Kantonalbanken, Betrugswelle

Kantonalbanken warnen vor Betrugswelle an Weihnachten

25.12.2025 - 18:00:12

Kunden mehrerer Schweizer Kantonalbanken werden an den Feiertagen gezielt von Betrügern angerufen. Die Täter geben sich als Bankmitarbeiter aus und nutzen gefälschte Telefonnummern, um an Zugangsdaten und Geld zu gelangen. Lokale Medien und Behörden warnen am heutigen Weihnachtstag vor der anhaltenden Welle.

Besonders perfide: Die Anrufer sprechen oft akzentfreies Deutsch oder Schweizerdeutsch. Sie behaupten, Sicherheitsprobleme beim E-Banking festgestellt oder verdächtige Transaktionen entdeckt zu haben. Ihr Ziel ist es, die Opfer zur Herausgabe von Passwörtern oder zur Freigabe von Überweisungen zu drängen.

Am heutigen Morgen häuften sich die Meldungen im Kanton Glarus. Wie glarus24.ch berichtet, geben sich die Kriminellen aktuell als Mitarbeiter der Glarner Kantonalbank (GLKB) aus. Auf dem Display der Opfer erscheint dabei die offizielle Banknummer – eine Manipulation durch sogenanntes Call ID Spoofing.

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Die Bank stellt klar: Echte Mitarbeiter fragen niemals telefonisch nach Passwörtern oder setzen Kunden unter Zeitdruck. Wer einen verdächtigen Anruf erhält, soll sofort auflegen. Betroffene können über ihr E‑Banking eine “Notfall‑Sperre” für ihr Konto und TWINT aktivieren.

Vorfall bei Urner Kantonalbank war Vorbote

Die aktuelle Serie ist kein Einzelfall. Bereits am 19. und 20. Dezember warnte die Kantonspolizei Uri vor identischen Betrugsversuchen. Damals gaben sich Unbekannte als Angestellte der Urner Kantonalbank (UKB) aus.

Die Behörden betonten, die Täter nutzten eine “geschickte Gesprächsführung”. Sie zielten vor allem auf ältere Kunden ab. Die zeitliche Abfolge legt nahe, dass die Betrüger die Feiertage bewusst ausnutzen, um von geschlossenen Bankfilialen zu profitieren.

So funktioniert der technische Betrug

Das zentrale Werkzeug der Kriminellen ist die Spoofing-Technologie. Sie erlaubt es, die Rufnummernanzeige zu fälschen. Das Vertrauen in die vertraute Nummer senkt die natürliche Skepsis der Angerufenen.

Oft fordern die Betrüger ihre Opfer im nächsten Schritt auf, eine Fernwartungssoftware wie TeamViewer zu installieren. Angeblich, um das “Sicherheitsproblem” zu beheben. In Wahrheit erhalten sie so vollen Zugriff auf den Computer oder das Smartphone des Opfers.

Die wichtigsten Sicherheitsregeln für Kunden:

  • Sofort auflegen bei verdächtigen Bank-Anrufen unter Druck.
  • Nie die Rückruffunktion nutzen. Stattdessen die Banknummer von der Karte abtippen.
  • Keine Push-Nachrichten in der Banking-App bestätigen, die man nicht selbst ausgelöst hat.
  • Verdächtige Anrufe der Kantonspolizei (117) melden – auch ohne Schaden.

Die Banken appellieren, besonders ältere Familienmitglieder über die Masche aufzuklären. Diese gehören zur bevorzugten Zielgruppe der Betrüger.

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