-Hype fast in Echtzeit mit.
Fazit: Hype gerechtfertigt?
Wenn du Kunst suchst, die du einfach nett über die Couch hängst – dann ist Philippe Parreno nicht dein Künstler.
Wenn du aber Bock auf Kunst als Mindfuck hast, auf Räume, die wie lebende Wesen reagieren, auf Licht, Sound und Kino ohne klassische Story, dann ist Parreno ein Must-See. Seine Werke sind visuell stark, theoretisch aufgeladen und markttechnisch in einem Bereich, der ihn klar über dem Zufallshype positioniert.
Für Sammler:innen mit Budget ist er ein spannender Name im gehobenen Segment. Für alle anderen ist er vor allem eins: die perfekte Antwort auf die Frage, warum Kunst im 21. Jahrhundert mehr sein kann als ein Bild im Rahmen.
Also: Nächste Museumstour? Halt die Augen offen nach flackernden Marquees, mysteriösen Filmräumen und Installationen, bei denen du nicht sicher bist, ob du noch Zuschauer:in oder schon Teil des Systems bist. Genau da beginnt bei Philippe Parreno der eigentliche Kunst-Hype.


