KI-Treiber, Gründungen

KI-Treiber katapultiert deutsche Gründungen auf Rekordhoch

12.01.2026 - 15:05:12

Deutschland verzeichnet 2025 einen historischen Gründungsrekord mit 3.568 neuen Startups, angetrieben von Künstlicher Intelligenz. München löst Berlin als dichtesten Standort ab, und die Finanzierungslage entspannt sich.

Deutschland erlebt einen historischen Gründungsboom, angetrieben von Künstlicher Intelligenz. 2025 wurden so viele Startups gegründet wie nie zuvor – und München löst Berlin als dichtesten Standort ab.

Die aktuellen Zahlen des Deutschen Startup-Verbands zeigen einen fundamentalen Wandel: Mit 3.568 Neugründungen stieg die Zahl im Vergleich zu 2024 um 29 Prozent und übertraf selbst den Pandemie-Boom von 2021. KI ist dabei der entscheidende Treiber. Rund 27 Prozent aller neuen Unternehmen bauen ihr Geschäftsmodell zentral auf Künstlicher Intelligenz auf.

München überholt Berlin in der Gründungsdichte

Die Startup-Landkarte Deutschlands hat sich neu geordnet. Zwar bleibt Berlin eine wichtige Größe, doch München hat die Hauptstadt bei der Gründungsdichte überholt. Auf 100.000 Einwohner kamen in der bayerischen Metropole 19,3 neue Startups, in Berlin waren es 16,8.

Anzeige

Passend zum Thema KI und Regulierung: Seit Inkrafttreten der EU‑KI‑Verordnung riskieren viele junge Unternehmen unbeabsichtigte Verstöße, die zu empfindlichen Sanktionen führen können. Ein kompakter, kostenloser Umsetzungsleitfaden erklärt Kennzeichnungspflichten, Risikoklassen, Dokumentationsanforderungen und Übergangsfristen – praxisnah für Gründer, Entwickler und Anbieter von KI‑Lösungen. So erkennen Sie Compliance‑Risiken frühzeitig und schützen Ihr wachstumsorientiertes Geschäftsmodell. Kostenlosen KI-Verordnung-Leitfaden herunterladen

„Der Münchner Standortvorteil liegt in der Verzahnung von Spitzenforschung, etablierter Industrie und Investoren“, analysieren Branchenbeobachter. Diese Nähe zu B2B-Märkten begünstige besonders KI- und Deep-Tech-Gründungen, die das Jahr 2025 prägten. Bayern verzeichnete insgesamt ein Plus von 46 Prozent auf 785 Neugründungen.

Software-Sektor explodiert, traditionelle Branchen ziehen nach

Der Software-Sektor legte am stärksten zu: 853 Neugründungen bedeuten ein Wachstum von 38 Prozent. Doch die KI-Welle erfasst längst auch traditionelle Industrien. In der Werbebranche setzen über 55 Prozent der neuen Unternehmen auf KI, im LegalTech-Bereich sind es mehr als 50 Prozent. Selbst in konservativen Sektoren wie Immobilien und Finanzen integriert mehr als jedes dritte Startup KI-Technologien.

Jenseits des KI-Hypes zeigt sich eine breite Erholung. Die Lebensmittelbranche meldet ein Comeback mit 80 Prozent mehr Gründungen. Der Gesundheitssektor wuchs um 46 Prozent – getrieben von Innovationen in Digital Health.

Finanzierungslage entspannt sich spürbar

Ein entscheidender Wendepunkt: Die Finanzierungsbedingungen, die 2023 und 2024 noch als Engpass galten, lockerten sich deutlich. Allein im vierten Quartal 2025 sammelten Startups etwa zwei Milliarden Euro ein. Diese Kapitalflut signalisiert zurückkehrendes Investor-Vertrauen, besonders in skalierbare Technologie-Modelle.

Auch die Insolvenzzahlen geben Anlass zu vorsichtigem Optimismus. Die Pleiten junger Unternehmen sanken von 344 auf 306 – ein Zeichen für wachsende Stabilität trotz schwieriger gesamtwirtschaftlicher Rahmenbedingungen.

Deep Tech wird zum deutschen Alleinstellungsmerkmal

„Die Zahlen zeigen den Mut und die Dynamik unserer Gründer“, betont Dr. Kati Ernst, stellvertretende Vorsitzende des Startup-Verbands. Startups zögen die Wirtschaft voran und schüfen die Unternehmen von morgen – selbst in schwierigem Umfeld.

Analysten sehen in der Deep-Tech-Orientierung ein wachsendes Alleinstellungsmerkmal. Im Gegensatz zum Consumer-App-Boom der 2010er Jahre integrieren sich heutige Startups stärker in Deutschlands traditionelle Stärken wie Ingenieurwesen und Forschung. Universitätsstädte wie Aachen, Heidelberg und Potsdam festigen deshalb ihre Spitzenpositionen in den Rankings.

Doch die größte Herausforderung bleibt das Skalieren. „Aus jungen Unternehmen globale Marktführer zu machen, gelingt noch zu selten“, geben Verbandsvertreter zu bedenken. Sie fordern von der Politik, die Rahmenbedingungen für Innovations- und Wachstumskapital weiter zu verbessern.

Ausblick: Wird der Schwung in 2026 anhalten?

Die Aussichten für 2026 bleiben positiv – vorausgesetzt, die Kapitalmärkte bleiben offen. Die starke KI-Abhängigkeit deutet auf höhere Qualität hin: Immer mehr Startups bauen auf schützenswerte Hightech-Intellectual-Property.

Die regionale Diversifizierung, mit starkem Wachstum in Sachsen und Nordrhein-Westfalen, zeigt zudem: Die Startup-Kultur breitet sich über die traditionellen Zentren aus. Sollte dieser Trend anhalten, könnte 2026 eine breitere Revitalisierung des deutschen Mittelstands durch eine neue Generation technologiegetriebener Unternehmen bringen. Investoren werden genau beobachten, ob die 2025 gegründeten KI-Startups in den kommenden 12 bis 18 Monaten erfolgreich von der Seed-Phase in die Series-A- und B-Finanzierungsrunden wechseln können.

Anzeige

PS: Viele Investoren prüfen inzwischen rechtliche Absicherung gegen KI‑Risiken, bevor sie in Deep‑Tech-Startups investieren. Unser Gratis-E‑Book zur EU‑KI‑Verordnung fasst kompakt zusammen, welche Pflichten jetzt gelten, welche Fristen wichtig sind und wie Sie Ihr KI‑System richtig klassifizieren und dokumentieren. Ideal für Gründer, die schnell rechtssicher handeln und Finanzierungschancen nicht gefährden wollen. Jetzt kostenlosen KI-Umsetzungsleitfaden sichern

@ boerse-global.de