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Just Eat testet Roboterhunde und Lieferroboter in Großbritannien

12.02.2026 - 21:30:11

Just Eat erweitert autonome Lieferversuche mit vierbeinigen und rollenden Robotern in Milton Keynes und Bristol. Die Tests zielen auf Effizienzsteigerung und Entlastung des Kuriernetzes an Spitzentagen.

Just Eat erweitert seine autonomen Lieferversuche in zwei britischen Städten. Mit vierbeinigen Roboterhunden in Milton Keynes und rollenden Robotern in Bristol geht der Essenslieferdienst einen großen Schritt in der Automatisierung der letzten Meile. Der Start fällt strategisch in die Valentinstag-Saison.

Die Tests umfassen Partnerschaften mit zehn unabhängigen Lokalen. Sie folgen auf ein erfolgreiches Pilotprojekt in Zürich, wo bereits fast 1.000 Lieferungen autonom abgewickelt wurden. Für Just Eat ist dies ein Schlüsseltest, um Effizienz und Zuverlässigkeit im wachsenden Liefergeschäft.

Zwei Roboter-Generationen erobern die Straße

In Milton Keynes kommen die agilen Rivr One-Roboterhunde zum Einsatz. Sie können Treppen steigen, bis zu 14 km/h schnell laufen und 30 kg tragen. Ihre vier Beine machen sie unempfindlich gegenüber schwierigem Gelände und Wetter.

In Bristol rollen derweil bodenständigere Roboter des britischen Herstellers Delivers.AI. Diese Gefährte mit 90 Litern Stauraum und 35 kg Zuladung ähneln bekannten Modellen für Lebensmittel-Lieferungen. Beide Systeme navigieren selbstständig vom Restaurant bis zur Haustür – markant in Just Eats Corporate Orange.

Strategischer Start zum Valentinstag

Der Launch kurz vor dem Valentinstag ist kein Zufall. An Tagen mit Spitzenbestellungen sollen die Roboter das menschliche Kuriernetz entlasten und pünktliche Lieferungen sichern. „Die Technologie soll Reibung aus dem Prozess nehmen und sich nahtlos einfügen“, sagt Rivr-CEO Marko Bjelonic.

Die Partnerschaft mit Delivers.AI soll zeigen, wie Bodenrobotik die städtische Logik unterstützen kann. Just-Eat-CTO Mert Öztekin betont das Ziel, durch Kooperationen mit Experten das Liefererlebnis ständig zu innovieren.

Globaler Trend zur autonomen Mobilität

Die Tests sind Teil eines weltweiten Automatisierungsschubs. Am selben Tag starteten WeRide und Uber einen Robotaxi-Dienst in der Innenstadt von Abu Dhabi. Die Flotte hat sich seit Dezember 2024 vervierfacht und deckt nun 70 Prozent der Kerngebiete ab. Bis 2027 sollen mindestens 1.200 Robotaxis in der Region unterwegs sein.

Auch öffentliche Nahverkehrsprojekte testen Akzeptanz. In Suffolk können Bürger in einem autonomen Shuttlebus mitfahren. Die Studie prüft, wie fahrerlose Fahrzeuge Lücken im öffentlichen Netz schließen könnten.

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Was bedeuten die Tests für die Zukunft?

Die parallele Expansion verschiedener Roboter-Dienste markiert eine Wende. Nach Jahren der Entwicklung werden die Systeme nun im echten Stadtverkehr erprobt. Treiber sind Effizienzsteigerung, Sicherheit und neue Service-Angebote. Für die letzte Meile verspricht Automatisierung eine Lösung für hohe Kosten und logistische Engpässe.

Just Eat kündigt bereits eine weitere Partnerschaft in den kommenden Wochen an. Der Erfolg in Milton Keynes und Bristol könnte die Blaupause für eine breitere Einführung in Großbritannien und Europa werden. Roboter-Kuriere auf dem Bürgersteig dürften bald zum Stadtbild gehören – und unseren Warenfluss grundlegend verändern.

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