Justizanstalt Münnichplatz eröffnet Jugendgefängnis in Wien
19.01.2026 - 18:05:12Die neue Justizanstalt Münnichplatz in Wien-Simmering hat heute ihren Betrieb aufgenommen. Sie soll 72 männliche Jugendliche zwischen 14 und 18 Jahren aufnehmen und setzt auf moderne Resozialisierung.
Die Eröffnung beendet eine Reihe von Verzögerungen und reagiert auf chronische Überbelegung im österreichischen Strafvollzug. Künftig werden hier Untersuchungshäftlinge, Strafgefangene und Insassen im Maßnahmenvollzug untergebracht. Zum Start sind bereits 35 Jugendliche in der Anstalt.
Historisches Gebäude mit modernem Konzept
Das Gebäude am Münnichplatz blickt auf eine bewegte Geschichte zurück: Vom Habsburger Jagdschloss über eine Kaserne bis hin zu einer Erziehungsanstalt. Nach umfassender Sanierung beherbergt es nun eine der modernsten Jugendstrafanstalten des Landes.
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Die Hafträume sind für maximal zwei Personen ausgelegt. Das Justizministerium plant, die Belegung schrittweise zu erhöhen. Bis Ende März sollen alle in Wien inhaftierten Jugendlichen dieser Altersgruppe hier zusammengeführt werden.
Lehre und Schulabschluss hinter Gittern
Das Herzstück des Konzepts ist die Ausbildung:
* Berufslehren: In modernen Werkstätten können die Jugendlichen eine Lehre als Bäcker, Maler, Tischler, Maurer, Schlosser oder Spengler absolvieren.
* Pflichtschule: Klassenräume ermöglichen es, den Pflichtschulabschluss nachzuholen.
* Berufsorientierung: Eine Kreativwerkstatt dient der Berufsvorbereitung.
Justizministerin Anna Sporrer (SPÖ) betonte, mit der Technik und Ausstattung werde ein neuer Standard gesetzt. Ziel sei es, den Jugendlichen einen Weg in die Zukunft zu eröffnen.
Dringende Entlastung für die Josefstadt
Die Inbetriebnahme entlastet die Justizanstalt Josefstadt strategisch. Sie ist das größte und am stärksten überbelegte Gefängnis Österreichs. Die Auflösung ihrer Jugendabteilung schafft dort dringend benötigte Kapazitäten.
Der Schritt wurde notwendig, nachdem die spezialisierte Jugendanstalt Gerasdorf geschlossen worden war. Jugendliche mussten daher übergangsweise unter den schwierigen Bedingungen in der überfüllten Josefstadt untergebracht werden.
Antwort auf jahrelange Engpässe
Die Eröffnung ist eine direkte Reaktion auf lange bekannte Probleme. Österreichs Gefängnisse sind landesweit zu über 110 Prozent ausgelastet. Justizministerin Sporrer kündigte bereits Pläne für zwei weitere neue Haftanstalten an, um dem Druck auf das System zu begegnen.
Die neue Anstaltsleiterin Seada Killinger wird in den kommenden Monaten die Ausbildungsprogramme etablieren. Bis Ende des ersten Quartals soll die volle Kapazität von 72 Plätzen erreicht sein. Die JA Münnichplatz gilt als Modellprojekt – ihr Erfolg könnte die Zukunft des Jugendstrafvollzugs in Österreich prägen.
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