Kärntner Tourismus verzeichnet Nächtigungsminus
31.01.2026 - 23:15:12Kärnten verliert Gäste, während Österreich Rekorde bricht. Die aktuellen Nächtigungszahlen zeigen einen Rückgang um 0,7 Prozent auf 13 Millionen Übernachtungen für 2025. Damit fällt das südlichste Bundesland aus dem österreichweiten Boom heraus, der zum dritten Mal in Folge die 150-Millionen-Marke knackt. Direkte Nachbarn wie Tirol, Salzburg und die Steiermark verzeichnen dagegen Zuwächse.
Opposition fordert Konsequenzen nach „traurigem Schlusslicht“
Die politische Opposition nutzt die Zahlen für eine scharfe Attacke. Die FPÖ wirft der zuständigen ÖVP-Landesregierung Stillstand vor und macht sie für Kärntens Rolle als „trauriges Schlusslicht“ verantwortlich. „Es wird seit Jahren nur geredet, aber nichts umgesetzt“, kritisiert FPÖ-Tourismussprecher Markus di Bernardo. Seine Partei fordert innovative Leuchtturmprojekte für mehr Sichtbarkeit.
Auch das Team Kärnten verlangt eine tiefgreifende Reform. Partei-Chef Gerhard Köfer hält den Entwurf für ein neues Tourismusgesetz für „nicht beschlussreif“. Er kritisiert, dass dieser weder die Verwaltung verschlanke noch die Unternehmer stärke. Stattdessen drohe mehr Einfluss für Politik und die Kärnten Werbung. Die Lösung sei ein „Investitions-Booster“, besonders für die Vor- und Nachsaison.
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Umstrittene Reform: Weniger Verbände, neue Abgabe
Im Zentrum des Streits steht eine geplante Tourismusreform von Landesrat Sebastian Schuschnig (ÖVP). Sie sieht drastische Veränderungen vor:
* Reduzierung der Tourismusverbände von rund 125 auf nur noch zehn.
* Einführung einer landesweit einheitlichen Aufenthaltsabgabe von 4,50 Euro pro Nacht ab November 2026.
* Die Mehreinnahmen sollen in touristische Infrastruktur und eine landesweite Gratis-Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel für Gäste fließen.
Ziel ist es, Doppelstrukturen abzubauen und mehr Geld für das Gästeerlebnis statt für Verwaltung zu haben. Doch die Pläne sind heftig umstritten.
Kritiker fürchten Zentralisierung und Finanznachteil
Der Kärntner Gemeindebund hat deutliche Bedenken geäußert – eine „schallende Ohrfeige“ für Schuschnig. Kritiker befürchten eine zu starke Zentralisierung und eine finanzielle Schlechterstellung der Gemeinden. Die Verteilung der neuen Abgabe könnte zu einer Mittelverschiebung zugunsten des Landes führen. Die FPÖ fordert deshalb, das Gesetz „zurück an den Start“ zu schicken.
Experten sehen tiefere Ursachen für die Stagnation
Analysten verweisen auf langfristige strukturelle Probleme: zu viel Bürokratie und eine schwache internationale Positionierung. Zwar kommen tendenziell mehr Gäste, sie bleiben aber kürzer – ein internationaler Trend zu spontaneren, kürzeren Reisen. Die Sommersaison 2025 zeigte bereits leichte Rückgänge in den Hauptmonaten Juli und August. Minus-Gäste aus Deutschland und Österreich konnten nur teilweise durch Zuwächse aus Zentral- und Osteuropa ausgeglichen werden.
Die Frage ist: Reichen neue Strukturen und mehr Geld ohne einen klaren Masterplan und innovative Angebote?
Koralmbahn als großer Hoffnungsträger
Trotz aller Kritik hält die Landesregierung an ihrem Zeitplan fest. Die Reform soll noch im Landtag beschlossen werden, um ab Januar 2027 zu wirken. Schuschnig und die Wirtschaftskammer betonen die Notwendigkeit dieser „mutigen Reform“, um Kärnten wieder auf die „Überholspur“ zu bringen.
Ein zentraler Hoffnungsträger ist die Koralmbahn. Sie soll neue Gästepotenziale aus Graz, Wien und Ostösterreich erschließen. Die Kärnten Werbung plant für 2026 bereits Initiativen, die auf Bahn-Reisende abzielen, etwa Wander- und Radrouten ab Bahnhöfen. Ob das den Trend umkehrt, wird sich in den kommenden Bilanzen zeigen.
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