KI-Betrugswelle, Urlaubsplaner

KI-Betrugswelle bedroht deutsche Urlaubsplaner

18.01.2026 - 15:42:12

Kriminelle nutzen künstliche Intelligenz, um täuschend echte Fake-Reisen zu erstellen und verunsicherte Kunden abzuzocken. Die durchschnittliche Schadenssumme beträgt rund 4.000 Euro.

Kriminelle nutzen künstliche Intelligenz, um auf sozialen Medien perfekte Fake-Reisen zu verkaufen. Die Schadenssummen sind hoch – und die Buchungssaison läuft.

Während Millionen Deutsche am Wochenende auf sozialen Medien nach Sommerurlauben suchen, warnen Cybersicherheitsexperten vor einer neuen Betrugswelle. Kriminelle setzen zunehmend künstliche Intelligenz (KI) ein, um täuschend echte Reiseangebote zu erstellen. Sie zielen damit auf verunsicherte Kunden ab, die dem Winter entfliehen wollen. Die durchschnittliche Schadenssumme liegt bei etwa 4.000 Euro.

KI generiert perfekte Fake-Anzeigen

Die Betrugsmaschen haben eine neue Qualität erreicht. Kriminelle nutzen KI-Tools, um auf Plattformen wie Instagram oder Facebook professionelle Werbeanzeigen zu schalten. Diese gefälschten Angebote imitieren seriöse Reiseveranstalter täuschend echt – mit hochwertigen Bildern und überzeugenden Texten.

„Wir verzeichnen in dieser Phase einen deutlichen Anstieg bei Urlaubsbetrug“, erklärt ein Sprecher einer großen Verbraucherbank. Die Betrüger identifizieren beliebte Reiseziele und passen ihre Scams entsprechend an. Die KI-generierten Anzeigen sind für Verbraucher kaum noch von echten Angeboten zu unterscheiden. Das macht sie besonders gefährlich.

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Social‑Media‑Scams kosten Betroffene oft mehrere Tausend Euro — und viele Fallen beginnen direkt auf dem Smartphone. Der kostenlose Ratgeber „Die 5 wichtigsten Schutzmaßnahmen für Ihr Android‑Smartphone“ zeigt Ihnen Schritt für Schritt, wie Sie Apps, Berechtigungen und Banking‑Einstellungen so sichern, dass gefälschte Anzeigen und unlautere Zahlungsaufforderungen keine Chance haben. Praktische Checklisten und leicht umsetzbare Anleitungen helfen sofort, Ihre Daten und Konten zu schützen. Sofort Android-Schutz anfordern

Die Masche funktioniert meist nach einem einfachen Muster: Die Opfer werden von der sicheren Plattform weg- und zu einer Banküberweisung gelockt. Ist das Geld erst einmal überwiesen, gibt es keinen Schutz mehr.

„Januar-Blues“ macht Verbraucher anfällig

Der Zeitpunkt der Betrugswelle ist perfekt gewählt. Sie nutzt den sogenannten „Januar-Blues“ aus – eine Phase finanzieller Engpässe nach den Weihnachtsausgaben und gedrückter Stimmung. Verbraucher sind in diesem Zeitfenster besonders anfällig für vermeintliche Schnäppchen.

Trotz anhaltender Belastungen durch die hohen Lebenshaltungskosten bleibt Reisen für viele eine Priorität. Laut einer aktuellen Umfrage planen Urlauber in diesem Jahr durchschnittlich über 6.000 Euro für längere Trips auszugeben. Dieser Reisewille, kombiniert mit finanziellen Sorgen, schafft einen idealen Nährboden für Betrüger.

Verbraucherschützer warnen gezielt vor Angeboten für Langstreckenflüge und teure Buchungen. „Anzeigen für Destinationen wie Indien oder Nigeria tauchen mit unfassbar günstigen Preisen auf“, warnt eine Expertin. Diese seien ein klares Warnsignal. Die Betrüger drängen oft zu schnellen Zahlungen, um angebliche „Last-Minute-Deals“ zu sichern und übliche Sicherheitschecks zu umgehen.

Neue Abwehrmaßnahmen der Banken

Als Reaktion auf die immer raffinierteren Betrugsmethoden führen Finanzinstitute neue Schutzmaßnahmen ein. Eine große britische Genossenschaftsbank hat Mitte Januar eine „Anrufprüfer“-Funktion in ihrer Banking-App eingeführt. Kunden können damit sofort überprüfen, ob ein angeblicher Bankmitarbeiter am Telefon tatsächlich von der Bank stammt.

Dieser Schritt erfolgt, da Betrugsfälle, bei sich Kriminelle als Bankangestellte ausgeben, weiter zunehmen. Die neue Funktion soll Kunden helfen, zwischen echten Sicherheitsüberprüfungen und kriminellen Zugriffsversuchen zu unterscheiden.

Experten raten weiterhin zu traditionellen Buchungssicherheiten. „Die Buchung von Pauschalreisen, die durch den ATOL-Schutz abgesichert sind, bietet die beste finanzielle Absicherung gegen Betrug und Insolvenz“, erklärt ein Reiseexperte des Verbrauchermagazins Which?. Unabhängige Buchungen böten zwar Flexibilität, aber weniger Schutz.

Wachsame Verbraucher sind der beste Schutz

Die Reisebranche bereitet sich auf den morgigen „Blue Monday“ vor, der traditionell als depressivster Tag des Jahres gilt und oft einen Buchungshöhepunkt markiert. Sicherheitsanalysten warnen, dass der Einsatz von KI in Betrugsoperationen eine dauerhafte Veränderung der Bedrohungslage darstellt.

Die Wiederbeschaffung von Geld, das durch solche Scams verloren geht, bleibt schwierig – besonders bei Zahlungen via Kryptowährung oder direkter Banküberweisung. Die einhellige Empfehlung der Experten lautet: Seien Sie skeptisch gegenüber Social-Media-Anzeigen ohne überprüfbare Bewertungen, die unkonventionelle Zahlungsmethoden fordern.

Wenn ein Urlaubsangebot außergewöhnlich günstig erscheint und eine sofortige Zahlung außerhalb der Plattform verlangt, handelt es sich mit hoher Wahrscheinlichkeit um Betrug. Reisende sollten die Legitimität von Reiseveranstaltern immer über offizielle Branchenverbände prüfen, bevor sie Geld überweisen.

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