KI-gesteuerte Betrugswelle bedroht Online-Handel
20.01.2026 - 13:22:12KI und Cyberkriminalität verschmelzen zu einer existenziellen Gefahr für den E-Commerce. Neue Daten belegen Millionen von Angriffen, während die Weltwirtschaftsforum vor einem gefährlichen Vertrauensverlust warnt.
Das Ausmaß ist gewaltig: Allein im vergangenen Jahr blockierten Sicherheitssysteme rund 6,7 Millionen Phishing-Angriffe auf Online-Shops, Zahlungsdienste und Lieferunternehmen. Diese Daten der Sicherheitsfirma Kaspersky, die den Branchendiskurs im Januar dominieren, zeigen: Über die Hälfte der Attacken zielte direkt auf digitale Verkaufsplattformen. Die Bedrohung ist so akut, dass das Weltwirtschaftsforum (WEF) betrügerische Cyberangriffe in seinem jüngsten Risikobericht auf Platz eins setzte – noch vor klassischer Erpressungssoftware.
Die neue Masche: KI als Betrüger-Werkzeug
Die Angriffe sind nicht nur zahlreicher, sondern auch raffinierter. Während Phishing früher an holprigen Formulierungen zu erkennen war, erstellt heute generative KI täuschend echte Produktlisten, gefälschte Support-Chats und personalisierte E-Mails. Diese passieren mühelos Standard-Spamfilter.
„Die Betrüger nutzen KI, um ganze Marken-Geschichten zu erfinden“, erklärt Seth Ketron, Marketing-Professor an der University of St. Thomas. Sie inszenieren sich als kleine Familienbetriebe mit emotionalen Narrativen und algorithmisch generierten Hochglanzfotos. Dieses „Emotional Engineering“ zielt gezielt auf gutgläubige Käufer. Die nächste Stufe sind bereits Deepfakes: KI-generierte Video-Empfehlungen oder manipulierte Sprachinteraktionen, die betrügerische Transaktionen autorisieren sollen.
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Angriff auf die Lieferkette: Ransomware explodiert um 152%
Während Verbraucher mit Phishing überschüttet werden, greifen Kriminelle die Handels-Infrastruktur an. Für B2B-Operationen im Einzelhandel verzeichnete Kaspersky einen alarmierenden Anstieg: Die Zahl der von Ransomware betroffenen Nutzer stieg von 2023 auf 2025 um 152 Prozent.
Cyberkriminelle zielen damit gezielt auf Lieferketten und Logistikplattformen. Ein aktuelles Beispiel ist der Sicherheitsvorfall bei einem Drittanbieter der Hardware-Wallet-Firma Ledger am 19. Januar. Der Bruch legte Kundendaten offen und zeigt: Schwachstellen bei Partnern gefährden ganze Handelsnetzwerke und Millionen Verbraucher. Besonders verbreitet ist die Schadsoftware-Familie „Trojan-Ransom.Win32.Dcryptor“, die Festplattenpartitionen verschlüsselt und Betriebe lahmlegt, bis Lösegeld fließt.
Gefährliche Selbstüberschätzung der Kunden
Trotz der wachsenden Gefahr wiegen sich viele Verbraucher in falscher Sicherheit. Eine gefährliche Lücke klafft zwischen Selbstvertrauen und tatsächlichem Schutz:
* 65 Prozent der Online-Shopper glauben, betrügerische Nachrichten selbst erkennen zu können.
* Doch nur 42 Prozent nutzen spezielle Sicherheitssoftware für ihre Transaktionen.
Diese Überschätzung ist ein Einfallstor für Angreifer. Da KI Tippfehler und Grammatikfehler eliminiert, ist die menschliche Intuition als Schutzmechanismus zunehmend unzuverlässig.
Ausblick 2026: Ein Wettlauf der KI-Systeme
Das Jahr 2026 wird vom Wettrüsten zwischen KI-gesteuerten Angreifern und Verteidigern geprägt sein. Das WEF warnt, dass der öffentliche Sektor hinterherhinkt: Weniger als 45 Prozent der Wirtschaftsführer vertrauen auf angemessene nationale Reaktionen bei großen Cyber-Vorfällen.
Für den Handel bedeutet das: Die Grenze zwischen legitimer Werbung und Betrug verschwimmt weiter. Bei zunehmend automatisiertem „Post-Purchase“-Betrug – wie gefälschten Lieferbenachrichtigungen – werden strengere Authentifizierungsprotokolle nötig. Branchenverbände fordern „Zero-Trust“-Architekturen für Lieferketten. Die Experten sind sich einig: 2026 erfordert einen grundlegenden Wandel im Umgang mit digitalem Vertrauen – für Unternehmen und Verbraucher gleichermaßen.
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