KI-Workshops starten für Senioren in Deutschland
07.01.2026 - 01:12:12Deutschland startet eine bundesweite Offensive, um ältere Menschen fit für Künstliche Intelligenz und digitale Sicherheit zu machen. Ab heute rollen spezielle Workshops in Kommunen und Bibliotheken aus.
Die digitale Kluft schließt sich nicht von allein – besonders nicht für die Generation 60 plus. Während KI-Technologien Bankgeschäfte, Gesundheitsdienstleistungen und Alltagskommunikation grundlegend verändern, droht eine ganze Bevölkerungsgruppe den Anschluss zu verlieren. Die Antwort darauf kommt jetzt aus den Kommunen: Eine neue Generation von Schulungsprogrammen startet diese Woche in ganz Deutschland und Österreich.
„Digitale Inklusion wird zur sozialen Notwendigkeit“, heißt es in aktuellen Branchenanalysen. Die Kurse setzen deshalb bewusst auf niedrigschwellige Angebote in Stadtteilzentren, Bibliotheken und Seniorenclubs. Das Ziel ist ambitioniert: Ältere Menschen sollen nicht nur Grundlagen lernen, sondern auch verstehen, wie Künstliche Intelligenz funktioniert – und wie man sich vor ihren Risiken schützt.
Viele ältere Nutzer werden heute gezielt mit gefälschten Anrufen, Deepfakes und betrügerischen Links attackiert – vor allem über Smartphones. Ein kostenloses Sicherheitspaket erklärt die fünf wichtigsten Schutzmaßnahmen für Android-Geräte: sichere Einstellungen, Update‑Checks, geprüfte Apps, Backup‑Tipps und einfache Regeln zur Erkennung von Phishing oder geklonten Stimmen. Die leicht verständlichen Schritt‑für‑Schritt‑Anleitungen sind ideal für Einsteiger und Workshop‑Teilnehmer. Jetzt das kostenlose Android‑Sicherheits‑Paket anfordern
Praktischer Start in drei Pilotstädten
Die Theorie wird diese Woche in die Praxis umgesetzt. In mehreren Städten beginnen konkret ausgearbeitete Programme:
In Leipzig nimmt der Senior Computer Club am Donnerstag seinen wöchentlichen Betrieb wieder auf. Die ersten Sessions widmen sich noch den Grundlagen digitaler Kreativität wie Bildbearbeitung, bevor es an KI-Werkzeuge geht.
Buxtehude setzt ab Freitag in der Stadtbibliothek auf systematische Schulungen. Ein vierteiliger Einführungskurs speziell für Android-Nutzer startet, iOS-Module folgen im Februar.
Auch in Bonn beginnt am Freitag die Initiative „Tat + Rat“ einen neuen Zyklus. Die Kurse konzentrieren sich auf praktische Anwendungen für Windows-PCs – ein Beleg dafür, dass das Interesse älterer Menschen weit über Smartphones hinausgeht.
Besonders erfolgreich ist das Modell der offenen Sprechstunden. Das Programm „Digital Kompass“ startet diese am Samstag wieder. Senioren können hier ohne Anmeldung mit ihren eigenen Geräten vorbeikommen und erhalten individuelle Hilfe.
Schwerpunkt: Gesundheit und Betrugserkennung
Was die neuen Kurse von früheren Angeboten unterscheidet, ist ihr Fokus auf zwei kritische Bereiche: digitale Gesundheit und KI-Sicherheit.
Module wie „Smartsurfer“, die Mitte Januar in Hersbruck starten, behandeln konkret „Digitale Gesundheit & KI im Alter“. Teilnehmer lernen, Gesundheits-Apps zu nutzen, Videosprechstunden durchzuführen und Online-Informationen kritisch zu bewerten. Auch der praktische Einsatz von Sprachassistenten und Smart-Home-Technologien für ein selbstständiges Leben steht auf dem Programm.
Gleichzeitig wird ein neues Risiko thematisiert: KI-gestützter Betrug. Deepfakes, geklonte Stimmen und täuschend echte Betrugsversuche nehmen gezielt ältere Menschen ins Visier. Die Workshops zeigen, wie man diese erkennt und sich schützt. Diese Kombination aus praktischem Nutzen und Sicherheitsbewusstsein soll Vertrauen in die Technologie schaffen.
EU-Kontext und professionelle Schulung
Im Hintergrund wirkt die europäische Regulierung. Seit Februar 2025 setzt der EU AI Act neue Standards für Transparenz und menschliche Kontrolle bei KI-Systemen. Diese Prinzipien fließen nun in die Verbraucheraufklärung ein.
Um die Qualität zu sichern, professionalisieren Initiativen wie die KI-Allianz Baden-Württemberg die Schulungsstruktur. „Train-the-Trainer“-Programme bilden ab diesem Monat Ehrenamtliche und Kursleiter fort. Nur mit aktuellstem technischen Wissen können sie KI-Konzepte verständlich vermitteln.
Soziale Treffpunkte gegen die Isolation
Die Organisatoren in Leipzig, Buxtehude und Bonn rechnen mit großer Nachfrage. Die Kurse lösen gleich zwei Probleme: Sie schließen die digitale Lücke und bekämpfen soziale Isolation. Der gemeinsame Lernort wird zum Treffpunkt – in einer Gesellschaft, die sonst oft am Bildschirm vereinzelt.
Bei Erfolg der Pilotprogramme sollen die KI-Curricula 2026 flächendeckend in Volkshochschulen Einzug halten. Ab dem zweiten Quartal sind weitere Module geplant, etwa zu kreativer KI-Nutzung und intelligenter Mobilität. Der Startschuss dieser Woche markiert damit nicht nur den Beginn neuer Kurse, sondern einen Systemwechsel in der digitalen Bildung für Senioren.
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