Kärntner, Wohnbau

Kärntner Wohnbau stürzt auf historisches Tief

01.01.2026 - 02:45:12

Kärnten verzeichnet einen dramatischen Rückgang der Wohnbauleistung auf ein historisches Tief. Experten prognostizieren für 2026 einen weiteren Einbruch bei gleichzeitig stark steigenden Immobilienpreisen.

Kärnten startet 2026 mit einem dramatischen Einbruch der Wohnbauleistung. Die Fertigstellungszahlen sind auf ein historisches Tief gefallen und machen das Bundesland zum österreichweiten Schlusslicht. Experten schlagen Alarm.

Fast eine Halbierung der Neubauten

Die Bilanz für 2025 ist ernüchternd: Statt der zuvor üblichen rund 2.000 Wohneinheiten wurden im vergangenen Jahr nur etwa 917 bis 1.000 fertiggestellt. Das ist fast eine Halbierung gegenüber 2023.

Mit einer Quote von nur 1,61 Wohnungen pro 1.000 Einwohner liegt Kärnten weit unter dem Bundesschnitt von 3,6. Die Prognose für 2026 ist düster – Experten rechnen mit einem weiteren Rückgang auf 740 bis 800 Einheiten. Die Lücke zwischen Angebot und Nachfrage wird immer größer.

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Warum baut niemand mehr?

Ein “perfekter Sturm” aus ungünstigen Rahmenbedingungen lähmt die Branche. Zwei Hauptprobleme sind entscheidend:

  • Finanzierungsklemme: Die strikten Kreditregeln der vergangenen Jahre wirken nach. Viele Projekte kamen wegen fehlender Finanzierung nie in die Startlöcher.
  • Explodierte Baukosten: Die Preise für Material und Arbeit sind auf hohem Niveau stabil – eine Entspannung ist nicht in Sicht.

Besonders der gewerbliche Wohnbau, traditionell das Rückgrat des Kärntner Marktes, leidet. Selbst gemeinnützige Bauträger konnten den Einbruch nicht auffangen.

Preise steigen trotz Krise

Die direkte Folge des Neubaumangels zeigt sich am Bestandsmarkt: Die Nachfrage verlagert sich auf bestehende Objekte und treibt die Preise weiter nach oben.

Analysen aus 2025 verzeichneten Preissteigerungen im zweistelligen Prozentbereich. In Ballungszentren wie Klagenfurt und Villach sowie an begehrten Seelagen spitzt sich die Lage besonders zu. Für junge Familien rückt der Traum vom Eigenheim in weite Ferne.

Droht Kärnten 2026 eine echte Wohnraumnot?

Politik verspricht Offensive – doch wann wirkt sie?

Die Landesregierung hat mit einer Wohnbauoffensive bis 2029 reagiert. Rund 400 Millionen Euro sollen in 2.000 geförderte Wohnungen fließen. Seit Januar 2025 gelten zudem neue, attraktivere Förderrichtlinien.

Doch die Bauwirtschaft reagiert träge. Planung und Genehmigung brauchen Zeit. Branchenvertreter fordern neben Geld auch schnellere Verfahren und weniger Bürokratie.

Eine Trendwende bei den Fertigstellungszahlen ist für 2026 nicht in Sicht. Erste Hoffnung auf Besserung gibt es frühestens 2027. Bis dahin bleibt der Kärntner Wohnbaumarkt im Krisenmodus.

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