Arbeitswelt, Stellen

KI verändert die Arbeitswelt: Jedes zweite Unternehmen optimiert Stellen

16.01.2026 - 00:43:12

Laut Robert Walters Report nutzen über 58% der Unternehmen KI zur Personaloptimierung, was eine strategische Neuausrichtung und umfangreiche Weiterbildungen erfordert.

Künstliche Intelligenz führt in der Arbeitswelt zu einer strategischen Neuausrichtung. Fast die Hälfte aller KI-nutzenden Unternehmen setzt die Technologie bereits ein, um ihre Personalstruktur zu optimieren. Das zeigt der aktuelle Global Salary Survey 2026 der Personalberatung Robert Walters. Die Integration von KI beschleunigt sich rasant: Mehr als 58 Prozent der Arbeitgeber nutzen sie bereits.

Doch die Technologie schafft nicht nur Effizienz, sondern auch neue Anforderungen. Für Arbeitnehmer wird kontinuierliche Weiterbildung zum Muss. Die Nachfrage nach neuen, spezialisierten Fähigkeiten steigt stark an. Die Zukunft gehört dem hybriden Profil: Wer technologisches Verständnis mit menschlichen Stärken kombiniert, ist im Vorteil.

Diese Jobs verändern sich am stärksten

Die Automatisierungswelle trifft nicht alle Bereiche gleich. Besonders betroffen sind Funktionen mit vielen wiederkehrenden, transaktionalen Aufgaben. An erster Stelle stehen Administration und Business Support. KI-Tools übernehmen hier Terminplanung, Dateneingabe und Routine-Korrespondenz.

Dicht gefolgt werden sie von IT und Digitalisierung. KI automatisiert Systemüberwachung, Cybersecurity-Warnungen und sogar Code-Generierung. IT-Experten können sich dadurch stärker auf strategische Projekte konzentrieren. Auch im Rechnungswesen und Finance ist der Wandel spürbar. Rechnungsstellung, Spesenabrechnung und Finanzanalysen laufen zunehmend automatisiert ab.

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Die Kehrseite der Medaille: Gleichzeitig explodiert die Nachfrage nach Spezialisten für Data Science, Machine Learning und KI-Produktentwicklung. Die Arbeitswelt spaltet sich in Routine-Aufgaben, die verschwinden, und hochkomplexe Tätigkeiten, die an Bedeutung gewinnen.

Der Aufstieg der „menschlichen“ Fähigkeiten

Welche Skills sind in der KI-Ära wirklich gefragt? Der Report zeigt eine klare Verschiebung. Technisches Wissen ist wichtig, doch entscheidend werden nun vor allem menschliche Fähigkeiten. Arbeitgeber nennen kritisches Denken und Faktencheck als die wichtigsten Kompetenzen überhaupt.

Warum? Mitarbeiter müssen die Ausgaben von KI-Systemen rigoros bewerten und interpretieren können. Ebenfalls ganz oben steht Datenanalyse. Die Fähigkeit, aus komplexen Datensätzen sinnvolle Erkenntnisse zu ziehen, bleibt ein entscheidender Wettbewerbsvorteil.

Zunehmend gesucht sind auch Kreativität und ethische Entscheidungsfindung. Diese Skills sind unverzichtbar, um Innovation voranzutreiben, eine faire KI-Anwendung zu gewährleisten und die komplexen Herausforderungen der Automatisierung zu meistern. Das alte Paradigma der transaktionsbasierten Arbeit wird abgelöst.

Die große Umschulungswelle steht bevor

Das Tempo der KI-Einführung erzeugt einen akuten Bedarf an Weiterbildung in großem Maßstab. Über die Hälfte der Arbeitgeber (53 Prozent) rechnet damit, dass mehr als ein Viertel ihrer Belegschaft neue Fähigkeiten brauchen wird. Ganze 26 Prozent der Unternehmen müssen sogar mehr als die Hälfte ihrer Mitarbeiter umschulen.

Die Lücke zwischen vorhandenen und benötigten Fähigkeiten ist enorm. Doch die Arbeitnehmer sind nicht untätig: Fast die Hälfte hat bereits KI-bezogene Schulungen absolviert, um den eigenen Job zukunftssicher zu machen. Diese Eigeninitiative speist sich aus Optimismus. 65 Prozent der Fachkräfte glauben, dass KI letztlich einen positiven Einfluss auf ihre Karriere haben wird.

Sie sehen die Technologie nicht als Jobkiller, sondern als Werkzeug, das ihre Fähigkeiten erweitert. Für diejenigen, die sich anpassen, könnten sich neue Chancen und ein schnellerer Karriereweg eröffnen.

Strategische Neuausrichtung statt Stellenabbau

Die Daten deuten auf eine Reifung der KI-Debatte hin. Es geht nicht mehr primär um die Angst vor Jobverlusten, sondern um eine strategische Neugestaltung von Karrieren und Organisationen. „KI verändert die Form von Karrierewegen, statt sie ganz zu eliminieren“, sagt John Mullally, Managing Director von Robert Walters Hong Kong.

Die zentrale Herausforderung für Unternehmen verschiebt sich. Es geht nicht mehr um das „Ob“ der KI-Einführung, sondern um das „Wie“ der menschlichen Integration. Firmen, die in strukturierte Umschulungsprogramme investieren und klare, ethische KI-Richtlinien etablieren, werden im Wettbewerb um Top-Talente einen deutlichen Vorteil haben.

Die Zukunft gehört Organisationen und Professionals, die menschliche Fähigkeiten effektiv mit Künstlicher Intelligenz verbinden. Die Technologie steigert die Effizienz – der Mensch treibt aber weiterhin Wachstum, Innovation und strategische Ausrichtung voran. Nachhaltiges Wachstum bleibt auch im KI-Zeitalter von einer gut ausgebildeten, anpassungsfähigen und unterstützten Belegschaft abhängig.

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