KI-Betrugswelle überrollt deutsche Smartphones
29.01.2026 - 23:31:12Eine neue Welle hochentwickelter Betrugsmaschen überrollt Smartphones in Deutschland. Cyberkriminelle nutzen zunehmend künstliche Intelligenz, um ihre Angriffe perfider und persönlicher zu gestalten. Sicherheitsexperten und Finanzaufsichtsbehörden warnen vor einer neuen Dimension der Gefahr.
Enkeltrick 2.0: Gefälschte Stimmen klonen Verwandte
Eine besonders beunruhigende Methode ist der sogenannte „Enkeltrick 2.0“. Kriminelle klonen mithilfe von KI die Stimmen von Verwandten. Oft reichen ihnen bereits wenige Sekunden Audiomaterial für eine täuschend echte Fälschung. Mit dieser Stimme rufen sie bei den Opfern an und täuschen eine finanzielle Notlage vor. Die technologischen Hürden für solche personalisierten Angriffe sind durch generative KI massiv gesunken.
BaFin warnt vor Anlagebetrug in WhatsApp-Gruppen
Parallel warnen Behörden vor einer Flut von Anlagebetrug über Messenger-Dienste. Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) hat kürzlich erneut auf diese Masche aufmerksam gemacht. Täter locken Opfer in Gruppenchats, in denen angebliche Finanzexperten exklusive Aktienempfehlungen versprechen. Die Opfer werden aufgefordert, nicht zugelassene Handels-Apps herunterzuladen und Geld zu überweisen. Die BaFin warnt vor einem drohenden Totalverlust.
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Smishing: Gefälschte Bank-SMS als Datenfalle
Eine weitere weitverbreitete Gefahr geht von Smishing-Angriffen aus. Kriminelle versenden betrügerische SMS, die scheinbar von der eigenen Bank oder einem Broker stammen. Jüngst gerieten beispielsweise Kunden des Neobrokers „Trade Republic“ ins Visier. Betroffene erhielten Warn-SMS vor angeblichen Login-Versuchen. Der darin enthaltene Link führte jedoch auf eine gefälschte Webseite zum Abgreifen der Zugangsdaten. Die Bayerische Polizei ermittelt in mehreren Fällen mit vierstelligen Schäden.
Das Kalkül: Vertrauen missbrauchen, Druck erzeugen
Alle aktuellen Betrugsmaschen haben eine gemeinsame Grundlage: Sie missbrauchen das Vertrauen der Nutzer und erzeugen psychologischen Druck. Die Täter nutzen gezielt menschliche Emotionen wie Angst oder Gier aus. Während klassische Phishing-Mails oft an Rechtschreibfehlern zu erkennen waren, sind KI-gestützte Texte heute kaum noch von echten Nachrichten zu unterscheiden.
Wie Sie sich schützen können
Experten sprechen von einem digitalen Wettrüsten. Für Verbraucher wird es immer schwieriger, echt von gefälscht zu unterscheiden. Polizei und Verbraucherschützer raten zu diesen Schutzmaßnahmen:
- Nicht unter Druck setzen lassen: Seriöse Institutionen setzen keine extrem kurzen Fristen per SMS.
- Keine Links anklicken: Loggen Sie sich nie über einen link aus einer Nachricht in wichtige Konten ein. Tippen Sie die Adresse immer manuell ein.
- Absender verifizieren: Rufen Sie bei überraschenden Geld-Bitten von Verwandten unter der bekannten Nummer zurück.
- Familien-Codewort vereinbaren: Ein privates Stichwort kann Betrüger am Telefon entlarven.


