KI-Betrüger, Polizisten-Profile

KI-Betrüger fälschen täuschend echte Polizisten-Profile

01.02.2026 - 07:55:12

Kriminelle nutzen KI-generierte Bilder und Stimmen, um täuschend echte Polizistenprofile für Love Scamming und Erpressung zu erschaffen. Behörden warnen vor dieser neuen digitalen Bedrohung.

Sicherheitsbehörden warnen vor einer neuen Welle digitaler Kriminalität. Kriminelle nutzen KI, um Fake-Profile von Polizeibeamten in sozialen Netzwerken zu erstellen. Diese täuschend echten Fälschungen werden für Betrug, Manipulation und Erpressung eingesetzt.

So funktioniert die neue Betrugsmasche

Die technologische Grundlage bildet generative künstliche Intelligenz. Mit Programmen wie Midjourney erstellen Täter hochrealistische Bilder von nicht-existenden Personen in Uniform. Parallel imitiert „Voice Cloning“ Stimmen aus kurzen Audio-Schnipseln. So entstehen komplette digitale Identitäten, die visuell und akustisch authentisch wirken. Die Profile werden mit glaubwürdigen, KI-generierten Biografien gefüllt.

Love Scamming und Erpressung: Die Ziele der Täter

Die Motive zielen fast immer auf finanziellen Gewinn. Das Landeskriminalamt Rheinland-Pfalz warnt vor einer Zunahme solcher Delikte. Eine verbreitete Methode ist „Love Scamming“: Täter bauen über Wochen eine emotionale Beziehung auf, um später Geldüberweisungen zu erpressen. Die vorgetäuschte Polizisten-Identität schafft dabei besonderes Vertrauen.

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Eine weitere Gefahr ist „Sextortion“. Opfer werden dazu verleitet, intime Fotos preiszugeben, die dann als Druckmittel für Geldforderungen dienen. Die angebliche Autorität eines Beamten kann zusätzlich einschüchtern.

Behörden warnen: „Echte Polizei fordert nie Geld per Chat“

Sicherheitsbehörden betonen: Echte Behörden würden niemals über soziale Medien zu Geldtransfers oder Passwort-Herausgaben auffordern. Die Sensibilisierung ist ein zentraler Baustein der Präventionsarbeit.

Ein aktueller Fall zeigt die Komplexität des Themas: In Sachsen nutzte die Gewerkschaft der Polizei (GdP) selbst ein KI-generiertes Bild eines verletzten Beamten für eine Pressemitteilung. Das löste eine Debatte über Authentizität und verantwortungsvollen Umgang mit KI aus. Der Vorfall unterstreicht, wie schnell die Grenzen zwischen Realität und Fiktion verschwimmen.

Ein Angriff auf das digitale Vertrauen

Der Missbrauch stellt mehr als nur eine neue Betrugsmasche dar. Er ist ein fundamentaler Angriff auf das Vertrauen in staatliche Institutionen im digitalen Raum. Wenn Bürger nicht mehr sicher sein können, ob sie online mit einem echten Polizisten kommunizieren, untergräbt das die Autorität der Polizei.

Experten sehen ein Wettrüsten am Horizont. Während Täter KI für raffiniertere Angriffe nutzen, müssen Ermittler KI-gestützte Werkzeuge zur Mustererkennung einsetzen. Diese Entwicklung erfordert neue rechtliche und ethische Rahmenbedingungen.

Die nächste Stufe: Deepfake-Videos in Echtzeit

Experten erwarten, dass die Bedrohung weiter zunehmen wird. Deepfake-Videos in Echtzeit, die eine Person im Videoanruf perfekt imitieren, könnten die nächste große Herausforderung werden.

Gegenmaßnahmen setzen auf eine Doppelstrategie:
* Intensivierte Aufklärung der Bevölkerung zur Stärkung der Medienkompetenz
* Investitionen in neue Technologien zur Erkennung von KI-generierten Inhalten

Bürger sollten bei unerwarteten Kontaktanfragen, emotionalen Geschichten und Geldforderungen immer skeptisch sein. Die Identität einer Person muss über einen zweiten, unabhängigen Kanal verifiziert werden. Die Zusammenarbeit auf nationaler und internationaler Ebene wird entscheidend sein, um den global agierenden Täter-Netzwerken das Handwerk zu legen.

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