Karrieremessen, Persönlicher

Karrieremessen: Persönlicher Kontakt trotz Digitalisierung

24.01.2026 - 07:28:12

Trotz digitaler Angebote besuchen tausende Menschen regionale Karrieremessen in Deutschland. Die Veranstaltungen in Dresden, Leipzig und Mainz zeigen den anhaltenden Bedarf an direktem Dialog zwischen Nachwuchs und Unternehmen.

An diesem Wochenende zeigen regionale Karrieremessen in ganz Deutschland, warum der persönliche Austausch im digitalen Zeitalter unverzichtbar bleibt.

Während Stellenportale boomen, drängen tausende Schüler, Studierende und Fachkräfte in die Messehallen. Von Dresden über Leipzig bis Mainz dienen die Veranstaltungen am 24. Januar 2026 als zentrale Wegweiser in eine Arbeitswelt im rasanten Wandel. Sie verdeutlichen einen klaren Trend: Trotz aller Digitalisierung suchen sowohl Nachwuchskräfte als auch Unternehmen den direkten Dialog.

Sachsen im Fokus: Zwei Schwergewichte der Berufsorientierung

Im Freistaat konzentrieren sich gleich zwei große Events. In Dresden lockt die „KarriereStart“ bis zum 25. Januar mit einem breiten Branchenmix – von der Ausbildung bis zur Gründung. Ein Schwerpunkt liegt auf der High-Tech-Industrie. Der Verband Silicon Saxony präsentiert dort Karrierewege in Mikroelektronik und Software.

Parallel öffnet die „Jobmesse Leipzig“ im Congress Center ihre Tore. Sie bietet einen umfassenden Überblick über regionale Chancen in Industrie, Handwerk und Dienstleistung. Für Unternehmen sind solche Präsenzveranstaltung längst unverzichtbar geworden, um im Wettbewerb um Talente sichtbar zu bleiben und die Anforderungen moderner Berufsbilder zu vermitteln.

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Viele Wege zum Nachwuchs: Von der Messe in die Klassenzimmer

Neben den großen Publikumsmessen setzen Veranstalter auf zielgenaue Formate. Die Studienmesse „Stuzubi“ richtet sich in Mainz gezielt an Abiturienten. Sie schließt eine Lücke zwischen Schulwissen und den konkreten Erwartungen der digitalen Arbeitswelt.

Gleichzeitig entstehen hyperlokale Konzepte. Ein Beispiel kommt aus Bayern: An der Mittelschule Hemau laden am 31. Januar rund 40 regionale Betriebe zu einem „Aktionstag für Ausbildung“ direkt ins Schulgebäude. Dies unterstreicht den Trend, Berufsorientierung noch praxisnäher und früher anzubieten.

Branchen im Wandel: Digitalisierung als Chance begreifen

Die Notwendigkeit, auf die digitale Transformation zu reagieren, zeigt sich in allen Sektoren. So nutzten die baden-württembergischen Industrie- und Handelskammern (IHKs) gemeinsam mit dem DEHOGA die Tourismusmesse CMT in Stuttgart für eine Initiative. Sie warben für Ausbildungsberufe in der Branche und betonten die Bedeutung von Zukunftstrends.

Solche Auftritte zeigen: Auch traditionelle Wirtschaftszweige begreifen die Digitalisierung als Chance, um Nachwuchs zu gewinnen. Die Modernisierung der dualen Ausbildung hat sich als zentrale Aufgabe in den Arbeitsprogrammen der Kammern für 2026 etabliert.

Warum die Messe auch 2026 noch Zukunft hat

Die parallelen Veranstaltungen machen eine paradoxe Entwicklung sichtbar. In einer von digitalen Kanälen dominierten Welt sehnen sich beide Seiten nach greifbaren Alternativen zur unübersichtlichen Online-Flut. Messen bieten eine kuratierte Plattform für praxisnahe Einblicke.

Dort lässt sich vermitteln, was eine Stellenbeschreibung nur unzureichend transportiert: dass ein Mechatroniker heute mit vernetzten Systemen arbeitet oder im Handwerk digitale Fertigungstechniken Einzug halten. Die Zukunft wird in einer intelligenten Verknüpfung digitaler und analoger Formate liegen. Die gut besuchten Hallen in Dresden, Leipzig und Mainz setzen jedoch ein klares Zeichen: Der Händedruck bleibt unersetzlich. Der nächste große Termin folgt mit der Messe „Chance“ am 20. und 21. Februar 2026 in Halle.

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