Kalifornien entscheidet über Zukunft autonomer Autos
25.01.2026 - 07:03:12Tesla und Waymo stehen sich in einem Grundsatzstreit über Sicherheit und Transparenz gegenüber. Kalifornien hat eine neue Konsultation zu Regeln für selbstfahrende Fahrzeuge eröffnet. Die Vorschläge könnten den Wettbewerb in einem Milliardenmarkt neu ordnen.
Das kalifornische Department of Motor Vehicles (DMV) hat am 21. Januar eine zweite 15-tägige Phase für öffentliche Stellungnahmen eingeleitet. Bis zum 5. Februar 2026 können Bürger und Unternehmen Feedback zu überarbeiteten Vorschriften geben. Im Kern geht es um die Frage, wie viel Daten-Transparenz der Staat von den Anbietern verlangen darf.
Der Kampf um die Daten-Offenlegung
Die Fronten sind klar: Waymo, das bereits fahrerlose Robotaxis (Level 4) betreibt, fordert umfassende Quartalsberichte für alle Anbieter von autonomen Fahrdiensten. Das würde auch Systeme wie Teslas „Full Self-Driving“ (FSD) erfassen, das rechtlich lediglich als Fahrerassistenzsystem (Level 2) eingestuft ist. Für solche Systeme gelten bisher weniger strenge Meldepflichten.
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Tesla wehrt sich gegen diese Gleichbehandlung. Das Unternehmen argumentiert, dass solche Berichtspflichten für assistierte Fahrsysteme unnötig seien und den Betrieb behinderten. Für Teslas langfristige Pläne einer „Robotaxi“-Flotte aus Privatfahrzeugen ist dieser regulatorische Unterschied entscheidend. Gleiche Regeln für beide Technologien würden Teslas kostengünstigeren Ansatz deutlich erschweren.
Werbung unter Beschuss, Technik im Fokus
Die Debatte findet vor einem heiklen Hintergrund statt. Ende 2025 urteilte ein kalifornischer Verwaltungsrichter, dass Teslas Begriffe „Autopilot“ und „Full Self-Driving“ irreführend für Verbraucher seien. Dies unterstreicht den regulatorischen Druck, die Fähigkeiten der Systeme klar zu definieren.
Hinzu kommt der technologische Graben: Waymo setzt auf redundante Systeme wie LiDAR, Radar und Kameras für den Betrieb in abgegrenzten Gebieten. Tesla verfolgt einen rein kamerabasierten Ansatz, der prinzipiell überall funktionieren, aber stets einen aufmerksamen Fahrer erfordern soll. Diese unterschiedlichen Philosophien werfen jeweils eigene Sicherheitsfragen auf.
Kalifornien als Vorbild für die Welt
Die Entscheidung in Kalifornien wird weit über den Bundesstaat hinausstrahlen. Als Epizentrum der Entwicklung autonomer Fahrzeuge dienen die kalifornischen Vorschriften oft als Blaupause für andere US-Staaten und sogar nationale Behörden.
Eine Ausweitung der Meldepflichten auf Level-2-Systeme würde das Spielfeld aus Sicht der Transparenz ebnen. Eine Beibehaltung der klaren Trennung könnte dagegen die Verbreitung von dienstbasierten Assistenzsystemen, wie Tesla sie plant, beschleunigen. Die Regulierer stehen vor der schwierigen Aufgabe, Innovation zu fördern und gleichzeitig Sicherheit und öffentliches Vertrauen zu gewährleisten.
Nach Ende der Konsultationsphase am 5. Februar wird das DMV an der finalen Fassung der Regeln arbeiten. Sie werden maßgeblich bestimmen, wie sich der Markt für autonomes Fahren in Kalifornien – und damit weltweit – entwickeln wird.
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