iShares MSCI World ETF: Tech-Dominanz wird zum Risiko
05.12.2025 - 21:14:31Der iShares MSCI World ETF (URTH) steht Ende 2025 vor einem Dilemma: Einerseits profitiert der Fonds von der KI-getriebenen Rally der US-Technologiegiganten, andererseits macht genau diese Konzentration den vermeintlich diversifizierten Weltindex anfällig. Während in Europa die „Banks and Tanks”-Rotation läuft, hängt URTH zu 70 Prozent am US-Markt – und damit am Schicksal einer Handvoll Mega-Caps.
Zweiklassengesellschaft im Weltindex
Die Investmentlandschaft Ende 2025 zeigt ein gespaltenes Bild. US-Technologiewerte treiben die Indizes nach oben, finanziert durch massive Investitionen in KI-Infrastruktur. Parallel dazu gewinnen in Europa und Japan defensive Sektoren an Boden: Rüstung, Banken, Industrie.
URTH bildet entwickelte Märkte ab – ohne die Volatilität der Schwellenländer. Das klingt nach Stabilität. Doch die USA dominieren mit 70 Prozent Portfolioanteil, der Technologiesektor stellt das größte Einzelgewicht. Die Chip-Hersteller zeigten im dritten Quartal 2025 zwar Widerstandsfähigkeit, doch im November sorgte die Bewertungsdebatte für Nervosität. Anleger rotierten in Gesundheit und Basiskonsumgüter – Sektoren, die URTH zwar enthält, die aber gegen die Tech-Dominanz kaum ankommen.
Die üblichen Verdächtigen an der Spitze
Die Top-10-Positionen des Fonds lesen sich wie das Who’s Who des Silicon Valley. Apple, Microsoft, Nvidia und Co. machen einen erheblichen Teil des Portfolios aus. Diese Konzentration verstärkt sich selbst: Je höher die Marktkapitalisierung, desto größer das Gewicht im Index.
Das Problem: Wenn die Tech-Rally ins Stocken gerät, trifft es URTH überproportional. Die geografische Streuung – formal über 23 Industrieländer – täuscht über die faktische Klumpenbildung hinweg. Ein Kursrutsch bei Nvidia oder Apple schlägt direkt auf die ETF-Performance durch.
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Die nicht-amerikanischen Positionen bieten kaum Kompensation. Europäische und japanische Titel sind untergewichtet, ihre jüngste Stärke in Finanz- und Verteidigungswerten kommt im URTH-Portfolio nur begrenzt zum Tragen.
Bewertung und Ausblick
Der stabilisierte US-Dollar könnte theoretisch die internationalen Positionen stützen. Praktisch bleibt der Fonds ein Vehikel für US-Tech-Exposure mit entwickeltem-Markt-Etikett. Die Ausblendung von Schwellenländern reduziert zwar geopolitische Risiken, schafft aber gleichzeitig eine strukturelle Schlagseite.
Für Anleger, die gezielt auf entwickelte Märkte setzen wollen, ist URTH weiterhin relevant. Die Frage ist: Kauft man einen Weltindex oder einen US-Tech-Fonds mit Beimischung? Die kommenden Quartale werden zeigen, ob die Konzentration weiter belohnt wird – oder zum Bumerang wird.
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