Kindergesundheit: Politik setzt auf frühe Prävention
29.01.2026 - 19:57:12Die Bundesregierung will die Gesundheit von Kindern und Jugendlichen stärker fördern. Ein Schwerpunkt liegt auf der psychischen Gesundheit, die durch gesellschaftliche Krisen unter Druck geraten ist.
Aktuell arbeitet das Gesundheitsministerium an einer Strategie für die mentale Gesundheit junger Menschen. Erste Maßnahmen sollen noch in diesem Jahr starten. Geplant sind mehr Aufklärung, niedrigschwellige Beratung für Eltern und eine bessere Vernetzung von Schulen, Jugendhilfe und Gesundheitswesen.
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Zehn Milliarden für benachteiligte Schulen
Ein zentrales Instrument ist das „Startchancen-Programm“. Bund und Länder stellen dafür über zehn Jahre 20 Milliarden Euro bereit. Das Geld fließt gezielt an Schulen mit vielen sozial benachteiligten Schülern.
Von den Mitteln können auch Projekte für die psychische Gesundheit profitieren. Denkbar ist der Aufbau multiprofessioneller Teams mit psychologischen Fachkräften direkt an den Schulen.
Ärzte fordern einen „Pakt für Kindergesundheit“
Aus der Praxis kommt deutlicher Druck für mehr Verbindlichkeit. Der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ) fordert gemeinsam mit Krankenkassen einen umfassenden „Pakt für Kindergesundheit“.
Die Kernforderungen:
* Mehr Verhältnisprävention: Ein Werbeverbot für ungesunde Lebensmittel an Kinder.
* Stärkere Rolle der Kinderärzte: Sie sollen als zentrale Lotsen im Gesundheitssystem fungieren und Fehlversorgung verhindern.
Daten belegen die Effizienz: Ein Großteil der Fälle könnte in Kinderarztpraxen abschließend behandelt werden. Die Forderungen wurden bereits im Gesundheitsausschuss des Bundestages diskutiert.
Frühe Hilfen für Familien im Fokus
Experten betonen, dass die Weichen für ein gesundes Leben früh gestellt werden. Entscheidend ist die emotionale Bindung zu verlässlichen Bezugspersonen.
Daher setzen Programme wie die „Frühen Hilfen“ direkt bei den Eltern an. Sie unterstützen Familien von Beginn an, besonders in schwierigen Situationen. Diese Netzwerke mit Familienhebammen sollen allen Kindern gleiche Startchancen ermöglichen.
Die Debatte zeigt: Kindergesundheit ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Ob die geplanten Strategien und Forderungen nun konsequent umgesetzt werden, wird sich in den kommenden Monaten entscheiden.


