KI-gestützte Phishing-Welle bedroht Unternehmen weltweit
13.02.2026 - 05:33:12KI-gestützte Phishing-Angriffe erreichen eine neue Qualität der Täuschung und stellen eine globale Bedrohung dar. In den letzten 72 Stunden hat eine massive Angriffswelle Unternehmen und Privatpersonen weltweit getroffen. Die Besonderheit: Die Betrüger geben sich täuschend echt als Behörden aus – von deutschen Ämtern bis zu internationalen Institutionen. Angetrieben durch Künstliche Intelligenz (KI), stellt diese neue Generation von Cyberangriffen eine erhebliche Gefahr für die Datensicherheit dar.
KI als Waffe: Der Betrug wird perfekt
Die Zeiten, in denen man Phishing-Mails an schlechter Grammatik erkannte, sind vorbei. Die aktuelle Angriffswelle wird von großen Sprachmodellen (LLMs) befeuert. Diese KI-Systeme generieren massenhaft fehlerfreie, kontextbezogene und überzeugende Nachrichten. Sie sind von offizieller Kommunikation kaum zu unterscheiden. Professionelle Logos, korrekte Anschriften und formelle Sprache täuschen das Vertrauen der Opfer. Diese Entwicklung macht traditionelle Sicherheitsfilter, die auf einfache Textanalyse setzen, zunehmend wirkungslos.
Multi-Channel-Angriffe: Mehr als nur E-Mails
Die Angreifer setzen längst auf eine breite Strategie. Neben klassischen E-Mails nutzen sie vermehrt SMS-Nachrichten (Smishing) und sogar QR-Codes (Quishing). Letztere sind besonders tückisch, da sie viele E-Mail-Scanner umgehen. Ein weiterer Trick: Die Nachrichten kommen von Freemail-Anbietern, was eine oberflächliche Absenderprüfung übersteht. Die Kombination aus Dringlichkeit, Autorität und professionellem Auftreten erzeugt einen psychologischen Druck, der selbst geschulte Nutzer zu Fehlern verleiten kann.
Experten schlagen Alarm: Supply-Chain-Angriffe als größte Gefahr
Die zunehmende Professionalisierung der Cyberkriminalität alarmiert Sicherheitsbehörden weltweit. Ein aktueller Bericht des Cybersecurity-Unternehmens Group-IB stuft sogenannte Supply-Chain-Angriffe als größte globale Cyberbedrohung ein. Oft beginnt ein solcher Angriff mit einem erfolgreichen Phishing-Versuch bei einem Dienstleister, um Zugang zu allen seinen Kunden zu erhalten.
Bereits Anfang Februar hatten das deutsche Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) und das Bundesamt für Verfassungsschutz (BfV) vor einer staatlich gesteuerten Phishing-Kampagne gewarnt. Diese zielte über den Messenger Signal auf hochrangige Personen in Politik, Militär und Journalismus. Die Warnungen unterstreichen den Ernst der Lage.
So schützen Sie sich: Neue Tools und bewährte Regeln
Angesichts der Bedrohung sind technologische Lösungen und menschliche Wachsamkeit gleichermaßen gefragt. Passend zum Safer Internet Day wurde in Deutschland die App CYROS vorgestellt. Sie informiert Nutzer wie ein Wetterdienst über die aktuelle Cyberlage und gibt Handlungsempfehlungen.
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Für Unternehmen bleibt die kontinuierliche Schulung der Mitarbeiter die wichtigste Verteidigungslinie. Daneben gelten grundlegende Regeln:
* Absender prüfen: Seien Sie misstrauisch bei unerwarteten Nachrichten, auch von offiziell wirkenden Stellen.
* Links analysieren: Fahren Sie mit der Maus über einen Link, um die echte Ziel-URL zu sehen.
* Daten schützen: Seriöse Institutionen fordern niemals Passwörter oder PINs per E-Mail oder SMS an.
* Zwei-Faktor-Authentifizierung nutzen: Aktivieren Sie diese zweite Sicherheitsebene, wo immer es möglich ist.
Ausblick: Der Wettlauf zwischen Angreifern und Verteidigern
Die aktuelle KI-Phishing-Welle ist nur ein Vorgeschmack. Experten warnen vor dem nächsten Schritt: dem Einsatz von Deepfake-Technologien. Damit könnten Stimmen oder Videoaufnahmen von Vorgesetzten in Echtzeit imitiert werden, um Mitarbeiter zu manipulieren.
Der Wettlauf beschleunigt sich. Für Unternehmen und Privatpersonen bedeutet das: Cybersicherheit ist kein Projekt, sondern ein kontinuierlicher Prozess. Investitionen in moderne Sicherheitstechnologien und vor allem in die Sensibilisierung der Nutzer sind unerlässlich, um in der digitalen Welt widerstandsfähig zu bleiben.
@ boerse-global.de
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