KI-Offensive, Britische

KI-Offensive: Britische Regierung will 10 Millionen Arbeitnehmer umschulen

30.01.2026 - 13:56:12

Die britische Regierung will mit kostenlosen KI-Kursen für zehn Millionen Bürger bis 2030 die digitale Kluft schließen und die Wirtschaftsleistung massiv steigern.

Die britische Regierung startet ein milliardenschweres KI-Trainingsprogramm für die gesamte Bevölkerung. Bis 2030 sollen zehn Millionen Arbeitnehmer kostenlose Kurse erhalten – eine Reaktion auf die massive digitale Kluft in der Wirtschaft.

Großbritanniens Weg zur KI-Supermacht

In einer beispiellosen Bildungsoffensive will die britische Regierung das Land an die Spitze der künstlichen Intelligenz bringen. Das erweiterte Programm „AI Skills Boost“ bietet ab sofort jedem Erwachsenen im Vereinigten Königreich Zugang zu staatlich geförderten KI-Kursen. Wissenschaftsministerin Liz Kendall präsentierte den Plan als entscheidenden Schritt, um die Wettbewerbsfähigkeit in einem zunehmend automatisierten globalen Markt zu sichern.

Die Kurse werden über eine neu gestaltete Online-Plattform, den AI Skills Hub, angeboten. Entwickelt wurden sie in Zusammenarbeit mit Tech-Giganten wie Google, Microsoft, IBM und Amazon Web Services. Selbst der National Health Service (NHS), größter Arbeitgeber des Landes, ist als Partner dabei – ein klares Signal für den KI-Ausbau im öffentlichen Sektor.

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Wirtschaftlicher Druck treibt die Umschulung voran

Hinter dem Programm stehen handfeste wirtschaftliche Erwartungen. Regierungsanalysen prophezeien, dass der flächendeckende Einsatz von KI die britische Wirtschaftsleistung um bis zu 140 Milliarden Pfund pro Jahr steigern könnte. Das entspricht etwa 160 Milliarden Euro.

Doch die Realität sieht anders aus: Nur 21 Prozent der Arbeitnehmer fühlen sich im Umgang mit KI-Werkzeugen sicher. Gerade kleine und mittlere Unternehmen (KMU) hinken hinterher. Hier setzt die Offensive an: Mindestens zwei Millionen Beschäftigte in KMUs sollen gezielt qualifiziert werden.

„TechLocal“-Fonds für regionale Chancengleichheit

Um die Umschulung mit konkreten Jobperspektiven zu verbinden, stellt die Regierung zusätzlich 27 Millionen Pfund aus dem „TechFirst“-Programm bereit. Der „TechLocal“-Fonds soll gezielt Regionen mit akutem Fachkräftemangel unterstützen.

Dort sollen neue Praxis-Kurse, Traineestellen und Ausbildungsplätze im Tech-Bereich entstehen. Die Botschaft ist klar: Der wirtschaftliche Nutzen der KI-Revolution soll nicht nur in London und den Tech-Zentren ankommen, sondern im ganzen Land.

Neue Behörde soll Jobverluste abfedern

Die Kehrseite des technologischen Fortschritts benannte Ministerin Kendall offen: Einige Arbeitsplätze werden verschwinden. Als Antwort darauf richtet die Regierung eine neue „AI and the Future of Work Unit“ ein.

Diese ressortübergreifende Einheit soll mit Experten aus Industrie, Wissenschaft und Gewerkschaften die Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt beobachten. Ihr Auftrag: evidenzbasierte Empfehlungen zu entwickeln, wie Jobverluste abgemildert und Arbeitnehmerrechte geschützt werden können. Der Fokus liege auf Anpassung und der Schaffung neuer, wertschöpfenderer Jobs.

Internationaler Kontext und ehrgeizige Ziele

Die Ankündigung fällt in eine Phase intensiver diplomatischer Aktivitäten. Während Premierminister Keir Starmer China besucht, positioniert sich Großbritannien als ambitionierter Player im globalen KI-Wettlauf. Das Ziel: die schnellste KI-Adaption aller G7-Staaten.

Bis 2030 zehn Millionen Arbeitnehmer zu schulen, ist ein gewaltiges Vorhaben. Seit dem Pilotstart im Juni 2025 wurde bereits eine Million Kurse absolviert. Der weitere Erfolg hängt nun davon ab, ob die Privatwirtschaft dauerhaft engagiert bleibt und die „TechLocal“-Initiativen in den Regionen tatsächlich neue Perspektiven schaffen. Für Millionen Briten beginnt diese Woche der Weg in eine ungewisse, aber gestaltbare Arbeitswelt.

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