Käfighaltung für Hühner endet 2026 in Deutschland
01.02.2026 - 23:03:12Ab Anfang 2026 ist in Deutschland Schluss mit der letzten Form der Käfighaltung für Legehennen. Das Verbot der sogenannten Kleingruppenhaltung markiert das Finale eines langen Reformprozesses. Für Verbraucher bedeutet das: Eier aus deutscher Produktion stammen künftig garantiert nicht mehr aus Käfigen.
Der Weg zu diesem Verbot war lang. Schon 2010 verbannte Deutschland die konventionelle Legebatterie – früher als die EU. Als Übergangslösung etablierte sich die Kleingruppenhaltung. Doch auch sie bot den Hennen nur minimal mehr Platz als eine DIN-A4-Seite. Nach einem Beschluss von Bund und Ländern läuft die Frist für bestehende Betriebe nun Ende 2025 aus.
Was ändert sich für Verbraucher?
Die wichtigste Neuerung ist auf dem Ei sichtbar: Der Erzeugercode mit der Ziffer „3“ für Käfighaltung verschwindet von deutschen Eiern. Wer Eier mit dem Ländercode „DE“ kauft, kann sich sicher sein: Sie stammen mindestens aus Bodenhaltung.
Doch es gibt eine Lücke: Das Verbot gilt nicht für importierte Eier oder verarbeitete Produkte. In Nudeln, Kuchen oder Mayonnaise können weiterhin Eier aus ausländischer Käfighaltung landen. Eine Kennzeichnungspflicht dafür fehlt bislang.
Landwirte stehen vor Investitionen
Für die wenigen noch betroffenen Betriebe bedeutet das Aus der Kleingruppenhaltung hohe Investitionen in neue Ställe. Der Trend ist jedoch längst klar: Über 60 Prozent der deutschen Eier kommen bereits aus Bodenhaltung, der Rest aus Freiland- oder Bio-Haltung.
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Der Handel hat die Entwicklung beschleunigt. Viele Supermärkte nahmen Eier aus Käfighaltung schon vor Jahren freiwillig aus dem Sortiment. Die gesellschaftliche Unterstützung für mehr Tierwohl ist groß.
Deutschland als EU-Vorreiter
Mit dem Verbot positioniert sich Deutschland als Tierschutz-Vorreiter in Europa. Länder wie Österreich sind bereits vorangegangen, andere wie Tschechien oder die Niederlande werden folgen.
Auf EU-Ebene stockt es jedoch. Die Europäische Bürgerinitiative „End the Cage Age“ sammelte 1,4 Millionen Unterschriften für ein EU-weites Käfigverbot. Die Kommission hat einen Gesetzesvorschlag bis heute nicht vorgelegt – obwohl laut Umfragen 89 Prozent der EU-Bürger gegen Einzelkäfige sind. Tierschutzorganisationen haben deshalb Klage eingereicht.
Die Debatte geht also weiter. Der Fokus liegt nun auf der Verbesserung der Bedingungen in Boden- und Freilandhaltung. Und auf der Frage: Wann zieht endlich ganz Europa nach?
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