Kärnten startet mit Sanierungs-Euro und Großprojekten ins Baujahr 2026
02.01.2026 - 14:22:12
Kärnten setzt zum Jahreswechsel auf eine doppelte Strategie für bezahlbares und klimafreundliches Wohnen. Während der neue „Sanierungs-Euro“ die energetische Gebäudemodernisierung vereinfachen soll, gehen zwölf große Wohnbauprojekte in die Umsetzung. Die Maßnahmen sollen die Baukosten bremsen und die Klimaziele voranbringen.
Sanierungs-Euro: Förderung wird radikal vereinfacht
Ab sofort können Hausbesitzer den neuen „Kärntner Sanierungs-Euro“ beantragen. Das alte, komplexe Fördersystem wurde durch eine einfache Formel ersetzt: 1 Euro x eingesparte Energie (kWh) x beheizte Fläche. Wer also tiefgreifend saniert und viel Energie einspart, erhält mehr Geld.
- Für Spitzensanierungen winkt ein Bonus von bis zu 5.000 Euro.
- Denkmalgeschützte Häuser erhalten einen pauschalen Aufschlag von zehn Prozent.
- Die Abwicklung läuft vollständig digital, was die Auszahlung beschleunigen soll.
Die neue Förderung ergänzt bestehende Programme wie Zuschüsse für barrierefreies Bauen oder die Prämie für den Heizungstausch („Raus aus Öl und Gas“). Letztere ist mit der bundesweiten „Sanierungsoffensive 2026“ kombinierbar.
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Wohnbau-Offensive: Zwölf Großprojekte starten
Parallel startet die Umsetzung des Kärntner Wohnbauprogramms 2026–2028. Noch in diesem Jahr sollen zwölf konkrete Bauvorhaben von gemeinnützigen Bauträgern realisiert werden. Geplant sind insgesamt rund 1.140 neue, geförderte Wohneinheiten bis 2028 – ein Schnitt von 380 pro Jahr.
Die Projekte in Städten wie Klagenfurt, Villach oder St. Veit setzen auf hohe ökologische Standards und barrierefreies Wohnen. Kooperationspartner sind unter anderem die „Heimat Villach“, das „Kärntner Siedlungswerk“ und die Genossenschaft „Fortschritt“. Kann der gemeinnützige Sektor, der bereits zwei Drittel des Kärntner Wohnmarkts stellt, auch weiterhin als Preisbremse wirken?
Wirtschaftsimpuls für die Region
Die Bauoffensive ist auch ein Konjunkturprogramm. Das Investitionsvolumen liegt im dreistelligen Millionenbereich. Da gemeinnützige Bauträger vorwiegend mit lokalen Firmen arbeiten, bleibt die Wertschöpfung in Kärnten. Für die Bauwirtschaft, die zuletzt unter einem Rückgang beim privaten Hausbau litt, bietet das Programm wichtige Planungssicherheit.
Die Weichen für ein aktives Baujahr sind gestellt. Während die ersten Bagger für die Wohnprojekte im Frühjahr rollen sollen, können Sanierungswillige jetzt ihre Anträge im neuen, vereinfachten System stellen.

