iPhone-Nutzer werden doppelt so oft Opfer von Phishing
08.01.2026 - 10:01:12Aktuelle Sicherheitsdaten zeigen eine alarmierende Wende: iPhone-Besitzer sind 2026 doppelt so häufig Ziel von Phishing-Angriffen wie Android-Nutzer. Cyberkriminelle umgehen technische Barrieren und zielen direkt auf den Menschen im vermeintlich sicheren Apple-Ökosystem.
Der Grund ist rein ökonomisch. iPhone-Nutzer gelten als lukrativere Ziele – mit oft höherem Einkommen und stärkerer Präsenz in Unternehmen. Ihr großes Vertrauen in die Marke Apple wird dabei zum Risiko. Die Annahme “Mir passiert nichts, ich habe ein iPhone” senkt die natürliche Skepsis und macht Angriffe erfolgreicher.
Android holt mit KI-Filtern auf
Während sich Angreifer auf iPhones konzentrieren, zeigt die Android-Sicherheitsstrategie Wirkung. Google und Hersteller setzen aggressiv auf KI-gestützte Filter. Diese scannen SMS und Anrufe proaktiv auf Betrugsmuster und blockieren sie oft, bevor sie den Nutzer erreichen.
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Die Offenheit des Android-Systems hilft dabei. Sie erlaubt Sicherheitsanbietern, tiefgreifende Schutz-Apps zu entwickeln, die den Datenverkehr überwachen. Unter iOS sind solche Eingriffe von Drittanbietern stark eingeschränkt – was den Schutz vor webbasierten Bedrohungen paradoxerweise erschweren kann.
Neue Gefahren: Quishing und Deepfake-Anrufe
Die Bedrohungslage wird 2026 durch generative KI massiv verschärft. Phishing-Nachrichten sind dank KI-Sprachmodellen kaum noch von echten zu unterscheiden. Zwei neue Trends bereiten Experten Sorgen:
- Quishing (QR-Code-Phishing): Gefälschte QR-Codes auf Parkautomaten oder in E-Mails leiten auf Betrugsseiten. iPhones, die Codes automatisch scannen, sind hier besonders anfällig.
- Deepfake-Audio: Angreifer klonen Stimmen von Vorgesetzten oder Familienmitgliedern, um per Sprachnachricht zu Überweisungen zu drängen. Erste Fälle sind bereits dokumentiert.
Was Nutzer jetzt tun müssen
Bis Apple mit eigenen, verbesserten KI-Filtern nachzieht, bleibt der aufmerksame Nutzer die wichtigste Verteidigung. Sicherheitsexperten geben klare Ratschläge:
- Skepsis ist Pflicht: Seien Sie misstrauisch bei unaufgeforderten Nachrichten – selbst von bekannten Kontakten. Dringender Handlungsdruck (“Ihr Konto wird gesperrt!”) ist ein klassisches Alarmzeichen.
- Zwei-Faktor-Authentifizierung (2FA) nutzen: Setzen Sie dabei bevorzugt auf Passkeys oder Hardware-Keys, nicht auf SMS-Codes.
- Links niemals blind öffnen: Überprüfen Sie Absenderadressen und URLs genau, bevor Sie klicken.


