iPhone-Akkus leiden nach iOS 18.1.1-Update

29.11.2025 - 09:11:12

Ausgerechnet zum Weihnachtsgeschäft kämpfen iPhone-Nutzer mit drastischem Akkuverschleiß. Das jüngste iOS-Update bringt zwar wichtige Sicherheitspatches, zwingt aber viele zur ständigen Steckdosensuche.

Seit der Veröffentlichung von iOS 18.1.1 häufen sich Berichte über rapiden Batterieverschleiß. In sozialen Medien und Support-Foren melden Nutzer weltweit das gleiche Problem: Der Akku leert sich deutlich schneller als gewohnt. Was steckt dahinter – und was lässt sich dagegen tun?

Derweil arbeitet Apple bereits an neuen Werkzeugen für besseres Energiemanagement. In der aktuellen Beta-Version von iOS 18.2 haben Entwickler eine Funktion namens “Battery Intelligence” entdeckt. Hier der Überblick zur aktuellen Lage, den Hintergründen und konkreten Lösungsansätzen.

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Mitte November veröffentlichte Apple iOS 18.1.1, um kritische Sicherheitslücken zu schließen, die aktiv ausgenutzt wurden. Das Update ist zweifellos wichtig für die Gerätesicherheit. Doch in den vergangenen 72 Stunden mehren sich Berichte über massive Akkuprobleme.

Auf Reddit und in Apple-Support-Communities berichten Nutzer verschiedenster Modelle von den Schwierigkeiten – vom iPhone SE bis zum neuen iPhone 16 Pro. Ein Anwender schilderte, sein Gerät sei bei minimaler Nutzung innerhalb von gut acht Stunden von 100 auf 66 Prozent gefallen.

Warum passiert das überhaupt?

Technikexperten erklären: Unmittelbar nach einem Update ist erhöhter Stromverbrauch zunächst normal. Das iPhone führt dann komplexe Hintergrundprozesse aus – es indiziert Dateien neu, analysiert Fotos und kalibriert Batteriedaten. Der Prozessor läuft auf Hochtouren, selbst wenn das Telefon scheinbar untätig ist. Das Resultat: höherer Energieverbrauch und Wärmeentwicklung.

Normalisiert sich die Akkulaufzeit jedoch auch nach der üblichen 48-Stunden-Phase nicht, deutet das auf spezifische Bugs oder Apps hin, die mit der neuen Firmware nicht zurechtkommen.

“Battery Intelligence” soll Abhilfe schaffen

Während Nutzer mit den aktuellen Problemen kämpfen, bereitet Apple neue Funktionen zur besseren Energieverwaltung vor. In der laufenden Entwickler-Beta von iOS 18.2, die diese Woche aktualisiert wurde, entdeckten Code-Spezialisten das Feature “Battery Intelligence”.

Laut 9to5Mac und anderen Tech-Portalen berechnet und zeigt diese Funktion die voraussichtliche Ladezeit bis zu bestimmten Akkuständen an – etwa “20 Minuten bis 80 Prozent”. Eine Fähigkeit, die Android-Geräte und macOS schon länger bieten und die besonders für Vielreisende praktisch wäre.

Aktuell versteckt sich das Feature noch im Beta-Code. Analysten rechnen mit einer Veröffentlichung im Rahmen von iOS 18.2, das für Dezember erwartet wird. Der Schritt passt zu Apples jüngster Fokussierung auf Batteriegesundheit, nachdem bereits frühere iOS-18-Versionen eine 80-Prozent-Ladebegrenzung eingeführt hatten.

Fünf Sofortmaßnahmen gegen Akkuschwund

1. Stromfresser-Apps identifizieren

Nach Updates bleiben manche Apps in Schleifen hängen oder wechseln nicht in den Ruhemodus.

  • Vorgehen: Navigiere zu Einstellungen > Batterie.
  • Prüfen: Betrachte die Grafik “Letzte 24 Stunden”. Zeigt eine kaum genutzte App wie Facebook oder YouTube hohe Hintergrundaktivität? Dann ist der Übeltäter gefunden.
  • Lösung: Erzwinge das Schließen der App oder installiere sie neu, um den Cache zu leeren.

2. Always-On-Display anpassen

Bei iPhone 14 Pro und neueren Modellen gilt das Always-On-Display (AOD) als bekannter Energiekonsument. Auch wenn es effizient arbeitet, verbraucht es rund ein Prozent pro Stunde.

  • Vorgehen: Gehe zu Einstellungen > Anzeige & Helligkeit > Always-On-Display.
  • Optimierung: Du musst es nicht komplett deaktivieren. Schalte “Hintergrundbild anzeigen” aus, sodass nur noch ein schwarzer Bildschirm mit Uhrzeit bleibt. Das reduziert den Pixelverbrauch drastisch bei gleichem Nutzen.

3. Hintergrundaktualisierung kontrollieren

Die wirksamste Einzelmaßnahme zur Akkuschonung überhaupt.

  • Vorgehen: Öffne Einstellungen > Allgemein > Hintergrundaktualisierung.
  • Optimierung: Stelle auf “WLAN” um oder deaktiviere die Funktion gänzlich für nicht-essenzielle Apps wie Nachrichten-Aggregatoren oder Social Media. So verhinderst du, dass Apps ständig den Funkchip aktivieren, um Daten abzurufen.

4. Standortdienste ausmisten

Viele Apps fordern permanenten Standortzugriff, obwohl sie ihn nicht benötigen.

  • Vorgehen: Prüfe unter Einstellungen > Datenschutz & Sicherheit > Ortungsdienste jede App einzeln.
  • Optimierung: Setze Apps, die nicht zwingend den Standort brauchen, auf “Nie” oder “Beim Verwenden der App”.

5. Abwarten und Geduld haben

Liegt das Update weniger als zwei Tage zurück, ist oft Geduld die beste Strategie. Lass das Gerät über Nacht am Ladegerät mit aktiviertem WLAN. Das gibt dem System Zeit, Indizierungs- und Wartungsaufgaben ohne Unterbrechung abzuschließen – häufig löst sich das Problem dadurch von selbst.

Timing könnte kaum schlechter sein

Die Akkuberichte fallen ausgerechnet in die Black-Friday-Phase zusammen. Während Verbraucher nach Schnäppchen bei neuen Geräten suchen, bleibt die Akkuleistung ein entscheidendes Kaufkriterium.

Analysten bemerken: Software-bedingter Akkuverschleiß ist bei modernen Smartphone-Updates ein wiederkehrendes Thema. Doch die Transparenz, die Apple mit Werkzeugen wie “Battery Intelligence” aufbaut, signalisiert einen Wandel. Das Unternehmen bewegt sich weg von intransparenter Hintergrundverwaltung hin zu präziserer Nutzerkontrolle und detaillierteren Energiedaten.

“Akku-Angst ist die neue Reichweiten-Angst”, kommentierten Technikbeobachter diese Woche. Indem Apple geschätzte Ladezeiten und Ladegrenzen bereitstellt, erkennt der Konzern an: Für viele Nutzer ist es genauso wichtig zu wissen, wann sie wieder Energie haben, wie lange diese anhält.

Hoffnung auf iOS 18.2

Alle Blicke richten sich nun auf die öffentliche Veröffentlichung von iOS 18.2, die für Anfang bis Mitte Dezember erwartet wird. Neben “Battery Intelligence” soll das Update weitere Optimierungen bringen, die die mit 18.1.1 eingeführten Ineffizienzen beheben könnten.

Bis dahin sollten Nutzer von iOS 18.1.1 die oben genannten manuellen Anpassungen vornehmen und sicherstellen, dass alle Apps auf dem neuesten Stand sind. Entwickler veröffentlichen häufig Patches, um Kompatibilitätsprobleme mit neuen iOS-Versionen zu beheben.

Eines ist klar: Der Preis für Sicherheit sollte nicht dauerhaft kürzere Akkulaufzeit sein. Bleibt zu hoffen, dass Apple mit dem Dezember-Update die Balance wiederherstellt.

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