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iShares MSCI World ETF: Tech-Giganten treiben Rekordjagd

07.01.2026 - 20:27:31

Der iShares MSCI World ETF notiert nach starkem 2025 nahe seinem Allzeithoch, angetrieben von US-Tech-Aktien wie Nvidia. Die hohe Bewertung und die anstehende Berichtssaison sind nun entscheidend.

Der iShares MSCI World ETF (URTH) startet nach einem beeindruckenden Jahr 2025 auch 2026 mit robustem Momentum. Getrieben von der KI-Euphorie und der Dominanz amerikanischer Technologiekonzerne erzielte der Fonds im vergangenen Jahr eine Gesamrendite von 22,6 Prozent. Doch angesichts eines Kurs-Gewinn-Verhältnisses von über 25 und erster Gewinnmitnahmen zu Jahresbeginn stellt sich die Frage: Rechtfertigen die Wachstumsperspektiven die sportliche Bewertung?

Bewertung und Marktumfeld

Der zugrundeliegende MSCI World Index verzeichnete 2025 die stärkste Jahresperformance seit 2019, was globale Aktienfonds Nettozuflüsse von fast 240 Milliarden US-Dollar bescherte. Der URTH-ETF profitierte direkt von diesem strukturellen Wachstum und notiert aktuell nahe seines Allzeithochs bei rund 188 US-Dollar.

Allerdings ist dieser Erfolg mittlerweile teuer erkauft. Mit einem KGV von 25,19 liegt die Bewertung des Fonds deutlich über dem Kategoriedurchschnitt von 20,45. Anleger preisen hier ein Szenario der wirtschaftlichen “sanften Landung” ein. Fundamental gestützt wird dieser Optimismus durch solide Prognosen für das Unternehmensgewinnwachstum, das für 2026 bei rund 12,11 Prozent liegen soll.

Nvidia verdrängt Apple

Ein Blick in das Portfolio offenbart eine signifikante Machtverschiebung an der Spitze. Nvidia hat Apple überholt und ist nun mit einer Gewichtung von 5,50 Prozent die größte Einzelposition im ETF – eine direkte Folge der ungebrochenen Nachfrage nach KI-Chips.

Die Struktur des “Welt”-Portfolios ist zudem weniger global, als der Name vermuten lässt. US-Aktien dominieren mit einem Anteil von rund 70 Prozent massiv. Der Technologiesektor allein macht über 28 Prozent des Fondsvermögens aus. Wer hier investiert, setzt also primär auf die Stärke der US-Wirtschaft und ihrer Tech-Konzerne, während Länder wie Japan (5,48 Prozent) oder Großbritannien (3,84 Prozent) nur eine Nebenrolle spielen.

Kosten und Konkurrenz

Im Wettbewerbsumfeld positioniert sich der URTH als fokussierte Lösung für Industrieländer. Im Gegensatz zum iShares MSCI ACWI oder dem Vanguard Total World Stock ETF (VT) schließt er Schwellenländer komplett aus. Diese Strategie lieferte in Zeiten schwächelnder Emerging Markets eine Outperformance, bietet jedoch weniger Diversifikation.

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Mit einer Kostenquote von 0,24 Prozent liegt der ETF preislich im Mittelfeld. Er ist günstiger als das ACWI-Pendant (0,32 Prozent), kann aber nicht mit den extrem niedrigen Gebühren des Vanguard-Produkts (0,06 Prozent) mithalten.

Ausblick auf die Berichtssaison

Für die kurzfristige Entwicklung sind die kommenden Wochen entscheidend. Technisch fungiert die Marke von 180 US-Dollar, das Ausbruchsniveau von Ende 2025, als wichtige Unterstützung. Nach oben begrenzt das jüngste Hoch bei 188 US-Dollar den Spielraum.

Der nächste große Impuls dürfte von der anstehenden Berichtssaison ausgehen. Insbesondere die Zahlen von Nvidia und anderen Tech-Schwergewichten Ende Januar werden zeigen, ob die hohen Erwartungen an die KI-Nachfrage erfüllt werden können. Zudem sorgt die für den 10. Februar angesetzte vierteljährliche Index-Überprüfung des MSCI für Spannung, da hier Sektorgewichtungen neu justiert werden könnten.

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