KI-gesteuerte, Liebesbetrüger

KI-gesteuerte Liebesbetrüger fordern Millionen

13.02.2026 - 06:52:12

US-Behörden warnen vor einem drastischen Anstieg von KI-gestützten Liebesbetrügereien, die mit Deepfakes und gefälschten Investments zu Millionenschäden führen. Senioren sind besonders betroffen.

Romance-Scams erreichen mit künstlicher Intelligenz eine neue, verheerende Dimension. US-Behörden warnen vor einem dramatischen Anstieg der Schadenssummen und immer raffinierteren Methoden der Täter.

Die finanziellen Verluste explodieren. Neue Daten des FBI zeigen das alarmierende Ausmaß. Im Zuständigkeitsbereich San Antonio schnellten die gemeldeten Schäden von 15,8 Millionen Euro (2024) auf über 28 Millionen Euro (2025). In San Francisco verdoppelten sie sich nahezu von 22 auf über 40 Millionen Euro. Eine Koalition aus FBI, der US-Handelsaufsicht CFTC und Verbraucherschützern warnt eindringlich vor der Gefahr im Netz.

Künstliche Intelligenz macht Betrug persönlicher

Die Täter setzen zunehmend auf generative KI, um ihre Masche zu perfektionieren. Frühere Warnsignale wie holprige Formulierungen fallen weg. Die Betrüger nutzen KI-Chatbots für flüssige, emotionale und überzeugende Nachrichten, die täuschend echt wirken.

Die Technologie geht weit über Text hinaus. Kriminelle erstellen täuschend echte Fake-Profile mit realistischen Fotos und Videos. Einige setzen sogar Live-Face-Swapping und Deepfake-Audio in Videochats ein, um Identitätschecks zu umgehen. Aus manuellen Betrugsversuchen sind laut Global Cyber Alliance inzwischen polierte, skalierbare Operationen geworden.

„Pig Butchering“: Von der Liebe zum Ruin

Eine besonders perfide Variante gewinnt an Bedeutung: „Pig Butchering“ (Schweineschlachten). Dabei wird das Opfer zunächst emotional „gemästet“, um es dann in ein betrügerisches Investment zu locken und finanziell „abzuschlachten“.

Der Betrug beginnt auf Dating-Apps. Der vermeintliche Flirt präsentiert sich als Experte für Kryptowährungen oder Devisenhandel und lenkt das Opfer auf gefälschte Trading-Plattformen. Anfängliche kleine Gewinnauszahlungen sollen Vertrauen schaffen, bevor große Summen angelegt werden – und mit dem Betrüger verschwinden.

Alarmierende Zahlen: Senioren besonders betroffen

Die Warnungen werden von landesweit steigenden Fallzahlen untermauert. In Iowa verdoppelten sich die gemeldeten Fälle finanzieller Ausbeutung Älterer 2025. In New York summierte sich der Schaden durch Romance-Scams in den ersten drei Quartalen 2025 auf über 42 Millionen Euro.

Laut US-Handelskommission FTC verlieren Opfer im Schnitt etwa 1.850 Euro. Die Summen können aber existenzbedrohend sein und das gesamte Ersparte umfassen. Der emotionale Schaden ist immens, Scham hält viele davon ab, die Straftat anzuzeigen.

Diese Warnsignale sollten Sie ernst nehmen

Bei verdächtigen Kontakten im Netz raten Experten zu größter Skepsis. Typische Red Flags sind:

  • Drängen auf externe Kommunikation: Schneller Wechsel von der Dating-Plattform zu privaten Apps wie WhatsApp oder Telegram.
  • Ausreden für Treffen: Immer neue Gründe, warum ein persönliches Treffen oder ein klarer Videoanruf unmöglich ist.
  • Geld- oder Hilfsersuchen: Jede Bitte um Geld, Geschenkkarten oder Krypto – egal für welchen Notfall.
  • Angebote für Investments: Beginnt der Online-Flirt, finanzielle Ratschläge zu geben, handelt es sich höchstwahrscheinlich um „Pig Butchering“.
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So schützen Sie sich und handeln im Ernstfall

Wer sich betrogen glaubt, sollte sofort den Kontakt abbrechen und seine Bank informieren. Wichtig ist die offizielle Meldung bei der Strafverfolgung, etwa über das Internet Crime Complaint Center (IC3) des FBI. Beweise wie Chatverläufe nicht löschen.

Die Botschaft der Behörden zum Valentinstag ist klar: Gehen Sie online mit großer Vorsicht vor, vertrauen Sie Ihrem Bauchgefühl und schützen Sie Ihre finanzielle und emotionale Sicherheit.

@ boerse-global.de

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