Kane dreht auf, Bayern siegt spät – Drama pur in Leipzig
24.01.2026 - 08:21:42Topspiel in Leipzig: RB Leipzig – FC Bayern 2:3
Vom ersten Moment an war klar: Hier geht es richtig zur Sache. RB Leipzig presst hoch, Bayern versucht, mit Joshua Kimmich und Jamal Musiala das Spiel zu beruhigen. Doch schon früh gibt es die erste Schockwelle für die Münchner: Ein schneller Angriff über die rechte Seite, Flanke von Xavi Simons, in der Mitte ist Benjamin Šeško zur Stelle – 1:0 für Leipzig. Die Red Bull Arena explodiert.
Bayern wirkt kurz angezählt, aber dann übernimmt der Rekordmeister Schritt für Schritt das Kommando. Leroy Sané zieht immer wieder von rechts nach innen, Musiala tanzt zwischen den Linien, und Harry Kane lauert im Strafraum. In der 28. Minute wird es dann erstmals richtig laut – allerdings nicht nur im Stadion, sondern auch vor den Bildschirmen.
Der erste Aufreger: Hand oder nicht Hand?
Nach einer Bayern-Ecke kommt der Ball über Umwege zu Kane. Der Engländer schließt ab, der Ball wird im Strafraum geblockt – und zwar deutlich am Arm eines Leipziger Verteidigers. Der Schiedsrichter lässt zunächst weiterspielen, doch dann meldet sich der VAR. Nach langer Überprüfung zeigt der Referee auf den Punkt. Die Leipziger Fans pfeifen, die Bayern-Spieler jubeln.
Harry Kane bleibt eiskalt, schiebt den Elfer trocken unten rechts ein – 1:1. Schon da kocht das Netz: War die Armhaltung unnatürlich? Hätte man das laufen lassen müssen? Die Diskussionen reißen auch nach dem Spiel nicht ab.
Spektakel vor der Pause
Leipzig lässt sich nicht hängen, im Gegenteil. Direkt nach dem Ausgleich zieht die Rose-Elf das Tempo wieder an. Xavi Simons setzt ein Dribbling an, legt quer auf Dani Olmo, der aus gut 20 Metern abzieht – knapp drüber. Bayern antwortet mit einem brandgefährlichen Konter: Musiala steckt durch auf Sané, der Leipzig-Keeper klärt gerade noch.
Kurz vor der Pause dann der nächste Schlag: Dieses Mal kombinieren sich die Münchner über links durch, Alphonso Davies mit dem Turbo, Flanke in den Rückraum, Musiala nimmt den Ball an, verlädt seinen Gegenspieler und zirkelt das Ding ins lange Eck – 1:2 aus Leipziger Sicht. Pause, und du merkst: In dieser Partie ist noch lange nichts entschieden.
Leipzig kommt zurück – und dann kommt Kane
Nach dem Wechsel stellt Leipzig um, agiert aggressiver im Zentrum. Das zahlt sich aus: Nach einem Ballgewinn im Mittelfeld schaltet RB blitzschnell um, diesmal ist Šeško der Vorlagengeber, Olmo läuft ein, bleibt vor Manuel Neuer eiskalt und schiebt zum 2:2 ein. Jetzt steht die Arena Kopf, und Bayern wankt.
Es folgt die wildeste Phase des Spiels: Beide Teams mit offenen Visieren, Torgelegenheiten im Minutentakt. Ein Davies-Schuss rauscht knapp vorbei, auf der anderen Seite pariert Neuer stark gegen Šeško. Thomas Tuchel reagiert, bringt frische Beine – unter anderem einen offensiven Wechsel, um nochmal alles auf Sieg zu stellen.
Und genau dieser Mut zahlt sich kurz vor Schluss aus. In der 86. Minute zieht Sané von rechts nach innen, spielt einen flachen Steckpass zwischen die Innenverteidiger. Kane startet perfekt, nimmt den Ball mit einem Kontakt mit und jagt ihn flach ins lange Eck. 3:2 Bayern! Der Auswärtsblock eskaliert, Kane schlägt die Arme aus, und man spürt: Das ist ein potenziell ganz wichtiger Treffer im Meisterrennen.
VAR-Drama am Ende
Doch selbst danach ist es noch nicht ruhig. In der Nachspielzeit fällt Šeško im Bayern-Strafraum nach einem Zweikampf mit Upamecano. Leipzig fordert Elfmeter, der Schiri lässt weiterspielen. Wieder schaltet sich der VAR ein, wieder warten alle. Nach kurzer Prüfung bleibt es bei der Entscheidung: kein Elfmeter. Sofort beginnen die Diskussionen – war da ein Kontakt, hat Upamecano ihn leicht getroffen? Für die einen klare Fehlentscheidung, für die anderen zu wenig für einen Pfiff.
Am Ende bleibt es beim 3:2 für Bayern. Kane mit Doppelpack, Musiala mit einem Zaubertor, und Leipzig trotz großem Kampf ohne Punkt. Für neutrale Fans: ein echter Leckerbissen.
Was bedeutet das für den Titelkampf? Hier geht's zur aktuellen Blitz-Tabelle
Auswirkungen auf die Tabelle
Durch den Auswärtssieg verschafft sich der FC Bayern im Titelrennen eine starke Position. Die Münchner setzen ein dickes Ausrufezeichen, während Leipzig im Kampf um die Champions-League-Plätze einen Dämpfer kassiert. Entscheidend ist vor allem die Art und Weise: Bayern zeigt, dass sie trotz Druck und Rückschlägen in der Lage sind, große Spiele spät für sich zu entscheiden.
Leipzig hingegen wird sich ärgern – spielerisch auf Augenhöhe, phasenweise sogar dominanter, aber eben nicht kaltschnäuzig genug vor dem Tor und mit etwas Pech bei den VAR-Entscheidungen. Genau diese Nuancen machen am Ende den Unterschied, wenn es um Meisterschaft, Königsklasse und Saisonziele geht.
Social Media Spotlight: VAR-Zoff und Kane-Hype
Während im Stadion langsam das Licht ausgeht, läuft es auf den Smartphones erst richtig heiß. Vor allem eine Szene dominiert die Feeds: der Handelfmeter für Bayern und die verweigerte Elfer-Entscheidung für Leipzig in der Nachspielzeit. Unter dem Hashtag #RBLFCB schaukelt sich die Debatte immer weiter hoch – Fans posten Standbilder, Zeitlupen-Clips und hitzige Meinungen.
Das Netz bebt: 3 Social-Media Highlights
X-Diskussion: Die Fans zerreißen sich über den VAR-Elfer und die strittige Nachspielzeit-Szene
Auf Instagram feiert der FC Bayern seinen Auswärtssieg mit Kabinen-Selfies, Kane posiert grinsend mit dem Spielball, Musiala bekommt eine Sektdusche ab. Gleichzeitig posten Leipziger Spieler nachdenkliche Bilder mit kurzen, aber vielsagenden Captions – "schmerzhaft", "weiter geht's", "Kopf hoch". Das Kontrastprogramm könnte nicht größer sein.
Bei YouTube dominieren die Highlight-Clips der üblichen Verdächtigen wie Sportschau, DAZN und Sky Sport. Die Kommentarspalten? Ein Mix aus purer Begeisterung über Kanes Effizienz, Staunen über Musialas Technik – und natürlich wilder Streit um die Schiedsrichterleistung.
Meinung aus der Kabine des Journalisten: Bayern wie ein Titelteam, Leipzig wie ein Herausforderer
Aus meiner Sicht sendet dieses Spiel ein klares Signal: Bayern hat wieder diesen Killer-Instinkt, der sie in den letzten Jahren manchmal verlassen hatte. Offensiv mit Kane, Musiala und Sané – das ist einfach Champions-League-Niveau. Selbst wenn sie wackeln, selbst wenn das Stadion gegen sie ist, sie finden einen Weg, das Ding zu gewinnen.
Leipzig dagegen zeigt, warum sie als einer der spannendsten Verfolger gelten. Jung, mutig, spielstark – aber noch nicht ganz so eiskalt und abgebrüht wie Bayern. Gerade in den großen Momenten, wenn ein drittes Tor oder der letzte Pass sitzen muss, fehlt noch ein Prozent. Und diese ein, zwei Prozent machen am Ende den Unterschied zwischen Titelkandidat und Top-4-Team.
Über die VAR-Entscheidungen wirst Du heute und wahrscheinlich die ganze Woche noch diskutieren können. Für mich bleibt hängen: Der Fußball war spektakulär, die Intensität brutal hoch – und genau dafür liebst Du diese Liga.
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