KI-Phishing, Messenger

KI-Phishing: Messenger werden zur Betrüger-Falle

15.01.2026 - 11:13:12

Kriminelle nutzen KI-gestützte Audio-Deepfakes und QR-Code-Fallen in Messengern. Behörden warnen vor professionellen Angriffen und geben konkrete Schutzmaßnahmen.

Eine neue Welle hochkomplexer Phishing-Angriffe überflutet Messenger wie WhatsApp und Telegram. Das Landeskriminalamt (LKA) und IT-Experten warnen vor einer gefährlichen Evolution: Kriminelle nutzen nun KI, um Stimmen zu klonen und täuschend echte Notszenarien zu generieren.

Wenn der Enkel plötzlich wirklich spricht

Experten sehen einen Wendepunkt in der Cyberkriminalität. Statt der bekannten Textnachrichten setzen Betrüger jetzt auf Audio-Deepfakes. Die als Voice Cloning bekannte Technik klont die Stimme einer vertrauten Person.

Laut LKA-Berichten genügt Kriminellen oft eine kurze Audio-Sequenz aus sozialen Medien. Das Opfer erhält dann eine Sprachnachricht in der vertrauten Stimme – etwa eines Enkels in einer angeblichen Notsituation. Die psychologische Wirkung ist verheerend: Das Gehirn interpretiert die bekannte Stimme als Echtheitsbeweis und übergeht Skepsis.

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QR-Code-Fallen und Fake-Jobs im Chat

Sicherheitsnetzwerke identifizieren weitere perfide Trends. Einer davon ist „Quishing“ (QR-Code-Phishing) in Messenger-Apps.

  • Betrüger senden scheinbar harmlose QR-Codes in Chats.
  • Die Vorwände reichen von Gewinnspielen bis zu Bank-Verifizierungen.
  • Beim Scannen landen Nutzer auf betrügerischen Seiten, die Schadsoftware installieren.

Parallel dazu verzeichnen Verbraucherzentralen mehr gefälschte Jobangebote über WhatsApp. Angebliche Personalvermittler locken mit lukrativen Homeoffice-Jobs, stehlen dann aber Identitätsdaten oder verwickeln Opfer in Geldwäsche.

Warum die Angriffe jetzt so gefährlich sind

Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) warnte bereits Ende letzten Jahres vor KI-gestützten Angriffen. Die Behörde beobachtet eine Professionalisierung der Täter.

Generative KI sorgt heute für fehlerfreie, kontextbezogene Kommunikation – frühere Erkennungsmerkmale wie Rechtschreibfehler entfallen. Im Darknet bieten „Phishing-as-a-Service“-Plattformen KI-Tools für maßgeschneiderte Massenangriffe an.

Besonders gefährdet sind laut Analysen nicht nur Senioren, sondern auch jüngere „Digital Natives“. Ihre hohe Online-Präsenz liefert mehr Material für Deepfakes, und sie nutzen Messenger oft mit weniger Skepsis.

So schützen Sie sich vor den KI-Angriffen

Angesichts der technologischen Aufrüstung der Täter mahnen Behörden zur Wachsamkeit. Diese konkreten Schritte helfen:

  • Immer zurückrufen: Bei einer Notsituation-Nachricht von einer unbekannten Nummer sofort beenden und die Person unter der alten, gespeicherten Nummer anrufen.
  • Codewörter vereinbaren: Familien sollten ein sicheres Codewort für Ernstfälle festlegen, das KI nicht kennen kann.
  • QR-Codes skeptisch prüfen: Niemals Codes aus unbekannten Quellen scannen, auch nicht von vermeintlich bekannten Absendern.
  • Daten öffentlichkeit einschränken: Social-Media-Profile auf „privat“ stellen und Audio-/Videoaufnahmen nicht öffentlich teilen, um Voice Cloning zu erschweren.

Die intuitive Annahme, dass eine vertraute Stimme Echtheit garantiert, ist im Zeitalter von Deepfakes obsolet. Bis Messenger-Dienste technische Lösungen wie KI-Erkennung flächendeckend anbieten, bleibt die menschliche Aufmerksamkeit die wichtigste Firewall.

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