Kardinal Schönborn: Deepfake-Betrüger nutzen sein Gesicht
03.02.2026 - 19:45:12Eine Welle von KI-generierten Betrugsversuchen mit dem Gesicht von Kardinal Christoph Schönborn zwingt die Erzdiözese Wien zur Warnung. Gefälschte Social-Media-Profile und täuschend echte Deepfake-Videos werben für unseriöse Finanzprodukte.
So läuft die Betrugsmasche ab
Die Täter nutzen hochentwickelte KI, um Stimme und Mimik des Kardinals zu imitieren. Diese Videos verbreiten sie über bezahlte Werbung auf Plattformen wie Instagram, Facebook und YouTube. Parallel schicken gefälschte Profile persönliche Nachrichten, um Vertrauen aufzubauen.
Das Ziel ist klassischer Anlagebetrug: Opfer werden mit Versprechen schneller Gewinne zu kleinen Investitionen verleitet. Die beworbenen Plattformen existieren oft nicht, das Geld landet direkt bei den Kriminellen.
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Erzdiözese stellt klar: Schönborn ist nicht auf Social Media
Die Diözese reagiert mit einer deutlichen Klarstellung: Kardinal Schönborn nutzt keine sozialen Medien oder Messenger-Dienste persönlich. Offizielle Accounts werden ausschließlich von einer Redaktion betreut.
Jede Nachricht, die den Eindruck erweckt, direkt vom Kardinal zu kommen, ist daher ein Betrugsversuch. Die Täter missbrauchen gezielt sein hohes Ansehen, um eine falsche Vertrauensbasis zu schaffen.
Diese Alarmzeichen sollten Sie kennen
Um sich zu schützen, rät die Erzdiözese, auf typische Warnsignale zu achten:
* Neue, inhaltsleere Profile: Gefälschte Accounts sind oft erst kurz aktiv.
* Persönliche Anrede aus dem Nichts: Unerwartete, vertrauliche Nachrichten sind verdächtig.
* Aufforderung zum Handeln: Seien Sie misstrauisch bei Links, Datenabfragen oder Geldüberweisungen.
* Subtile Fehler in Videos: Unnatürliche Mimik oder asynchrone Lippenbewegung können auf Deepfakes hindeuten.
Wer auf solche Versuche stößt, sollte nicht antworten, keine Links anklicken und das Profil umgehend bei der Plattform melden.
Deepfakes werden zur globalen Bedrohung
Der Fall Schönborn ist kein Einzelfall. Immer mehr Kriminelle setzen auf KI-gestützten Identitätsdiebstahl, um Prominente aus Politik und Wirtschaft für ihre Zwecke zu instrumentalisieren. Die Technologie wird zugänglicher, die Ergebnisse überzeugender.
Cybersicherheitsexperten sehen darin eine ernste Gefahr für das gesellschaftliche Vertrauen. Wenn man Bild und Ton nicht mehr trauen kann, fällt Manipulation leichter. Behörden wie das Bundeskriminalamt warnen regelmäßig vor solchen Online-Betrugsmaschen.
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