KI-Markt explodiert: Ausgaben sollen 2026 auf 2,52 Billionen Euro steigen
16.01.2026 - 22:22:12Der weltweite Ausgabenanstieg für Künstliche Intelligenz beschleunigt sich dramatisch. Laut einer neuen Prognose von Gartner wird der globale KI-Markt 2026 ein Volumen von 2,52 Billionen Euro erreichen. Das wäre ein gewaltiger Sprung von 44 Prozent gegenüber den für 2025 erwarteten 1,76 Billionen Euro. Die Zahlen signalisieren eine neue Phase: weg von Experimenten, hin zum großflächigen, ergebnisorientierten Einsatz in allen Wirtschaftsbereichen.
Der Löwenanteil der Investitionen fließt in den Aufbau der technischen Grundlagen. Für KI-Infrastruktur – also spezialisierte Server, Speicher und Netzwerke – werden 2026 allein 1,37 Billionen Euro veranschlagt. Das ist ein Zuwachs von über 400 Milliarden Euro binnen eines Jahres. Besonders die Nachfrage nach KI-optimierten Servern treibt den Markt an; die Ausgaben hierfür sollen um 49 Prozent steigen.
Software und Services holen kräftig auf
Auf das solide Fundament folgt der Aufbau: Während die Infrastruktur das Rückgrat bildet, wachsen auch die anderen Segmente rasant. An zweiter Stelle stehen KI-Dienstleistungen mit prognostizierten 589 Milliarden Euro. Immer mehr Unternehmen benötigen Expertise, um KI-Lösungen einzuführen und zu skalieren.
Der KI-Softwaremarkt selbst steht vor einem Boom. Gartner rechnet für 2026 mit Ausgaben von 452 Milliarden Euro, ein deutlicher Anstieg gegenüber 2025. Besonders dynamisch entwickeln sich Nischen wie KI-Cybersecurity, wo sich die Investitionen voraussichtlich verdoppeln werden. Auch in KI-Modelle und Datenwissenschafts-Plattformen fließt immer mehr Geld. Das zeigt: Das Ökosystem diversifiziert sich. Es geht nicht mehr nur um Rechenpower, sondern um die gesamte Werkzeugkette für intelligente Anwendungen.
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Vom Hype zur nüchternen Kalkulation
Trotz der rekordhohen Investitionssummen warnt Gartner: Geld allein bringt keinen Erfolg. „Die KI-Einführung wird fundamental von der Reife des Personals und der internen Prozesse eines Unternehmens geprägt, nicht nur von der Budgetgröße“, analysiert John-David Lovelock, Vizepräsident bei Gartner.
Diese Einschätzung speist sich aus der aktuellen Marktphase. Gartner verortet die KI 2026 im „Tal der Enttäuschungen“ ihres Hype-Zyklus. Die anfängliche Euphorie weicht einer nüchterneren Bewertung des realen Nutzens. In der Folge setzen Unternehmen verstärkt auf bewährte Lösungen von ihren bestehenden Software-Anbietern, anstatt riskante Alleingänge zu wagen. Der breite, unternehmensweite Roll-out wird erst dann kommen, wenn die Rendite (ROI) verlässlich planbar wird.
Was kommt nach dem Investitionsboom?
Die Marschroute ist klar: Der Aufwärtstrend setzt sich fort. Für 2027 prognostiziert Gartner ein Marktvolumen von über 3,3 Billionen Euro. Die aktuelle Infrastruktur-Offensive soll die Basis für eine nächste Welle der Innovation in KI-Software und Services legen.
In den kommenden Jahren wird der Fokus darauf liegen, KI in Kernprozesse zu integrieren – von einer Nischentechnologie zum allgegenwärtigen Werkzeug. Der Wettbewerbsvorteil verschiebt sich dann. Es wird weniger darum gehen, wer das meiste Geld ausgibt. Entscheidend wird sein, wer Infrastruktur, Software und Talent am effektivsten verzahnt, um skalierbaren und transformativen Geschäftswert zu liefern. Die Prognose macht deutlich: Das finanzielle Engagement ist historisch, aber der Erfolg der KI-Revolution wird sich an handfesten Ergebnissen messen lassen müssen.
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