Kinderkrankentage, Kind

Kinderkrankentage: 2026 gelten weiterhin 15 Tage pro Kind

01.01.2026 - 05:30:12

Ab heute profitieren berufstätige Eltern von dauerhaft erleichterten Regeln. Die erweiterten Kinderkrankentage bleiben 2026 erhalten – und mit ihnen die telefonische Krankschreibung. Das bringt Planungssicherheit für Millionen Familien.

Die wichtigste Nachricht: Das Kontingent wird nicht gekürzt. Jedes gesetzlich versicherte Elternteil hat weiterhin Anspruch auf 15 Kinderkrankentage pro Kind. Für Alleinerziehende verdoppelt sich dieser Anspruch auf 30 Tage pro Kind.

Besonders Familien mit mehreren Kindern profitieren von klaren Obergrenzen. Pro Jahr und Elternteil gilt ein Maximum von 35 Arbeitstagen. Alleinerziehende können bis zu 70 Tage in Anspruch nehmen.

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Diese Regelung reagiert auf die heutige Infektionsrealität. Analysen des Robert Koch-Instituts zeigen: Die Krankheitswellen bei Kindern halten auch nach der Pandemie an. Zehn Tage, wie vor 2020 üblich, reichen vielen Familien einfach nicht mehr aus.

Telefonische Krankschreibung wird Standard

Ein echter Stresskiller für Eltern: Die telefonische Krankschreibung für Kinder bleibt 2026 erhalten. Eltern müssen ein fieberndes Kind nicht mehr in die volle Arztpraxis schleppen, nur um eine Bescheinigung zu erhalten.

So funktioniert’s:
* Das Kind muss der Praxis bereits bekannt sein
* Die Symptome dürfen nicht schwerwiegend sein
* Die Bescheinigung gilt für maximal fünf Kalendertage

Diese Entbürokratisierung spart wertvolle Zeit – Zeit, die stattdessen in die Pflege des Kindes fließen kann.

Klare Regeln für Krankenhausaufenthalte

Muss ein Kind stationär aufgenommen werden, gelten ab sofort verbesserte Regeln für begleitende Eltern. Und das Beste: Diese Tage werden nicht vom regulären Kinderkrankengeld-Konto abgezogen.

Die wichtigsten Punkte:
* Bei medizinischer Notwendigkeit gilt der Anspruch für die gesamte Dauer des Aufenthalts – ohne Obergrenze
* Für Kinder unter 9 Jahren gilt die Begleitung automatisch als notwendig
* Bei Kindern zwischen 9 und 12 Jahren wird die Notwendigkeit individuell geprüft

Eltern in emotionalen Ausnahmesituationen werden so bürokratische Hürden erspart.

Digitalisierung erleichtert den Ablauf

Im Hintergrund sorgen technische Neuerungen für reibungslosere Abläufe. Krankenkassen melden das Ende des Kinderkrankengeld-Bezugs jetzt automatisch an Arbeitgeber.

Neue Meldegründe verhindern zudem, dass Tage im Krankenhaus fälschlicherweise vom Kontingent der häuslichen Pflegetage abgezogen werden. Für Eltern bedeutet das: weniger Rückfragen und schnellere Abrechnungen.

Was kommt nach 2026?

Die aktuellen Regelungen gelten zunächst nur für dieses Jahr. Doch die politische Debatte wird nicht lange ruhen. Spätestens in der zweiten Jahreshälfte 2026 dürfte die Diskussion um eine dauerhafte Entfristung wieder aufflammen.

Gewerkschaften und Familienverbände werden Druck machen, die 15 Tage als permanenten Standard zu etablieren. Ein Ziel: Die jährlichen “Zitterpartien” um die Verlängerung endlich beenden.

Für jetzt können Eltern erstmal aufatmen. Die Betreuung kranker Kinder ist heute einfacher organisiert als je zuvor.

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