Just, Browser

Just the Browser: Neues Tool entfernt KI und Datensammler aus Chrome, Edge und Firefox

26.01.2026 - 05:17:12

Ein Open-Source-Skript nutzt Unternehmensrichtlinien, um unerwünschte KI-Assistenten, Telemetrie und Werbefunktionen in gängigen Browsern abzuschalten und so ein minimalistisches Surfen zu ermöglichen.

Ein neues, einfaches Skript namens „Just the Browser“ verspricht Nutzern die Kontrolle zurück: Es schaltet unerwünschte KI-Features, Telemetrie und Werbefunktionen in den großen Browsern ab. Die Lösung trifft den Nerv einer wachsenden Nutzergruppe, die sich von aufgeblähten Programmen und Datensammlern überrollt fühlt.

Entwickelt vom Tech-Experten Corbin Davenport, adressiert das Tool die zunehmende Komplexität von Browsern wie Google Chrome, Microsoft Edge und Mozilla Firefox. Was einst ein schlankes Fenster ins Web war, ist heute eine Plattform voller KI-Assistenten, Shopping-Hilfen und versteckter Tracking-Mechanismen. „Just the Browser“ setzt genau hier an und will den Browser auf seine Kernaufgabe reduzieren: das Surfen im Internet.

Der clevere Trick mit den Unternehmens-Tools

Der Clou des Tools liegt in seiner Methode. Statt als Erweiterung zu laufen, nutzt es die versteckten Gruppenrichtlinien (Group Policies), mit denen normalerweise IT-Abteilungen in Firmen die Browser konfigurieren. Diese unternehmensüblichen Einstellungen bieten oft Abschalt-Optionen, die in den normalen Nutzereinstellungen fehlen.

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Mit diesem Ansatz lassen sich zahlreiche Funktionen deaktivieren:
* KI-Features wie Google Gemini oder Microsoft Copilot
* Telemetrie-Daten und Nutzungsberichte an die Hersteller
* Integrierte Shopping-Funktionen wie Preisverfolgung oder Gutschein-Codes
* Gesponserte Inhalte und vorgeschlagene Artikel auf der neuen Tab-Seite
* Lästige Erinnerungen, den Browser als Standard festzulegen

Für Nutzer, die Skripte scheuen, bietet der Entwickler auch manuelle Anleitungen. Die Lösung ist eine robuste Alternative zum Wechsel zu exotischen Browser-Varianten – man kann bei den etablierten, gut unterstützten Programmen bleiben, aber ohne den Ballast.

Warum das Tool jetzt kommt: Der Kampf gegen das „Browser-Bloat“

Das Timing von „Just the Browser“ ist kein Zufall. Die Tech-Branche prescht mit der KI-Integration in jede Software vor. Was als hilfreicher Assistent vermarktet wird, bringt oft neue Komplexität und Datenschutzrisiken mit sich. Der Browser als Haupttor zum Internet ist dabei zum zentralen Sammelpunkt für Nutzerdaten geworden.

Cybersicherheitsexperten warnen seit längerem vor dem „Browser-Bloat“ – der Aufblähung durch nicht-essenzielle Funktionen. Diese Features können die Nutzererfahrung beeinträchtigen und ein Gefühl des Kontrollverlusts erzeugen. „Just the Browser“ kontert diesen Trend direkt und ermöglicht ein minimalistisches, privatsphärenfreundliches Surfen.

Einfache Bedienung für komplexe Probleme

Die große Stärke des Tools ist seine Einfachheit. Unter Windows wird ein einzelner Befehl in der PowerShell ausgeführt, unter macOS und Linux im Terminal. Dieser nutzerfreundliche Ansatz macht fortgeschrittene Privatsphäre-Einstellungen für ein breites Publikum zugänglich, das sich nicht mit Konfigurationsdateien oder der Registry herumschlagen möchte.

Das Projekt ist Open-Source, der Code auf GitHub einsehbar. Das schafft Transparenz und erlaubt eine Überprüfung vor der Nutzung. Wichtig: Das Skript verändert nicht den Inhalt von Webseiten, sondern nur die nativen Browser-Funktionen. Das Surfen bleibt also voll funktionsfähig, nur die aufdringlichen Elemente sind weg.

Ein klares Signal an die Browser-Riesen

Die positive Resonanz auf „Just the Browser“ ist ein Stimmungsbild. Nutzer fühlen sich zunehmend von invasiver Software gegängelt. Der rasante Vormarsch der generativen KI hat diese Bedenken noch verstärkt.

Das Tool könnte einen wachsenden Markt für Nutzer-Ermächtigungslösungen ankündigen. Während Browser-Hersteller auf integrierte, datengetriebene Ökosysteme setzen, riskieren sie, Nutzer zu verlieren, die Einfachheit und Kontrolle schätzen. Die Botschaft ist klar: Für viele ist der ideale Browser nach wie vor einfach nur ein Browser. Die Konzerne täten gut daran, transparente und einfache Abschalt-Optionen anzubieten – das könnte sich bald als Wettbewerbsvorteil erweisen.

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