Käse und Sahne könnten Demenzrisiko senken
30.01.2026 - 16:51:12Eine schwedische Langzeitstudie stellt Ernährungsempfehlungen auf den Kopf. Wer regelmäßig fettreiche Milchprodukte isst, erkrankt womöglich seltener an Demenz.
Die Studie der Universität Lund begleitete fast 27.700 Erwachsene über 25 Jahre. Die Ergebnisse, die in einem renommierten Neurologie-Journal veröffentlicht wurden, zeigen einen klaren Trend: Bestimmte fettreiche Milchprodukte stehen in Verbindung mit einem deutlich geringeren Demenzrisiko.
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Überraschende Ergebnisse: Käse und Sahne im Fokus
Die Datenauswertung offenbarte bemerkenswerte Zusammenhänge:
* Käse: Teilnehmer, die täglich mindestens 50 Gramm fettreichen Käse (über 20 % Fett) aßen, hatten ein 13 % geringeres Risiko für Demenz aller Ursachen.
* Sahne: Der tägliche Verzehr von mindestens 20 Gramm Sahne (über 30 % Fett) war mit einem 16 % geringeren Risiko verbunden.
* Besonders stark: Das Risiko für die vaskuläre Demenz sank bei hohem Käsekonsum sogar um 29 %.
Interessanterweise zeigten fettarme Milchprodukte, Butter oder Joghurt keinen messbaren Effekt. Das legt nahe: Nicht Milchprodukte allgemein, sondern spezifische Bestandteile im Milchfett könnten den Unterschied machen.
Warum könnte Fett das Gehirn schützen?
Die genauen Gründe für den potenziellen Schutzeffekt sind noch unklar. Wissenschaftler vermuten, dass nicht das Fett allein, sondern bestimmte Vitamine oder bioaktive Fettsäuren in vollfetten Produkten eine Rolle spielen. Das Gehirn besteht selbst zu einem großen Teil aus Fett – bestimmte Fette sind essenziell für die Funktion der Nervenzellen.
Doch Vorsicht: Es handelt sich um eine Beobachtungsstudie. Sie zeigt einen Zusammenhang, beweist aber keine Ursache-Wirkung-Beziehung. Die Forscher betonen die Notwendigkeit weiterer Untersuchungen.
Ein Widerspruch zu bisherigen Empfehlungen
Die neuen Erkenntnisse stehen im Kontrast zu gängigen Ratschlägen. Viele Ernährungsempfehlungen, wie die speziell für die Gehirngesundheit entwickelte MIND-Diät, raten eher zur Zurückhaltung bei Käse.
Experten weisen darauf hin, dass es kein einzelnes Wundermittel gegen Demenz gibt. Eine ausgewogene Ernährung – wie die mediterrane Kost – bleibt der zentrale Baustein der Prävention. Die schwedische Studie fügt diesem Bild nun eine wichtige Nuance hinzu: Bestimmte vollfette Milchprodukte könnten darin durchaus einen Platz haben.


