KI-Schutzschild: Niedersachsen investiert 30 Millionen Euro in digitale Abwehr
26.01.2026 - 16:54:12Angesichts explodierender Cyberangriffe setzt Niedersachsen auf einen digitalen Schutzschild mit Künstlicher Intelligenz. Die Landesregierung investiert 30 Millionen Euro, um ihre Verwaltung gegen zunehmend professionelle Hacker-Attacken zu wappnen.
Alarmierende Angriffszahlen zwingen zum Handeln
Die Investition ist eine direkte Reaktion auf eine dramatisch eskalierende Bedrohungslage. Die niedersächsischen Behörden registrieren mittlerweile drei schwere Cyberangriffe pro Tag – Tendenz steigend. Täglich müssen die Systeme rund 400.000 verdächtige E-Mails abwehren. Ein erheblicher Teil dieser Attacken wird russischen Akteuren zugeschrieben. Traditionelle Sicherheitsmaßnahmen reichen längst nicht mehr aus, um den komplexen Methoden moderner Hacker-Gruppen standzuhalten.
400.000 verdächtige E‑Mails täglich zeigen: Phishing ist das größte Einfallstor für Behörden und Verwaltungen. Das kostenlose Anti‑Phishing‑Paket liefert eine praxisnahe 4‑Schritte‑Anleitung – von der Erkennung gefälschter Absender (CEO‑Fraud) über technische Gegenmaßnahmen bis zu Mitarbeiterschulungen und einem fertigen Incident‑Response‑Plan. Mit klaren Checklisten und branchenspezifischen Beispielen können IT‑Teams sofort Schutzmaßnahmen umsetzen. Der Leitfaden wird per E‑Mail zugestellt und ist speziell für öffentliche Verwaltungen und kleine IT‑Abteilungen konzipiert. So erhöhen Sie kurzfristig die Abwehrbereitschaft ohne große Zusatzkosten. Jetzt das Anti‑Phishing‑Paket kostenlos herunterladen
So funktioniert der KI-gestützte Abwehrschild
Das Herzstück der neuen Sicherheitsarchitektur ist eine KI-Software eines US-Anbieters. Sie überwacht das gesamte Netzwerk der Landesverwaltung in Echtzeit und analysiert riesige Datenmengen. Der Clou: Statt nur bekannte Schadsoftware-Signaturen zu erkennen, lernt die KI das normale Netzwerkverhalten. So kann sie auch völlig neue, bisher unbekannte Angriffsmethoden – sogenannte Zero-Day-Exploits – identifizieren. Bei einer erkannten Bedrohung leitet das System automatisch Gegenmaßnahmen ein, von der Isolierung betroffener Systeme bis zur Blockade schädlichen Datenverkehrs – alles in Sekundenschnelle.
Teil einer umfassenden Sicherheitsstrategie
Der KI-Schutzschild ist kein Einzelprojekt, sondern ein zentraler Baustein der im September 2024 beschlossenen Cybersicherheitsstrategie Niedersachsens. Diese verfolgt einen ganzheitlichen Ansatz über zwölf Handlungsfelder. Dazu gehören der Schutz kritischer Infrastrukturen, die bessere Vernetzung von Sicherheitsakteuren und die Förderung digitaler Kompetenzen in der Bevölkerung. Die Landesregierung setzt damit auf eine Doppelstrategie aus direkter Technologie-Investition und langfristiger Kompetenzentwicklung.
Niedersachsen als Vorreiter in der digitalen Verteidigung
Mit diesem Schritt positioniert sich das Land als Pionier in der Sicherheit der digitalen Verwaltung. Die Implementierung erfolgt in den kommenden Monaten schrittweise. Die größte Herausforderung wird die nahtlose Integration in die bestehende IT-Landschaft sein. Langfristiger Erfolg hängt davon ab, wie gut sich das System an die ständig weiterentwickelnden Angriffstaktiken anpassen kann. Dies erfordert kontinuierliche Investitionen in Updates, Wartung und vor allem in die Qualifizierung des Personals. Die gewonnenen Erkenntnisse sollen auch anderen öffentlichen Stellen und der regionalen Wirtschaft zugutekommen.


