KI im Job: Junge Mitarbeiter treiben Nutzung voran – Ältere bleiben skeptisch
02.02.2026 - 03:15:11Eine neue Studie zeigt: Künstliche Intelligenz erobert die Büros, doch die Generationen klaffen beim Einsatz auseinander. Das birgt Konflikte, aber auch Chancen.
LONDON – 02. Februar 2026 – Künstliche Intelligenz wird im Berufsalltag immer selbstverständlicher, doch ihre Nutzung spaltet die Belegschaften. Das geht aus einer aktuellen Umfrage der KI-gestützten Kollaborationsplattform Notion hervor. Während jüngere Mitarbeiter die Technologie enthusiastisch als Standardwerkzeug begrüßen, stehen ältere Generationen der Entwicklung deutlich zurückhaltender gegenüber. Diese Kluft stellt Unternehmen vor neue Herausforderungen bei der Gestaltung der Arbeitswelt von morgen.
Die Notion-Studie unter 480 Büroangestellten und Freiberuflern ergab, dass bereits 61,5 Prozent KI-Tools für ihre Arbeit nutzen. Damit liegt die berufliche Nutzung vor dem Einsatz im Privatleben. Am häufigsten kommen die Tools für Datensuchen, das Zusammenfassen von Informationen, das Verfeinern von Texten, das Verfassen von Berichten und Übersetzungen zum Einsatz. Über 60 Prozent der Befragten gaben an, dass KI ihnen Zeit bei einfachen, repetitiven Aufgaben spare, sodass sie sich auf kreativere und strategischere Tätigkeiten konzentrieren könnten.
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Gen Z und Millennials: Die digitalen Vorreiter
Die jüngeren Arbeitnehmer treiben die Adoption unzweifelhaft voran. Für die Generation Z ist KI ein fester Bestandteil ihres digitalen Werkzeugkastens. Bereits Ende 2024 zeigte eine Untersuchung, dass 85 Prozent der Gen-Z-Mitarbeiter eigene KI-Tools am Arbeitsplatz nutzen – der höchste Wert aller Altersgruppen. Dicht darauf folgen die Millennials mit 78 Prozent.
Rund 70 Prozent der Gen Z nutzen generative KI wie ChatGPT wöchentlich. Sie setzen die Tools für ein breites Aufgabenspektrum ein – von der Formulierung von E-Mails über Karriereplanung bis hin zur Content-Erstellung. Der Enthusiasmus speist sich aus der Überzeugung, dass KI den Job interessanter macht und die Karrierechancen verbessert. So glauben 90 Prozent der Gen Z, dass ihnen KI Zeit bei der Arbeit spart; fast ein Drittel erwartet sogar eine Ersparnis von bis zu 90 Minuten pro Tag.
Gen X und Boomer: Skepsis und Bedenken
Ganz anders sieht es bei den älteren Generationen aus. Eine Randstad-Studie vom Ende 2024 fand heraus, dass eine Mehrheit der Generation X (42 Prozent) und der Babyboomer (56 Prozent) angab, KI niemals für ihre Arbeit zu nutzen. Diese Zurückhaltung ist keine pauschale Technologie-Ablehnung, sondern ein vorsichtigerer, nutzengetriebener Ansatz. Diese Gruppen adaptieren KI eher, wenn sie nahtlos in vertraute Plattformen wie Sprachassistenten integriert ist.
Die Skepsis hat Gründe. Für die Gen X sind Begriffe wie „besorgt“ und „misstrauisch“ typische Assoziationen mit KI. Bei den Boomern, die ihre Karriere lange vor dem digitalen Zeitalter begannen, mischen sich oft technische Berührungsängste mit einer gesunden Portion Skepsis gegenüber neuen Technologietrends. Diese Spannungen haben reale Auswirkungen: 60 Prozent der Boomer sind der Ansicht, die KI-Abhängigkeit der Gen Z zerstöre Kundenbeziehungen.
Konflikte im Büro: Innovation gegen Erfahrung
Die unterschiedlichen Herangehensweisen schaffen eine neue Ebene der Komplexität und des Konflikts am Arbeitsplatz. Untersuchungen vom Januar 2026 identifizieren die KI-Kluft als wesentlichen Treiber generationeller Spannungen, die mit milliardenschweren Produktivitätsverlusten einhergehen. Während 64 Prozent der Gen Z finden, der Widerstand der Boomer gegen KI „töte die Innovation“, kontern 25 Prozent der Boomer, die Arbeit mit KI sei angenehmer als die mit ihren jungen Kollegen.
Die Kluft verstärkt offenbar auch Altersvorurteile bei der Einstellung. Eine aktuelle US-Studie zeigt: Personalverantwortliche ziehen für KI-relevante Positionen deutlich häufiger Kandidaten unter 35 Jahren (90 Prozent) in Betracht als Bewerber über 60 (32 Prozent). Das Risiko wächst, dass erfahrene Arbeitnehmer in der KI-getriebenen Wirtschaft abgehängt werden, wenn die Qualifikationslücke nicht geschlossen wird.
Der Weg nach vorn: Brücken bauen statt warten
Für Unternehmenslenker ist die Überwindung dieser Generationenkluft 2026 eine der dringlichsten Aufgaben. Die Lösung liegt nicht im Abwarten, sondern in der Schaffung eines unterstützenden Umfelds für die KI-Adaption. Dazu gehören maßgeschneiderte Schulungsprogramme, die auf die spezifischen Bedürfnisse und Bedenken der verschiedenen Altersgruppen eingehen.
Selbst bei den Befürwortern gibt es Vorbehalte. Die Notion-Umfrage offenbarte, dass Sorgen um Zuverlässigkeit und Datensicherheit große Hindernisse bleiben. Fast alle Nutzer (97,5 Prozent) gaben an, KI-generierte Ergebnisse noch immer zu prüfen und zu bearbeiten. KI wird somit als hilfsbereiter „Kollege“ und nicht als unfehlbare Autorität wahrgenommen.
Die Zukunft der Arbeit hängt davon ab, die experimentierfreudige Energie der Digital Natives zu nutzen und gleichzeitig die langjährige Expertise erfahrener Mitarbeiter zu respektieren und weiterzuentwickeln. Die erfolgreiche Vereinigung dieser Perspektiven wird zum entscheidenden Merkmal der nächsten Generation führender Unternehmen.
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