Daten, Personalarbeit

KI und Daten verschmelzen Personalarbeit und IT

17.01.2026 - 08:11:12

Die strategische Einheit von Personalwesen und Informationstechnologie wird zum entscheidenden Faktor für den Erfolg deutscher Unternehmen im Kampf um Talente und digitale Kompetenz.

HR und IT wachsen 2026 zur strategischen Einheit zusammen – das entscheidet über Wettbewerbsfähigkeit.

Das Jahr markiert einen Wendepunkt für das Personalmanagement. Die traditionell getrennten Bereiche Human Resources und Informationstechnologie fusionieren unaufhaltsam. Künstliche Intelligenz und datengestützte Entscheidungen sind keine Zukunftsmusik mehr, sondern entscheidende Wettbewerbsfaktoren im Kampf um Talente. Für deutsche Unternehmen bedeutet das eine dringende Neuausrichtung. Der Erfolg hängt maßgeblich davon ab, technologische Innovation mit menschenzentrierter Personalarbeit zu verbinden.

Digitale Kompetenz wird zur Einstellungsvoraussetzung

Der deutsche Arbeitsmarkt sendet klare Signale: Klassische Qualifikationen reichen nicht mehr aus. Das zeigt eine aktuelle Umfrage der ManpowerGroup unter über 1.000 Unternehmen. Gefragt sind nicht perfekte Lebensläufe, sondern anpassungsfähige Mitarbeiter mit hoher Lernbereitschaft. 36 Prozent der Arbeitgeber suchen gezielt nach solchen Profilen.

Besonders im Fokus stehen Kenntnisse im Umgang mit künstlicher Intelligenz und grundlegende digitale Versiertheit. Personalabteilungen müssen also doppelt umdenken. Sie brauchen neue Rekrutierungsprofile – und zugleich die technologischen Werkzeuge, um diese Talente zu finden. Eine enge Partnerschaft mit der IT wird unerlässlich.

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Die große Hürde: Vertrauen in die KI schaffen

Die Einführung von KI ist weniger eine technische als eine kulturelle Herausforderung. Experten betonen: Der Erfolg hängt maßgeblich vom Vertrauen der Belegschaft ab. Eine aktuelle Analyse zeigt jedoch, dass zwei Drittel der Unternehmen kulturell nicht vorbereitet sind.

Die Lösung liegt in einer funktionsübergreifenden Allianz aus IT, HR und Kommunikation. HR sichert den menschenorientierten Ansatz, IT stellt die Infrastruktur. Es geht um Transparenz und geschulte Führungskräfte als Technologie-Befürworter. Laut einer Studie von UKG fühlt sich nur gut die Hälfte der Mitarbeiter ausreichend auf einen KI-gesteuerten Arbeitsplatz vorbereitet. Eine deutliche Lücke, die geschlossen werden muss.

Vom Papierkram zum Strategie-Partner

Die wachsende Bedeutung von Daten treibt den Wandel der HR von der Verwaltung zum strategischen Partner voran. Fundierte Entscheidungen über Personalentwicklung oder Nachfolgeplanung erfordern präzise Analysen. Sogenannte People Analytics werden zum zentralen Steuerungsinstrument.

Diese Entwicklung braucht eine nahtlose technologische Integration – nur möglich durch eine strategische Partnerschaft. Die IT muss leistungsfähige, sichere Datenplattformen bereitstellen. HR-Experten müssen lernen, diese Daten zu interpretieren und in Handlungsstrategien zu übersetzen. Die Fähigkeit, aus Belegschaftsdaten die richtigen Schlüsse zu ziehen, wird zum Wettbewerbsvorteil.

Hybrid-Rollen und mehr Autonomie für Mitarbeiter

Die Integration wird sich weiter vertiefen. Experten prognostizieren hybride Rollenprofile. Etwa HR-Business-Partner mit tiefem Technologieverständnis oder IT-Spezialisten in Personalabteilungen. Der Fokus verlagert sich auf Employee Enablement.

Dabei erhalten Mitarbeiter durch Technologie mehr Autonomie und personalisierte Entwicklungsmöglichkeiten. Langfristig profitieren jene Unternehmen am meisten, die diese interdisziplinäre Zusammenarbeit meistern. Technologie dient dann nicht mehr nur der Effizienz. Sie wird zum Fundament für eine anpassungsfähige, motivierte Belegschaft. Die strategische Allianz von HR und IT ist der Schlüssel zur Zukunftsfähigkeit.

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