Kartoffelsalat hilft beim Abnehmen – dank resistenter Stärke
01.02.2026 - 08:44:11Ein klassischer Kartoffelsalat kann mehr sein als eine Beilage – er hilft beim Abnehmen. Der Schlüssel liegt in der resistenten Stärke, die entsteht, wenn Kartoffeln nach dem Kochen abkühlen. Diese ballaststoffähnliche Substanz wirkt sich positiv auf Sättigung, Blutzucker und Darmgesundheit aus.
Wer abnehmen will, streicht oft Kartoffeln vom Plan. Doch gerade gekocht und abgekühlt werden sie zum Verbündeten. Beim Abkühlen verändert sich die Stärkestruktur. Ein Teil wird für Verdauungsenzyme im Dünndarm unverdaulich – sie wird „resistent“.
So wirkt die Wunder-Stärke im Körper
Diese resistente Stärke hat mehrere Vorteile:
* Sie liefert weniger Kalorien als normale Stärke.
* Sie lässt den Blutzuckerspiegel langsamer ansteigen und vermeidet Heißhunger.
* Sie fördert wie ein Ballaststoff das Sättigungsgefühl und kann so die tägliche Kalorienaufnahme reduzieren.
Eine im Fachjournal Nature Metabolism veröffentlichte Studie aus China deutet darauf hin: Eine Nahrungsergänzung mit resistenter Stärke führte bei Übergewichtigen zu signifikantem Gewichtsverlust und besserer Insulinempfindlichkeit.
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Darmbakterien lieben kalte Kartoffeln
Im Dickdarm wird die resistente Stärke von nützlichen Darmbakterien fermentiert. Dabei entstehen kurzkettige Fettsäuren wie Butyrat. Diese stärken die Darmschleimhaut und beugen Entzündungen vor. Eine gesunde Darmflora steht immer mehr im Zusammenhang mit einem gesunden Körpergewicht.
So gelingt der gesunde Kartoffelsalat
Der Effekt ist kein Selbstläufer – die Zubereitung ist entscheidend.
1. Abkühlen lassen: Nach dem Kochen müssen die Kartoffeln vollständig abkühlen, idealerweise für mindestens 10 bis 12 Stunden im Kühlschrank.
2. Kluges Dressing: Statt Mayonnaise eignen sich leichtere Varianten auf Essig-Öl-Basis, Joghurt oder Gemüsebrühe.
3. Aufpeppen: Frische Kräuter, Gurken, Radieschen oder Frühlingszwiebeln machen den Salat nährstoffreicher. Für mehr Protein eignen sich gekochte Eier oder magerer Schinken.
Interessanterweise bleibt die resistente Stärke auch erhalten, wenn die kalten Kartoffeln später wieder erhitzt werden – etwa für Bratkartoffeln.
Ein Baustein für bewusste Ernährung
Die Erkenntnisse relativieren das Image der Kartoffel als reiner „Dickmacher“. Die Zubereitungsart macht den Unterschied. Neben abgekühlten Kartoffeln enthalten auch kalter Reis, Nudeln, Hülsenfrüchte und grüne Bananen resistente Stärke.
Der Effekt allein führt nicht zu drastischem Gewichtsverlust. Doch die positiven Wirkungen auf Sättigung, Blutzucker und Darm sind wertvolle Bausteine für eine nachhaltige Ernährung. Der bescheidene Kartoffelsalat wird so zu einer einfachen und schmackhaften Möglichkeit, von der Wissenschaft zu profitieren.


