KI-Notizassistenten, NHS

KI-Notizassistenten: NHS startet nationales Zulassungsregister

16.01.2026 - 22:34:11

Der britische Gesundheitsdienst NHS hat ein nationales Zulassungsregister für KI-Notizassistenten eingeführt. Die geprüften Systeme sollen Ärzte entlasten und die Patientenzeit deutlich erhöhen.

London – Der britische Gesundheitsdienst NHS hat ein nationales Zulassungsregister für KI-gestützte Notizassistenten gestartet. Das soll den Einsatz von Technologie beschleunigen, die Ärzte von Bürokratie entlastet und mehr Zeit für Patienten schafft.

Das Register listet 19 vorab geprüfte Anbieter von Ambient Voice Technology auf. Ihre Systeme erfüllen strenge Standards für klinische Sicherheit, Datenschutz und Wirksamkeit. Für Krankenhäuser und Hausarztpraxen soll dies die Beschaffung vereinfachen und die flächendeckende Nutzung fördern.

Revolution in der Sprechstunde

Die KI-Systeme hören Gespräche zwischen Arzt und Patient mit, erstellen Echtzeit-Transkripte und klinische Zusammenfassungen. Das reduziert manuelle Dokumentation – eine Hauptursache für Burnout. Laut einer großen NHS-Studie steigert die Technologie die direkte Patientenzeit um 23,5 Prozent. Die Gesamtdauer von Terminen sank um 8,2 Prozent.

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In Notaufnahmen konnten mit KI-Unterstützung 13,4 Prozent mehr Patienten pro Schicht behandelt werden. Pro Konsultation sollen bis zu drei Minuten Verwaltungsaufwand wegfallen.

Klare Regeln für sichere KI

Das Register beendet eine Phase der Unsicherheit. 2025 hatten Behörden noch zur Vorsicht bei nicht regulierten Systemen geraten. Jetzt schafft die Liste Vertrauen: Lokale NHS-Einheiten können aus geprüften Lösungen wählen.

Medizinrechtler betonen jedoch: Die Technologie ändert nichts am ärztlichen Sorgfaltsmaßstab. Jede KI-generierte Notiz muss von einem Kliniker überprüft und freigegeben werden. Die letztendliche Haftung bleibt bei der Praxis oder dem Krankenhaus.

Hürden auf dem Weg zur flächendeckenden Nutzung

Verbände wie die NHS Confederation begrüßen den Schritt. Er helfe Klinikern, sichere und effektive Tools auszuwählen. Doch für einen breiten Rollout müssen Hindernisse überwunden werden.

Viele Einrichtungen kämpfen mit veralteter IT-Infrastruktur oder unzuverlässigem WLAN. Beobachter fordern weitere Investitionen in die digitale Grundausstattung. Entscheidend wird auch die Schulung des Personals sein.

Teil einer nationalen KI-Strategie

Das Register ist ein Baustein der nationalen NHS-Strategie, künstliche Intelligenz flächendeckend einzuführen. „Die KI-Revolution ist da“, sagt Dr. Alec Price-Forbes, National Clinical Information Officer des NHS. Das Ziel sei es, die Mitarbeiter mit modernster Technologie auszustatten.

Langfristig soll der NHS zu einem der führenden KI-gestützten Gesundheitssysteme der Welt werden. Gelingt die Umsetzung, könnten Millionen Pfund an Effizienzgewinnen realisiert und die Produktivität deutlich gesteigert werden. Der Fokus liegt nun auf der Wirkung in der Praxis: auf Arbeitslast, Patientenzufriedenheit und der Zeit für das Wesentliche – die Versorgung.

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