KI-gestützte, Smishing-Welle

KI-gestützte Smishing-Welle überrollt Deutschland

13.02.2026 - 07:30:12

Behörden warnen vor einer neuen Welle raffinierter, KI-gestützter SMS-Betrugsangriffe, die gezielt auf Bank- und Trading-Kunden abzielen und mit gefälschten Links und Deepfakes arbeiten.

Eine neue Welle von SMS-Betrug überrollt Deutschland. Behörden warnen vor immer raffinierteren, KI-gestützten Smishing-Angriffen, die gezielt Bank- und FinTech-Kunden ins Visier nehmen. Die Bundesnetzagentur und Landeskriminalämter schlagen diese Woche Alarm.

Die Betrüger setzen auf Panikmache: Ihre SMS simulieren Kontosperrungen, verdächtige Auszahlungen oder angebliche Video-Ident-Verfahren. Das Ziel ist immer dasselbe – Opfer auf gefälschte Webseiten zu locken oder an betrügerische Hotlines zu vermitteln, um an Zugangsdaten und PINs zu gelangen.

So tricksen die Kriminellen aktuell

Die Masche ist psychologisch raffinierert. Getarnt als Nachricht von Paketdiensten, Banken oder Behörden, enthalten die SMS Links zu täuschend echten Fake-Webseiten.

Eine aktuelle Variante zielt speziell auf Nutzer von Trading-Plattformen ab. Die SMS behauptet, eine ungewollte Auszahlung sei beantragt worden – zum Stoppen solle man sofort eine angegebene Nummer anrufen. Parallel läuft eine massive Phishing-Welle gegen Kunden der Deutschen Bank, die das photoTAN-Verfahren aushebeln soll.

KI macht Betrugsmails perfekt

Ein entscheidender Faktor ist der Einsatz künstlicher Intelligenz. KI-Textgeneratoren produzieren fehlerfreie, stilistisch überzeugende Nachrichten. Die Zeiten, in welche man Betrug an schlechter Grammatik erkannte, sind vorbei.

Die technologische Aufrüstung geht noch weiter: In gefälschten Video-Ident-Verfahren kommen teilweise Deepfakes zum Einsatz. Die Polizei betont, dass grundlegendes Misstrauen gegenüber unaufgeforderten Nachrichten der beste Schutz bleibt – besonders bei Drohungen und Zeitdruck.

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So schützen Sie sich wirksam

Die oberste Regel: Klicken Sie niemals unüberlegt auf Links in verdächtigen SMS. Weitere entscheidende Schutzmaßnahmen sind:

  • Vorsicht bei Dringlichkeit: Seien Sie alarmiert, wenn eine Nachricht sofortiges Handeln fordert oder mit Kontosperrungen droht.
  • Daten geheim halten: Geben Sie Passwörter, PINs oder TANs nie auf Seiten ein, die Sie per SMS-Link erreichen.
  • Offizielle Kanäle nutzen: Bei Unsicherheit kontaktieren Sie das Unternehmen stets über dessen offizielle Webseite – nie über Kontaktdaten aus der SMS.
  • Absender blockieren: Antworten Sie nicht. Blockieren Sie die Nummer und leiten Sie die SMS zur Prüfung an die Bundesnetzagentur weiter.
  • Software aktuell halten: Halten Sie Ihr Smartphone-Betriebssystem und Apps stets auf dem neuesten Stand.

Ein digitales Wettrüsten

Der Kampf gegen Cyberkriminalität ist ein ständiges Wettrüsten. Während Kriminelle KI missbrauchen, entwickeln Sicherheitsexperten neue Abwehrmechanismen. Der finanzielle Schaden erreicht bereits Milliardenhöhe.

Experten erwarten, dass die Angriffe künftig noch personalisierter werden. Dauerhafte Wachsamkeit und regelmäßige Information über aktuelle Betrugsmaschen sind daher unerlässlich.

@ boerse-global.de

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