KI kostet Großbritannien mehr Jobs als jeder anderen Volkswirtschaft
26.01.2026 - 12:12:12Die britische Wirtschaft zahlt den höchsten Preis für die KI-Revolution. Eine neue Studie zeigt: Nirgendwo sonst gehen durch KI so viele Jobs verloren wie auf der Insel.
Laut einer aktuellen Analyse der Investmentbank Morgan Stanley schrumpft der britische Arbeitsmarkt durch den Einsatz von Künstlicher Intelligenz stärker als in jeder anderen großen Volkswirtschaft. Demnach haben Unternehmen im Vereinigten Königreich in den vergangenen zwölf Monaten netto 8 Prozent der Stellen gestrichen – direkt wegen der KI-Integration. Dieser Wert ist der höchste unter allen untersuchten Nationen und liegt doppelt so hoch wie der internationaler Durchschnitt von 4 Prozent.
Besonders alarmierend: Während in den USA ähnliche Produktivitätsgewinne zu mehr Jobs führten, nutzen britische Firmen die Effizienzsteigerungen vor allem zum Personalabbau. Ein klarer Fall von „priced-in pain“ – die Vorteile der KI werden nicht für Wachstum, sondern für Kostensenkungen genutzt.
Erwartungslücke: Produktivität steigt, Jobs schwinden
Die Studie offenbart eine britische Besonderheit. Global setzen Märkte auf die Hoffnung, dass KI langfristig Produktivität und Einstellungen ankurbelt. In Großbritannien ist jedoch bereits die unmittelbare Verdrängungswirkung spürbar. Britische Unternehmen meldeten einen durchschnittlichen Produktivitätszuwachs von 11,5 Prozent durch KI – fast identisch mit dem US-Wert. Doch die Folgen für den Arbeitsmarkt könnten gegensätzlicher nicht sein.
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US-Firmen stockten ihre Belegschaft netto um 2 Prozent auf. Britische Arbeitgeber hingegen nutzten die Effizienzgewinne, um Personalkosten zu drücken. Analysten führen diese Divergenz auf spezifische Wirtschaftsdrucke zurück: Steigende Betriebskosten und jüngste Steueränderungen zwingen Unternehmen dazu, kurzfristige Margen über Expansion zu stellen.
Automobilbranche und junge Arbeitnehmer besonders betroffen
Die Jobverluste verteilen sich nicht gleichmäßig. Besonders hart trifft es die Automobilindustrie, die mit einem branchenspezifischen Stellenabbau von 10 Prozent an der Spitze liegt. Auch in konsumnahen Sektoren, im Immobilienmanagement und im Transportwesen ist der Trend deutlich. Unternehmen streichen etwa ein Viertel der von KI betroffenen Positionen oder besetzen sie nicht neu.
Die Studie beleuchtet auch die psychologischen Folgen. Mehr als ein Viertel der britischen Arbeitnehmer fürchtet, ihr Job könne in den nächsten fünf Jahren durch KI obsolet werden. Diese Angst ist unter jüngeren Beschäftigten, insbesondere der Generation Z, am stärksten ausgeprägt. Sie sind besorgter über ihre Anpassungsfähigkeit an den raschen Wandel als ihre Kollegen der Baby-Boomer-Generation.
Warnsignal für andere europäische Märkte?
Die britische Entwicklung wirft Fragen für andere reife Volkswirtschaften auf. Dient das Königreich als Vorbote für einen ähnlichen Trend in Europa? Experten warnen: Wenn das Wirtschaftswachstum stagniert, könnte das „britische Modell“ der arbeitslosen Produktivität Schule machen.
Langfristig geht der Konsens zwar davon aus, dass KI netto neue Jobs schaffen wird – durch bisher unbekannte Industrien und Tätigkeiten. Für Großbritannien jedoch bedeutet die nahe Zukunft eine schmerzhafte Übergangsphase. Die Daten bestätigen: Das Land zahlt den Sofortpreis der KI-Revolution, während andere Nationen noch auf ihr Zukunftspotenzial setzen.
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