KI-Kriminalität, LKA

KI-Kriminalität: LKA Brandenburg warnt vor perfekten Betrugsangriffen

06.02.2026 - 23:26:12

Das Landeskriminalamt Brandenburg warnt vor einer neuen Qualität digitaler Bedrohungen durch KI-generierte Deepfakes, Stimmenklone und personalisiertes Phishing. Es gibt konkrete Schutzempfehlungen für Unternehmen und Privatpersonen.

Künstliche Intelligenz revolutioniert die Cyberkriminalität und stellt Bürger wie Unternehmen vor nie dagewesene Herausforderungen. Das Landeskriminalamt Brandenburg warnt eindringlich vor täuschend echten Deepfakes, geklonten Stimmen und hyperpersonalisierter Phishing-Attacken.

Berlin – Die digitale Bedrohungslage in Deutschland hat eine neue Qualität erreicht. Kriminelle nutzen fortschrittliche KI-Werkzeuge, um Betrugsmaschen zu entwickeln, die selbst für geschulte Augen kaum noch zu erkennen sind. Das Landeskriminalamt Brandenburg spricht eine deutliche Warnung aus und beleuchtet die neuen, hochgefährlichen Taktiken.

Deepfakes und Stimmenklone: Die neuen Waffen der Kriminellen

Eine der größten Gefahren geht von manipulierten Video- oder Audiodateien aus. Diese sogenannten Deepfakes werden genutzt, um Identitäten zu stehlen und Vertrauen auszunutzen. In sozialen Netzwerken kursieren bereits Videos, in denen Prominente scheinbar für betrügerische Krypto-Anlagen werben.

Noch direkter sind Angriffe auf Unternehmen. Beim CEO-Betrug könnten Täter per Deepfake-Videoanruf die Identität eines Geschäftsführers annehmen, um Mitarbeiter zu unautorisierten Überweisungen zu drängen. Parallel dazu perfektioniert KI den klassischen Enkeltrick. Mit „Voice Cloning“ genügen wenige Sekunden Audiomaterial aus sozialen Medien, um eine Stimme täuschend echt zu klonen und eine Notlage vorzutäuschen.

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KI-optimiertes Phishing: Der perfekte Betrug

Auch Phishing-Angriffe haben ein neues Level erreicht. Während betrügerische E-Mails früher oft an schlechter Grammatik scheiterten, generiert KI heute fehlerfreie und hochgradig personalisierte Nachrichten. Die Systeme analysieren öffentliche Daten, um Botschaften exakt auf den Empfänger zuzuschneiden.

Besonders perfide: Angreifer manipulieren Systembenachrichtigungen großer Anbieter wie Microsoft. So versenden sie betrügerische Inhalte über legitime Kanäle und umgehen Authentifizierungsprüfungen. Diese Angriffe sind für herkömmliche Schutzmaßnahmen kaum zu erkennen, da sie scheinbar aus sicherer Quelle stammen.

So schützen Sie sich: Die Empfehlungen des LKA

Angesichts der wachsenden Bedrohung hat das LKA konkrete Handlungsempfehlungen formuliert. Denny Speckhahn von der Zentralen Ansprechstelle Cybercrime betont: „Jeder Mitarbeiter ist Teil der Sicherheitskette. Ein falscher Klick kann Konsequenzen für das gesamte Unternehmen haben.“

Für Unternehmen empfiehlt das LKA:
* Regelmäßige Mitarbeitersensibilisierung über neue Angriffsmethoden
* Feste Verifizierungsprozesse für Finanztransaktionen mit mehrstufiger Bestätigung
* Frühzeitige Meldung von Vorfällen an die Zentrale Ansprechstelle Cybercrime

Für Privatpersonen gelten diese Ratschläge:
* Misstrauen bei Druck: Vorsicht bei unerwarteten Nachrichten mit dringenden Geldforderungen
* Rückruf zur Verifizierung: Kontaktieren Sie die Person über eine bekannte Nummer
* Schutz der eigenen Daten: Beschränken Sie soziale Profile und vermeiden Sie öffentliche Stimmaufnahmen

Das digitale Wettrüsten: KI gegen KI

Die Warnungen fügen sich in ein bekanntes Lagebild ein. Neu ist die rasante Verfügbarkeit der Technologie. KI-Werkzeuge, die früher nur Spezialisten vorbehalten waren, sind heute einfach zu bedienen. Dies führt zu einer „Demokratisierung“ der Cyberkriminalität.

Gleichzeitig arbeitet die Sicherheitsbranche an KI-gestützten Abwehrlösungen. Neue Software kann bereits verdächtige Links in Echtzeit analysieren. Der zukünftige Schutz wird maßgeblich davon abhängen, ob die Verteidigung mit der Geschwindigkeit der Angreifer Schritt halten kann. Bis dahin bleibt der Mensch mit gesunder Skepsis und Wachsamkeit die wichtigste Verteidigungslinie.

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