Kaffee-Studie: Espresso oder Filter – was schützt das Gehirn besser?
11.02.2026 - 01:43:12Eine neue Harvard-Studie bestätigt: Moderater Kaffeekonsum senkt das Demenzrisiko deutlich. Doch die Zubereitung entscheidet über die Wirkung auf Herz und Gehirn.
Forscher der Harvard T.H. Chan School of Public Health analysierten Daten von über 130.000 Teilnehmern. Ihr Ergebnis: Zwei bis drei Tassen koffeinhaltiger Kaffee täglich senken das Demenzrisiko um 18 Prozent. Entkoffeinierter Kaffee zeigte diesen Effekt nicht.
Die im Journal of the American Medical Association (JAMA) veröffentlichte Studie bringt jedoch einen entscheidenden Faktor ans Licht: die Brühmethode. Sie bestimmt, welche gesundheitsrelevanten Stoffe in der Tasse landen.
Der Filter hält Cholesterin-Treiber zurück
Der größte Unterschied zwischen Espresso und Filterkaffee liegt im Gehalt von Diterpenen – natürlichen Ölen namens Cafestol und Kahweol.
* Ein Papierfilter hält diese Substanzen fast vollständig zurück.
* Bei Espresso gelangen sie durch den hohen Druck ins Getränk.
Das ist relevant, weil Diterpene den Spiegel des „schlechten“ LDL-Cholesterins erhöhen können. Ein hoher Cholesterinspiegel gilt als Risikofaktor für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, die wiederum die Gehirngesundheit beeinträchtigen. Filterkaffee gilt daher als herzfreundlichere Variante.
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Doch die Diterpene haben auch eine andere Seite: Laborstudien deuten auf entzündungshemmende und antioxidative Eigenschaften hin. Könnten sie Nervenzellen sogar schützen?
Espresso: Labor-Ergebnisse wecken Hoffnung für Alzheimer-Forschung
Während Filterkaffee punkten kann, rückt Espresso durch andere Inhaltsstoffe in den Fokus. In-vitro-Studien der letzten Jahre zeigen vielversprechende Effekte.
Demnach können Extrakte aus Espresso die Verklumpung von Tau-Proteinen hemmen. Diese Protein-Aggregate sind ein zentrales Merkmal der Alzheimer-Krankheit und führen zum Absterben von Nervenzellen.
Besonders wirksam war der komplette Espresso-Extrakt. Das legt einen synergistischen Effekt der enthaltenen Substanzen – wie Koffein und dem Flavonoid Genistein – nahe. Experten betonen jedoch: Diese Ergebnisse stammen aus dem Labor. Ob sie sich auf den Menschen übertragen lassen, muss noch erforscht werden.
Was bedeutet das für den täglichen Kaffeegenuss?
Die Studienlage zeichnet ein komplexes, aber positives Bild. Der grundlegende Schutz vor Demenz scheint vor allem vom Koffein auszugehen. Es blockiert Rezeptoren im Gehirn und kann langfristig die Ansammlung schädlicher Proteine reduzieren.
Die Zubereitung modifiziert das Gesundheitsprofil:
* Filterkaffee liefert die Vorteile des Koffeins und anderer Antioxidantien, minimiert aber die cholesterinsteigernden Diterpene.
* Espresso enthält diese Diterpene, bietet dafür eine konzentrierte Mischung bioaktiver Stoffe, die im Labor gegen Alzheimer-Proteine wirkten.
Die optimale Wahl könnte also von der individuellen Gesundheit abhängen. Bei bestehenden Herz-Kreislauf-Risiken ist Filterkaffee oft die bessere Wahl. Für gesunde Erwachsene bleibt die Kernbotschaft der Studie klar: Moderater Genuss von koffeinhaltigem Kaffee – egal ob gefiltert oder als Espresso – ist ein Baustein für ein gesundes Gehirn.
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