Keychron, Nape

Keychron Nape Pro: Der ungewöhnliche Maus-Ersatz für Tastatur-Fans

17.01.2026 - 15:21:12

Ein schmales, programmierbares Trackball-Gerät will die Ergonomie am Schreibtisch revolutionieren. Der Keychron Nape Pro positioniert sich direkt neben der Tastatur und soll das lästige Greifen zur Maus überflüssig machen.

Nach seiner Vorstellung auf der CES 2026 sorgt das ungewöhnliche Eingabegerät für Aufsehen in der mechanischen-Keyboard-Community. Entwickelt in Zusammenarbeit mit Gizmodo Japan, ist der Nape Pro ein drahtloses Trackball-Modul, das Effizienz in der „Home Row“ – der Grundreihe der Tastatur – und maximale Anpassbarkeit in den Vordergrund stellt.

Das Kernstück der Innovation ist die wandelbare Form. Anders als klassische, kugelige Trackballs von Logitech oder Kensington hat der Nape Pro ein schlankes, rechteckiges Gehäuse. Es misst etwa 13,5 Zentimeter in der Länge und nur 3,5 Zentimeter in der Breite. Diese Bauweise erlaubt es, das Gerät direkt unter der Leertaste oder seitlich neben der Tastatur zu platzieren.

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Die Schlüsselfunktion ist das „OctaShift“-System. Interne Sensoren erkennen automatisch die Ausrichtung des Geräts. Liegt es horizontal, fungiert es als zentrale Steuereinheit für den Daumen – ähnlich einem Laptop-Trackpad, aber mit der Präzision einer 25-Millimeter-Trackball-Kugel. Wird es vertikal gedreht, rekonfiguriert sich die Tastenbelegung sofort. Dann nutzt man es wie einen schmalen, handgehaltenen Trackball oder ein Makro-Pad.

Diese Anpassungsfähigkeit zielt auf ein klassisches Problem von Vielnutzern: die ergonomische Belastung durch ständiges Greifen zur Maus. Indem das Eingabegerät in der „Home Row“-Zone bleibt, soll Schulterbelastung und repetitiver Stress reduziert werden – eine Philosophie, die zu der wachsenden Nachfrage nach ergonomischen Tastaturen passt.

Offene Plattform mit ZMK-Firmware

Keychron setzt konsequent auf die Enthusiasten-Community. Der Nape Pro läuft mit ZMK, einer quelloffenen Funk-Firmware aus der DIY-Keyboard-Szene. Das unterscheidet ihn von Mainstream-Konkurrenten mit proprietärer Software.

Technisch kommt ein PixArt PAW3222-Sensor zum Einsatz, der eine Abtastrate von 1 kHz ermöglicht. Für produktives Arbeiten oder Casual-Gaming reicht das aus. Der Akku fasst 200 mAh und soll etwa 50 Stunden Laufzeit liefern. Verbinden kann man das Gerät via Bluetooth 5.1, 2,4-GHz-Funk mit Dongle oder per USB-C-Kabel.

Der offene Ansatz geht noch weiter: Keychron will die 3D-Dateien für das Gehäuse veröffentlichen. Die Community kann dann eigene Gehäuse, schräge Ständer oder Halterungen entwerfen und drucken. Damit wird der Nape Pro zu einer modularen Plattform statt einem starren Produkt.

Sechs Tasten, ein Drehregler und unbegrenzte Makros

Ursprung des Geräts ist eine Kollaboration mit Gizmodo Japan. Aus einem experimentellen Redaktionsprojekt wurde ein marktreifes Produkt. Das Gerät verfügt über sechs programmierbare Tasten, einen Drehregler und ein Scrollrad. Dank der ZMK-Firmware ist jeder Eingang neu belegbar.

Nutzer können komplexe Makros erstellen, zwischen Funktionsebenen wechseln oder die Medienwiedergabe steuern. Das macht den Nape Pro zum mächtigen Werkzeug für kreative Profis, die mit Shortcuts in Adobe Premiere oder Blender arbeiten. Die Anordnung ist optimiert für „Layering“ – das Halten einer Funktionstaste ändert das Verhalten von Trackball oder Tasten temporär, etwa für gestenbasierte Lautstärkeregeling.

Preis, Verfügbarkeit und Zielgruppe

Keychron plant einen gestaffelten Release. Starten soll der Nape Pro mit einer Crowdfunding-Kampagne in Japan. Ein breiterer internationaler Launch, auch in Europa, ist für das Frühjahr 2026, wahrscheinlich April oder Mai, avisiert.

Beim Preis deuten aktuelle Berichte auf eine aggressive Positionierung hin. Statt der zunächst vermuteten 130 US-Dollar zielt Keychron nun auf eine Preisspanne von 60 bis 100 Dollar. Damit würde das Gerät deutlich unter Premium-Trackball-Konkurrenten liegen, die oft über 100 Dollar kosten.

Analysten betonen: Der Nape Pro ist kein Ersatz für die traditionelle Maus für jeden. Er zielt auf eine spezifische „Prosumer“-Zielgruppe ab: Software-Entwickler, Schreiber und Ergonomie-Enthusiasten, die bereits in mechanische Tastaturen investieren. Der Erfolg hängt davon ab, wie gut die Community die ungewöhnliche Form annimmt – und ob die Lernkurve für den daumenbedienten Trackball-Balken nicht zu steil ist.

Modular statt isoliert: Eine neue Ära der Eingabegeräte?

Der Nape Pro könnte ein Signal für einen Wandel sein. Statt Maus und Tastatur als getrennte Einheiten zu sehen, deutet er auf eine Zukunft hin, in der Eingabegeräte modular, vernetzt und physisch integriert sind.

Experten erwarten, dass Keychron das Konzept ausbauen könnte – etwa mit „Ultra“-Versionen mit hochwertigeren Sensoren. Die Veröffentlichung der 3D-Dateien könnte zudem eine Welle von Community-Accessoires auslösen. Der Nape Pro ist ein mutiges Experiment. Keychron wettet darauf, dass Nutzer bereit sind, nicht nur ihr Tipp-, sondern auch ihr Navigationsverhalten am PC zu überdenken.

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