Versteckte, Produktivitäts-Booster

iOS 26: Versteckte Produktivitäts-Booster überstrahlen Design-Debatte

13.01.2026 - 13:13:12

Apple integriert eine lang erwartete Textauswahl in iMessage, um Nutzer trotz des umstrittenen Liquid-Glass-Designs zum Update auf iOS 26 zu bewegen.

iOS 26 kämpft mit schwacher Akzeptanz, doch ein kleines Feature in der Nachrichten-App begeistert Nutzer: Endlich lässt sich Text gezielt kopieren. Apple setzt auf solche praktischen Verbesserungen, um die umstrittene „Liquid Glass“-Oberfläche zu rechtfertigen.

Während die Verbreitung von Apples neuestem Betriebssystem iOS 26 seit dem Release Ende 2025 ungewöhnlich schleppend verläuft, entdecken Upgrader erhebliche Verbesserungen für den Alltag. Ein besonders gelobtes, aber wenig beachtetes Feature ist die „Selektive Kopierfunktion“ in Nachrichten. Sie beendet einen jahrealten Frust für iPhone-Nutzer. Mit dem Release des iOS 26.3 Beta 2 am 12. Januar heben Branchenanalysten solche Produktivitätsvorteile als Hauptargument für ein Update hervor – trotz der kontroversen „Liquid Glass“-Oberfläche.

Jahrelang war es eine der größten Macken im Apple-Ökosystem: Man konnte keinen Text innerhalb einer Nachrichtenblase auswählen. Nutzer mussten stets einen ganzen Absatz kopieren – oft voller irrelevanter Informationen –, ihn in eine Notizen-App einfügen und dann mühsam die ungewollten Teile löschen.

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Mit iOS 26, das laut Daten von Anfang dieser Woche auf etwa 18 Prozent der aktiven iPhones läuft, hat Apple ein natives Textauswahlwerkzeug direkt in die Nachrichten-App integriert. Die Funktion holt das iPhone auf das Niveau von Desktop-Erfahrungen und Konkurrenzplattformen wie Telegram.

Die Bedienung erfolgt über eine verfeinerte Haptik. Ein langer Druck auf eine Nachrichtenblase öffnet das bekannte Reaktionsmenü, das nun neben „Antworten“ und „Kopieren“ eine eigene „Auswählen“-Option bietet. Ein Tipp darauf isoliert den Nachrichteninhalt und bietet standardmäßige Ziehpunkte, um präzise Wörter, Adressen oder Codes zu markieren. Diese granulare Kontrolle macht den umständlichen „Kopieren-Einfügen-Bearbeiten“-Workaround überflüssig, der iOS-Nutzer seit Beginn von iMessage geplagt hat.

Zögerliche Verbreitung und der „Liquid Glass“-Streit

Trotz nützlicher Features wie der selektiven Kopierfunktion hat iOS 26 einen schweren Stand. Berichte vom 8. und 9. Januar 2026 zeigen, dass die Verbreitungsrate bei nur 15 bis 18 Prozent liegt. Zum Vergleich: iOS 16 und 17 hatten zu ähnlichen Zeitpunkten bereits über 60 Prozent erreicht.

Branchenkenner führen das Zögern hauptsächlich auf das radikale visuelle Redesign namens „Liquid Glass“ zurück. Diese neue Designsprache ersetzt das seit iOS 7 dominierende flache Design und nutzt Echtzeit-Rendering für durchscheinende, lichtbrechende Interface-Elemente. Obwohl optisch auffällig, spaltet der Wandel die Nutzerschaft. Viele empfinden die Transparenzeffekte als ablenkend oder auf älteren Geräten schwer lesbar.

Doch produktivitätsorientierte Updates wie die selektive Kopierfunktion, der neue Filter für „Unbekannte Absender“ und die „Live-Übersetzung“ in Nachrichten werden zentral für Apples Strategie, Zögerer zum Upgrade zu bewegen. Die Vereinheitlichung der Versionsnummerierung – der Sprung von iOS 18 direkt auf iOS 26, um am Kalenderjahr 2026 ausgerichtet zu sein – sollte das Ökosystem vereinfachen, verursachte aber zunächst Verwirrung.

Neueste Entwicklungen: iOS 26.3 Beta 2 und anstehende Korrekturen

Die Entwicklungen der letzten 24 Stunden deuten darauf hin, dass Apple aggressiv daran arbeitet, das Nutzererlebnis zu polieren und Stabilitätsprobleme zu beheben. Am Montag, den 12. Januar, veröffentlichte Apple das zweite Developer-Beta für iOS 26.3 (Build 23D5103d).

Eine erste Analyse zeigt weitere Verfeinerungen bei der Textauswahl in Nachrichten. Kleine Bugs, bei denen Ziehpunkte in langen Threads gelegentlich zur falschen Zeile sprangen, wurden behoben. Zudem führt das Beta ein neues „iPhone-zu-Android“-Übertragungstool ein – wahrscheinlich eine Reaktion auf den zunehmenden regulatorischen Druck in der Europäischen Union, die Datenportabilität zu erleichtern.

Gleichzeitig kursieren seit gestern Gerüchte über ein baldiges, kleineres öffentliches Update: iOS 26.2.1. Dieser Zwischenpatch soll noch diese Woche erscheinen, um spezifische Sicherheitslücken und Batterieprobleme zu beheben, die Nutzer der „Liquid Glass“-Oberfläche melden. Während sich 26.2.1 auf Stabilität konzentriert, scheint das größere 26.3-Update Ende Januar oder Anfang Februar funktionale Neuerungen zu bringen, die weitere Nutzer vom Verlassen des alten iOS 18 überzeugen könnten.

Branchenimplikationen und Wettbewerbslandschaft

Die Einführung der selektiven Kopierfunktion ist mehr als eine kleine Verbesserung. Sie zeigt, dass Apple anerkennt, dass die Nachrichten-App sich von einem simplen SMS-Client zu einer robusten Kommunikationsplattform entwickelt hat. Konkurrenten wie WhatsApp und Discord bieten granulare Textinteraktionen schon lange. Analysten sehen Apples Implementierung als notwendigen Schritt, um Power-User zu halten.

Marktbeobachter betonen: Während das „Liquid Glass“-Design die Diskussion dominiert, hängt die Bindung der iPhone-Nutzer an solche funktionalen Hilfsmittel. Da Nachrichten für viele zur primären Betriebsschicht geworden sind – von Geschäftstransaktionen bis zu Zwei-Faktor-Authentifizierungscodes –, wird der Umgang mit Text zu einem kritischen Faktor für die Nutzerzufriedenheit.

Die langsame Adoption von iOS 26 unterstreicht auch einen Wandel im Nutzerverhalten. Geräte werden länger behalten, und reine Interface-Veränderungen um der Veränderung willen stoßen auf zunehmenden Widerstand. Apples Herausforderung 2026 wird es sein, zu beweisen, dass funktionale Upgrades wie das Textauswahlwerkzeug und verbesserte Spam-Filterung die Einarbeitung in die neue Optik aufwiegen.

Ausblick: Entscheidung fällt im ersten Quartal 2026

Der weitere Verlauf von iOS 26 wird wahrscheinlich von der Aufnahme des 26.3-Updates abhängen. Wenn Apple die Performance-Auswirkungen der durchscheinenden UI-Elemente glätten und weiterhin „Quality-of-Life“-Features liefern kann, könnten sich die Verbreitungszahlen bis Ende des ersten Quartals 2026 erholen.

Nutzer mit iOS 26 sollten die Langdruck-Menüs in Nachrichten erkunden, um die neuen Auswahlmöglichkeiten voll auszuschöpfen. Wer noch auf iOS 18 ist, erhält zwar weiterhin Sicherheitsupdates, verpasst aber diese Arbeitsablauf-Verbesserungen. Mit dem bevorstehenden öffentlichen Release von 26.3 wird die Lücke zwischen den beiden Betriebssystemen größer – was die zögerliche Mehrheit möglicherweise zu einer Entscheidung zwingt.

Während der Beta-Zyklus für 26.3 fortschreitet, beobachten Entwickler genau API-Änderungen. Diese könnten Drittanbieter-Apps ermöglichen, die „Liquid Glass“-Render-Engine effizienter zu nutzen und so die Batterieprobleme zu lösen, die den Start des Betriebssystems getrübt haben.

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