Morgan, Erholung

J.P. Morgan prophezeit Erholung für Gewerbeimmobilien

04.02.2026 - 18:30:12

Die Bank prognostiziert eine positive Entwicklung für den globalen Gewerbeimmobilienmarkt, getrieben von stabilen Zinsen und starken Fundamentaldaten. Logistik- und Wohnimmobilien gelten als Stabilitätsanker.

Der globale Gewerbeimmobilienmarkt erholt sich nach einem deutlichen Preisrutsch. J.P. Morgan prognostiziert in seinem aktuellen Ausblick für 2026 eine positive Entwicklung. Getrieben wird sie von stabileren Zinsen, starken Fundamentaldaten und neuen Wachstumstreibern. Die Analysten der Bank sehen sogar einen attraktiven Einstiegszeitpunkt für Investoren.

Warum die Trendwende kommt

Die optimistische Prognose stützt sich auf mehrere Faktoren. Eine Stabilisierung der Kapitalmärkte und erwartete Zinssenkungen sollen die Transaktionsaktivität beleben. Dieser Trend zeichnete sich bereits 2025 ab und dürfte sich fortsetzen. Die Erholung verläuft jedoch ungleichmäßig: Hochwertige Objekte in Top-Lagen führen die Performance an, während ältere Immobilien weiter kämpfen.

Besonders zwei Sektoren gelten als Stabilitätsanker:
* Logistik & Industrie: Der Trend zur Re-Industrialisierung und der KI-Boom treiben die Nachfrage nach modernen Flächen. Entscheidend ist dabei zunehmend die Verfügbarkeit leistungsstarker Energieinfrastruktur.
* Wohnimmobilien: Vor allem in den USA stützt ein strukturelles Angebotsdefizit die Mieten. J.P. Morgan hat hier seit Anfang 2025 über 5 Milliarden US-Dollar investiert, um fast 39.000 Wohneinheiten zu schaffen oder zu erhalten.

Das Büro-Comeback mit zwei Geschwindigkeiten

Der hart getroffene Bürosektor zeigt erste Anzeichen der Stabilisierung. Doch der Markt spaltet sich: Moderne, nachhaltige Flächen in besten Lagen sind wieder gefragt und verzeichnen stabile Mieten. In New York und San Francisco nähern sich die Preise für Premium-Büros bereits wieder dem Vorkrisenniveau. Ältere Gebäude hingegen bleiben unter Druck.

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Dieser Trend wird durch die Rückkehr vieler Mitarbeiter ins Büro und höhere Qualitätsansprüche der Unternehmen verstärkt. Die Umwandlung veralteter Bürogebäude in Wohnraum dürfte die Marktbereinigung weiter vorantreiben.

Die Kapitalmärkte normalisieren sich

Ein Schlüssel für die Erholung liegt in den Finanzierungsbedingungen. In den vergangenen Jahren bot Fremdkapital teilweise höhere Renditen als Eigenkapital – eine bizarre Marktanomalie, die Transaktionen ausbremste. Mit der erwarteten Zinsstabilisierung sollte sich diese „invertierte“ Kapitalstruktur auflösen. Das macht Finanzierungen wieder attraktiver und erhöht die Liquidität im Markt.

Fokus auf Qualität statt Breite

Für 2026 rechnen die Experten mit einer Fortsetzung des Aufwärtstrends, mahnen aber zur Vorsicht. Die anhaltende wirtschaftliche Unsicherheit bleibt eine Herausforderung. Der Fokus für Investoren sollte klar auf qualitativ hochwertigen Objekten liegen, die von langfristigen Trends profitieren. Dazu zählen moderne Logistikflächen für E-Commerce und KI sowie Wohnimmobilien in unterversorgten Märkten.

Trotz möglicher Risiken wie geopolitischer Spannungen überwiegt der Optimismus. Die starken Fundamentaldaten positionieren die Branche gut für ein Jahr, in dem strategische Investitionen in zukunftsfähige Segmente belohnt werden könnten.

@ boerse-global.de