Foto, Februar-Vollmond

iPhone-Astrofotografie: So gelingt das perfekte Foto vom „Schneemond“

01.02.2026 - 15:31:11

Der Februar-Vollmond bietet ideale Bedingungen für Smartphone-Fotografie. Mit manuellen Einstellungen und Stativ lassen sich detailreiche Aufnahmen des Himmelskörpers erstellen.

Heute Abend lohnt sich der Blick gen Himmel: Der Vollmond im Februar, traditionell „Schneemond“ genannt, erreicht seinen Höhepunkt. Für Besitzer aktueller Smartphones wie des iPhone 17 oder 16 ist dies die ideale Gelegenheit, die Mondfotografie zu meistern. Mit den richtigen Einstellungen lassen sich erstaunlich detailreiche Aufnahmen schießen.

Ein astronomisches Highlight am Winterhimmel

Der Vollmond steht heute Abend, am 1. Februar, gegen 23:09 Uhr MEZ im Sternbild Krebs, in der Nähe des offenen Sternhaufens Praesepe („Krippe“). Anders als die „Supermonde“ im Januar ist dies ein reguläres Ereignis – doch die klare Winterluft und die hohe Stellung am Himmel machen ihn zu einem lohnenden Fotomotiv. Besonders in Europa und Nordamerika ist der Zeitpunkt günstig: Kurz nach Sonnenuntergang geht der Mond im Osten auf und erscheint durch den sogenannten Mondtäuschungseffekt besonders groß, wenn er nah am Horizont steht.

Der häufigste Fehler: Das überstrahlte Mondgesicht

Das größte Problem bei der Smartphone-Mondfotografie ist die Überbelichtung. Die automatischen Kameraeinstellungen versuchen, den dunklen Himmel aufzuhellen und waschen dabei die Oberfläche des Mondes zu einem einfachen, weißen Fleck aus. Die Lösung liegt in der manuellen Steuerung.

Experten empfehlen für iPhone-Nutzer diese Schritte:
1. Bildausschnitt wählen: Öffnen Sie die Kamera-App und zoomen Sie mit dem optischen Teleobjektiv heran (5x beim iPhone 16 Pro Max, bis zu 8x beim iPhone 17 Pro). Vermeiden Sie den digitalen Zoom.
2. Fokus und Belichtung sperren: Tippen Sie auf den Mond im Display und halten Sie den Finger etwa zwei Sekunden gedrückt, bis „AF/AE-Sperre“ in Gelb erscheint.
3. Die „Sonne“ nach unten ziehen: Neben dem Fokusrahmen erscheint ein Sonnensymbol. Ziehen Sie den Regler deutlich nach unten. Das Bild wird dunkler, doch plötzlich werden die Krater und „Meere“ der Mondoberfläche sichtbar.

Profi-Trick: Schärfere Fotos aus 4K-Videos

Für die allerbesten Ergebnisse kann ein Umweg über den Videomodus lohnen. Schalten Sie auf 4K-Aufnahme bei 60 Bildern pro Sekunde um. Starten Sie die Aufnahme, zoomen Sie auf den Mond, tippen Sie zum Fokussieren und ziehen Sie den Belichtungsregler herunter. Während der Aufnahme können Sie mit dem weißen Auslöser auf dem Bildschirm hochauflösende Einzelbilder schießen. Diese Methode nutzt die volle Leistung des Bildprozessors und liefert oft stabilere, rauschärmere Bilder als der reine Fotomodus.

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Unverzichtbares Zubehör und Einstellungen

Die Rechenleistung des iPhones ist enorm, doch physikalische Stabilität ist entscheidend. Bei hohen Zoomstufen verwackelt schon der eigene Herzschlag.
* Stativ verwenden: Ein einfaches Stativ oder das Abstützen auf einer festen Unterlage ist Pflicht für scharfe Teleaufnahmen.
* Nachtmodus ausschalten: Für den hellen Mond ist der Nachtmodus oft kontraproduktiv. Deaktivieren Sie das gelbe Symbol, falls es aktiviert wird.
* RAW-Format nutzen: Besitzer von Pro-Modellen sollten Apple ProRAW aktivieren. Dieses Format speichert mehr Bildinformationen und ermöglicht eine deutlich bessere Nachbearbeitung.

Technologischer Hintergrund: Der Wettlauf zum Mond

Die Fähigkeit, Himmelskörper abzulichten, ist zu einem wichtigen Wettbewerbsfeld für Smartphone-Hersteller geworden. Mit dem iPhone 17 hat Apple Ende 2025 die Teleobjektiv-Leistung deutlich verbessert, um zu Konkurrenten mit spektakulären „Weltraum-Zoom“-Funktionen aufzuschließen. Die verbesserte optische Stabilisierung und größeren Sensoren in den Pro-Modellen sind genau für solche Hochkontrast-Motive wie den heutigen Vollmond ausgelegt.

Generalprobe für die Mondfinsternis

Der heutige „Schneemond“ ist zugleich die Generalprobe für ein größeres Himmelsspektakel: Am 3. März 2026 wird der nächste Vollmond, der „Wurmmond“, von einer totalen Mondfinsternis begleitet, die von Teilen Nordamerikas und des Pazifikraums aus zu sehen ist. Wer heute Nacht die Belichtungstechniken übt, ist bestens vorbereitet, wenn der Mond während der Finsternis rapid seine Helligkeit ändert. Bei klarem Himmel lohnt sich also der Griff zum Smartphone – und vielleicht sogar zum Stativ.

@ boerse-global.de