KI-Ausgaben, Rekordniveau

KI-Ausgaben erreichen 2026 Rekordniveau

16.01.2026 - 03:43:12

Die globalen Investitionen in Künstliche Intelligenz steigen 2026 um 44 Prozent. Der Schwerpunkt liegt auf teurer Infrastruktur, während der Softwaremarkt bis 2027 rasant wächst und die Anwendung pragmatischer wird.

Die weltweiten Ausgaben für Künstliche Intelligenz explodieren und erreichen 2026 über 2,5 Billionen Euro. Das zeigt eine neue Prognose des Marktforschungsunternehmens Gartner. Demnach steigen die Investitionen im Vergleich zu 2025 um satte 44 Prozent. Besonders rasant wächst der Markt für KI-Software, der sich bis 2027 mehr als verdoppeln soll. Die Zahlen markieren einen Wendepunkt: Unternehmen verlassen die Experimentierphase und integrieren KI fest in ihre Geschäftsprozesse.

Infrastruktur bildet das teure Fundament

Den Löwenanteil der Ausgaben verschlingt der Aufbau der KI-Infrastruktur. Für 2026 prognostiziert Gartner hier Ausgaben von 1,37 Billionen Euro. Das sind über 50 Prozent des Gesamtmarktes. Getrieben wird dieser Boom von Hyperscale-Cloud-Anbietern und Tech-Giganten, die Rechenzentren für immer komplexere KI-Modelle ausbauen.

Allein 2026 fließen so zusätzliche 401 Milliarden Euro in die Grundlagen. Ein Schwerpunkt liegt auf KI-optimierten Servern. Die Ausgaben in dieser Kategorie sollen 2026 um 49 Prozent springen. Diese gewaltigen Investitionen in Hardware schaffen erst die Voraussetzung für den anschließenden Boom bei Software und Dienstleistungen.

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Software-Markt verdoppelt sich bis 2027

Während die Infrastruktur die Basis legt, wächst der KI-Software- und Plattformmarkt prozentual am schnellsten. Die Ausgaben hierfür sollen von 283 Milliarden Euro (2025) auf 452 Milliarden Euro (2026) und schließlich auf 636 Milliarden Euro (2027) klettern.

  • KI-Dienstleistungen wachsen von 439 Milliarden (2025) auf fast 761 Milliarden Euro (2027).
  • Plattformen für Data Science verdoppeln ihr Volumen von 22 auf 44 Milliarden Euro.
  • Der Markt für KI-Modelle verdreifacht sich nahezu (14 auf 43 Milliarden Euro).
  • KI-Cybersicherheit gewinnt rasant an Bedeutung: von 26 auf fast 86 Milliarden Euro.

Vom Hype zur pragmatischen Anwendung

Die Prognose fällt in eine Phase der Marktreifung. Laut Gartner-Analyst John-David Lovelock wird die KI-Adoption weniger vom Budget bestimmt als von der Bereitschaft der Belegschaft und angepassten Prozessen. Erfahrene Unternehmen setzen zunehmend auf nachweisbare Ergebnisse statt auf spekulative Potenziale.

Gartner sieht KI daher 2026 weiter im „Tal der Enttäuschung“ seines Hype-Zyklus. Die anfängliche Euphorie weicht einem pragmatischen Fokus auf greifbaren Nutzen. Folglich kaufen Unternehmen KI-Funktionen eher bei ihren etablierten Software-Anbietern – etwa SAP oder Microsoft – statt eigene Großprojekte zu starten. Die Messbarkeit des Return on Investment (ROI) wird zum entscheidenden Kriterium für unternehmensweite Skalierung.

Integration in bestehende Systeme als Zukunftspfad

Der Aufwärtstrend ist klar: 2027 wird der KI-Markt die Schwelle von 3,3 Billionen Euro überschreiten. Die Strategie verschiebt sich jedoch. Statt eigene KI-Systeme zu bauen, setzen Unternehmen auf integrierte KI-Funktionen in ihrer Standardsoftware.

Diese Entwicklung stellt Software-Anbieter unter Zugzwang, echten Mehrwert zu liefern. Gleichzeitig müssen Unternehmen ihre Organisation wandlungsfähig halten. Der Erfolg der milliardenschweren KI-Investitionen hängt künftig weniger von der Höhe der Ausgaben ab als von der Fähigkeit, die neuen Werkzeuge strategisch und effektiv einzusetzen.

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