iPhone-Kurs in Bern stärkt digitale Teilhabe für Sehbehinderte
02.02.2026 - 05:23:11Ein spezialisierter Kurs in Bern zeigt sehbehinderten Menschen, wie sie ihr iPhone optimal nutzen können. Die Schulung der Apfelschule startet heute und zielt auf mehr digitale Selbstständigkeit im Alltag.
Im Blinden- und Behindertenzentrum Bern lernen Teilnehmer mit Sehrest, die integrierten Bedienungshilfen ihres iPhones effektiv einzusetzen. Der zweiteilige Basiskurs konzentriert sich auf praktische Anwendungen – von Zoom-Funktionen über die Sprachassistenz Siri bis zur gezielten Sprachausgabe. „Jeder entwickelt seine persönliche Technik“, erklärt das Konzept. Ein Aufbaukurs folgt am 9. Februar.
Vom Hilfsmittel zum Tor zur Welt
Moderne Smartphones sind für Menschen mit Sehbehinderung oft mehr als nur Kommunikationsgeräte. Tief im iOS-System verankerte Funktionen wie VoiceOver – das den Bildschirminhalt komplett vorliest – oder anpassbare Zoom-Stufen verwandeln das iPhone in ein leistungsstarkes Alltagswerkzeug. Damit können Nutzer selbstständig E-Mails schreiben, im Internet recherchieren oder spezielle Navigations-Apps bedienen.
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Die Apfelschule hat sich auf Schulungen für blinde und sehbehinderte Menschen im Umgang mit Apple-Produkten spezialisiert. Ihre Kurse gelten als wichtiger Baustein, um die digitale Kluft zu überwinden. Denn die Technologie allein nützt wenig, wenn ihre Möglichkeiten nicht bekannt sind.
Eingebettet in breites Schweizer Unterstützungsnetz
Der iPhone-Kurs ist Teil einer vielfältigen Angebotslandschaft. Große Organisationen wie der Schweizerische Blinden- und Sehbehindertenverband (SBV) bieten von „Blind-Jogging“ in Bern bis zu kulturellen Veranstaltungen ein breites Programm. Der Schweizerische Zentralverein für das Blindenwesen (SZBLIND) ergänzt dies mit zertifizierten Weiterbildungen.
Diese Initiativen verfolgen ein gemeinsames Ziel: die Selbstständigkeit und soziale Teilhabe sehbehinderter Menschen auf mehreren Ebenen zu fördern. Von der technischen Schulung bis zur gemeinsamen Freizeitgestaltung entsteht so ein tragfähiges Netzwerk.
Digitale Inklusion als gesellschaftlicher Auftrag
Die Bedeutung solcher Kurse reicht über die individuelle Hilfe hinaus. Sie sind Ausdruck eines wachsenden Bewusstseins für digitale Barrierefreiheit. Organisationen wie die „Allianz Digitale Inklusion Schweiz“ (ADIS) arbeiten am Abbau digitaler Hürden. Die Stiftung „Zugang für alle“ agiert seit über 25 Jahren als Kompetenzzentrum.
Die Professionalisierung schreitet voran: Die Berner Fachhochschule bietet etwa einen CAS „Digitale Inklusion & Barrierefreiheit“ an. Hier lernen Fachleute, digitale Produkte von Grund auf barrierefrei zu gestalten – ein Ansatz, der immer mehr an Bedeutung gewinnt.
Von der Anwendung zur inklusiven Gestaltung
Kurse für Anwender bleiben wichtig, doch die nachhaltige Lösung liegt anderswo: in der konsequent barrierefreien Gestaltung digitaler Produkte selbst. Der Trend geht zum „Universal Design“, bei dem die Bedürfnisse aller Nutzergruppen von Anfang an berücksichtigt werden.
Die Ausbildung von Entwicklern und Designern ist dabei ebenso entscheidend wie die Sensibilisierung der Öffentlichkeit. Initiativen wie der Berner iPhone-Kurs machen den Nutzen digitaler Barrierefreiheit sichtbar. Langfristig wird sich Erfolg daran messen, wie selbstverständlich digitale Angebote für alle Menschen nutzbar sind.
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