KI-Klone und Phishing: So greifen Betrüger 2026 an
06.01.2026 - 21:52:12Eine neue Welle digitaler Angriffe trifft Nutzer in Deutschland und Österreich. Kriminelle setzen auf KI-generierte Polizei-Profile, gezieltes Phishing und professionellen Anlagebetrug.
KI-Klone in Uniform täuschen Seriosität vor
Die Polizei Hamburg warnt vor gefälschten Social-Media-Profilen. Diese geben vor, echte Beamtinnen zu sein und nutzen KI, um täuschend echte Bilder von Personen in Uniform zu generieren. Besonders perfide: Einige dieser Avatare werden in sexualisierten Kontexten dargestellt, was dem Ansehen der Behörden schadet.
Die Polizei stellt klar: Sie betreibt keine privaten Instagram-Profile für dienstliche Zwecke. Nutzer sollen solche Accounts sofort melden. Die Behörde prüft rechtliche Schritte gegen die Ersteller dieser Deepfake-Inhalte.
Phishing-Offensive nutzt Jahreswechsel aus
Parallel dazu verzeichnen Verbraucherzentralen eine Spitze an betrügerischen Nachrichten. Kriminelle nutzen administrative Umstellungen nach dem Jahreswechsel für ihre Attacken.
Phishing, Deepfakes und neue Social‑Engineering-Tricks werden immer ausgefeilter – viele Betroffene erkennen die Gefahr zu spät. Ein kostenloser Cyber‑Security-Leitfaden erklärt praxisnah, wie Sie Phishing-Mails und gefälschte Behörden‑Profiles erkennen, Zwei‑Faktor‑Authentisierung korrekt einrichten und sich gegen Anlage‑Scams schützen können. Inklusive klarer Checklisten und sofort umsetzbarer Schritte für Privatpersonen und kleine Organisationen. Jetzt kostenlosen Cyber-Security-Leitfaden herunterladen
- Consorsbank-Kunden erhalten gefälschte Mails mit dem Betreff „WICHTIG: Handlungsbedarf bei Ihrem SecurePlus-Verfahren“. Die Nachrichten erzeugen mit dem heutigen Datum künstlichen Zeitdruck.
- AOK-Versicherte werden mit einer angeblichen „Rückerstattung wegen Überzahlungen“ geködert. Hier drohen die Täter mit einem Zugangsverlust binnen 14 Tagen.
Experten betonen: Seriöse Unternehmen fordern niemals sensible Daten oder sofortige Zahlungen über Links in E-Mails ein.
WhatsApp wird zum Kanal für Anlagebetrug
Rechtsanwälte und Analysten warnen: WhatsApp entwickelt sich zum Hauptkanal für komplexen Anlagebetrug. Das Muster ist immer ähnlich:
Nutzer werden über Social-Media-Werbung in Gruppen wie „VIP-Trading-Community“ gelockt. Dort simulieren vermeintliche Experten und Bots hohe Gewinne. Das eigentliche Ziel sind betrügerische Trading-Plattformen, auf denen eingezahlte Gelder nicht ausgezahlt werden.
Die österreichische Finanzmarktaufsicht (FMA) warnte bereits vor dieser Professionalisierung und kündigte verstärkte Maßnahmen gegen solche „Finanz-Deepfakes“ an.
Digitale Ermüdung macht Nutzer angreifbar
Die Angriffe treffen auf eine paradoxe Entwicklung: Trotz steigender Bedrohung sinkt die Wachsamkeit. Der Cybersicherheitsmonitor des BSI zeigte für 2025 eine „digitale Ermüdung“. Immer weniger Nutzer wenden aktive Schutzmaßnahmen wie die Zwei-Faktor-Authentisierung (2FA) konsequent an.
Gleichzeitig werden die Angriffe technologisch raffinierter. KI-generierte Texte und Bilder sind oft makellos, und Spear-Phishing-Attacken sind hochgradig personalisiert. Aus Österreich kommen ernüchternde Zahlen: Internetbetrug verursachte dort bereits 2025 Schäden in Millionenhöhe.
Was kommt als Nächstes? Multi-Channel-Scams
Analysten prognostizieren für 2026 eine Zunahme von „Multi-Channel-Scams“. Dabei werden Opfer über mehrere Plattformen manipuliert – beginnend mit einem KI-Kommentar auf Instagram, gefolgt von Direktnachrichten und einem Wechsel zu verschlüsselten Messengern.
Ebenfalls im Kommen: Voice Cloning für den „Enkeltrick 2.0“. Künftig könnten Anrufer mit der geklonten Stimme von Angehörigen Notlagen vortäuschen. Behörden raten Familien, präventiv Codewörter zu vereinbaren.
PS: Sie wollen aktiv vorbeugen und Ihr digitales Umfeld sofort sicherer machen? Der Gratis‑Report fasst konkrete Schutzmaßnahmen zusammen: sichere Messenger‑Einstellungen, klare Regeln für verdächtige Anfragen, eine einfache 2FA‑Einrichtung und eine Checkliste für Familien und kleine Unternehmen. Außerdem werden aktuelle rechtliche Entwicklungen zur KI‑Sicherheit verständlich erklärt. Jetzt Gratisleitfaden zur Cyber-Sicherheit sichern


