KI-Turbo, Phishing-Welle

KI-Turbo treibt Phishing-Welle in Deutschland an

12.02.2026 - 19:01:11

Künstliche Intelligenz treibt eine neue Welle hochprofessioneller Betrugsangriffe voran. Deutsche Behörden melden einen dramatischen Anstieg von Cyberattacken, die gezielt Kunden von Finanzinstituten ins Visier nehmen.

Eine neue Welle hochprofessioneller Phishing- und Smishing-Angriffe überrollt derzeit Verbraucher und Unternehmen. Sicherheitsexperten warnen vor Betrugsversuchen, die durch Künstliche Intelligenz immer überzeugender werden. Aktuelle Berichte zeigen: Cyber-Angriffe gelten für deutsche Firmen als größtes Geschäftsrisiko. Gleichzeitig nehmen Kriminelle gezielt Kunden von Postbank und Sparkassen ins Visier.

KI als Brandbeschleuniger für perfekte Betrugs-Mails

Der entscheidende Faktor ist der Einsatz von Künstlicher Intelligenz. Früher verrieten sich Betrüger oft durch Rechtschreibfehler. Heute generieren KI-Tools fehlerfreie, stilistisch überzeugende Texte im Tonfall echter Unternehmen. Die Angriffe zielen auf Bankkunden und Nutzer von Paketdiensten. Als Vorwand dienen angebliche Sicherheitsprobleme, App-Updates oder das Auslaufen von Verfahren wie „BestSign“. In den Nachrichten bauen die Kriminellen mit alarmierenden Betreffzeilen und kurzen Fristen psychologischen Druck auf.

Die Links in den Nachrichten führen nicht zu echten Portalen, sondern auf täuschend echte Fake-Webseiten. Dort sollen Opfer Kontodaten, Passwörter oder Kreditkarteninformationen eingeben. KI hilft den Betrügern, diese Angriffe schneller und in größerem Umfang zu starten. Der Wettlauf zwischen Angreifern und Verteidigern verschärft sich.

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Behörden schlagen Alarm: Zahlen explodieren

Die Bedrohungslage hat offizielle Stellen auf den Plan gerufen. Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) warnte bereits Anfang Februar vor der wachsenden Raffinesse der Angriffe. Die Statistiken sind alarmierend:
* Die Zahl der bekannten Opfer von Cyber-Erpressung stieg in Deutschland um rund 91 Prozent.
* Cyberangriffe auf deutsche Unternehmen nahmen um 14 Prozent zu.
* Weltweit waren Firmen 2025 durchschnittlich 1.968 Angriffen pro Woche ausgesetzt – ein Plus von 18 Prozent.

Besonders kleine und mittlere Unternehmen stehen im Fokus. Das BSI und das Bundesamt für Verfassungsschutz warnen zudem vor staatlich gesteuerten Phishing-Angriffen über Messenger wie Signal, die auf hochrangige Ziele abzielen.

Warum der Mensch zur Zielscheibe wird

Experten sind sich einig: Da technische Hürden schwerer zu überwinden sind, wird der Mensch zur primären Angriffsfläche. Die Kriminellen setzen auf Social Engineering und nutzen Stress, Vertrauen und Autoritätshörigkeit aus. Eine perfide Methode ist das „MFA-Bombing“: Nutzer werden mit einer Flut von Push-Benachrichtigungen zur Transaktionsfreigabe überschwemmt, bis sie aus Verunsicherung eine betrügerische Anfrage bestätigen.

Eine Umfrage des Bankenverbands zeigt die Dimension: Fast ein Viertel der Befragten wurde innerhalb von zwei Jahren Opfer eines Betrugsversuchs. Als Reaktion setzen Banken verstärkt auf phishing-resistente Technologien wie Passkeys.

So schützen Sie sich vor den neuen Angriffen

Die Prognose ist klar: Die Zahl und Qualität der Angriffe wird weiter zunehmen. Verbraucher müssen ihre digitale Kompetenz stärken. Experten raten zu diesen grundlegenden Maßnahmen:

  • Links ignorieren: Klicken Sie nie auf Links in unaufgeforderten E-Mails oder SMS.
  • Absender prüfen: Seien Sie misstrauisch und checken Sie E-Mail-Adressen genau.
  • Direkt navigieren: Rufen Sie Bank-Webseiten immer durch direkte URL-Eingabe oder die offizielle App auf.
  • Daten schützen: Geben Sie Passwörter, PINs oder Kreditkartennummern nie auf einer Seite ein, die Sie per Link erreicht haben.
  • 2FA aktivieren: Nutzen Sie wo immer möglich die Zwei-Faktor-Authentifizierung.
  • Software updaten: Halten Sie Betriebssystem, Browser und Antiviren-Programme aktuell.
  • Verdächtiges melden: Leiten Sie betrügerische Nachrichten an Verbraucherzentralen weiter.
@ boerse-global.de

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