Weltweit, Lernzentren

KI für alle: Weltweit entstehen lokale Lernzentren

05.02.2026 - 23:26:12

Städte und Universitäten weltweit eröffnen öffentliche KI-Trainingszentren, um die digitale Kluft zu schließen. Von staatlich geförderten Programmen bis zu kostenlosen Uni-Kursen wird KI-Kompetenz zur neuen Kulturtechnik.

Künstliche Intelligenz wird zur Alltagskompetenz – und weltweit schießen lokale Trainingszentren wie digitale Dorfbrunnen aus dem Boden. Von Nordamerika bis Europa und Afrika verwandeln sich Gemeindezentren und Bibliotheken in niedrigschwellige Anlaufstellen. Ihr Ziel: Die Kluft zwischen KI-Experten und der breiten Bevölkerung zu schließen.

Vom Staat gefördert: Städte werden zu „Tech Towns“

Die Erkenntnis setzt sich durch: Flächendeckende KI-Kompetenz braucht lokale Ankerpunkte. Das zeigt ein aktueller Fördertopf in den USA. Die Stadt Charlotte stellte diese Woche 1,9 Millionen Euro für lokale Nichtregierungsorganisationen bereit. Ein Schwerpunkt liegt auf KI-Schulungen für Arbeitsuchende. „Das Modell schafft eine direkte Brücke in den Job“, erklärt ein Projektleiter. Teilnehmer lernen, KI-Werkzeuge praktisch anzuwenden – eine Fähigkeit, die auf dem Arbeitsmarkt immer gefragter wird.

Noch einen Schritt weiter geht eine Kleinstadt in Großbritannien. Barnsley wurde am 3. Februar zur ersten staatlich geförderten „Tech Town“ des Landes ernannt. In den nächsten 18 Monaten soll KI in alle öffentlichen Dienste integriert werden, von der Gesundheitsvorsorge bis zur Bildung. Kern des Plans: Kostenlose KI-Kurse für alle Einwohner. Zudem entsteht ein neuer KI-Campus, der lokale Unternehmen unterstützen soll. Könnte dieses Modell Schule machen?

Der Campus öffnet seine Türen: KI als öffentliches Gut

Während Staaten fördern, setzen Universitäten auf offene Türen. Die Nelson Mandela University in Südafrika eröffnete am 4. Februar ihr „Future Talent Centre“. Die Besonderheit: Das Zentrum ist in ein öffentliches Wissenschaftsmuseum integriert und für alle Bürger zugänglich. „KI muss als öffentliches Gut verstanden werden, nicht als Eliten-Technologie“, betont die Projektleitung. Der Fokus liegt auf Grundverständnis, kritischem Denken und ethischer Reflexion. So soll verhindert werden, dass KI bestehende soziale Ungleichheiten noch vergrößert.

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Dieser Ansatz findet auch in der Bildungspolitik Nachahmer. In New York forderte eine Koalition diese Woche 15 Millionen Euro für Medien- und KI-Kompetenz an Schulen. Eine Schlüsselrolle sollen dabei spezialisierte Bibliothekare übernehmen – oft die ersten Ansprechpartner für digitale Fragen in einer Gemeinde.

Der globale Wettlauf um die Weiterbildung

Die Wirtschaft treibt die Entwicklung zusätzlich voran. Die britische Regierung kündigte am 3. Februar eine massive Ausweitung ihres kostenlosen KI-Trainingsprogramms an. Bis 2030 sollen 10 Millionen Beschäftigte erreicht werden. Besonders im Fokus: Kleine und mittlere Unternehmen. Studien zufolge zögern diese 45 Prozent häufiger, KI einzusetzen, als große Konzerne – meist aus Mangel an eigenem Know-how.

Auch Hochschulen passen ihr Angebot an. Die Western Sydney University in Australien startete am 3. Februar einen Grundkurs „KI-Kompetenz für alle“, der kostenlos für Studierende und Mitarbeiter angeboten wird. In Chicago kooperiert eine Universität mit der WordPress Foundation für einen praxisnahen Kurs, der Online-Lernen mit physischen Arbeitsplätzen verbindet.

Die Botschaft dieser Initiativen ist global einheitlich: KI-Kenntnisse werden zur neuen Kulturtechnik. Die „digitalen Cafés“ von heute könnten die Volkshochschulen des 21. Jahrhunderts werden. Ihr Erfolg wird maßgeblich darüber entscheiden, ob die KI-Revolution eine Spaltung der Gesellschaft bringt – oder einen chancengleichen Aufbruch.

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